Die Aktuelle Ausgabe 1/2026
Informieren Sie sich, was der BVT für Tiere tut, für welche Ziele der Verband kämpft und wie Sie dabei aktiv mithelfen können.
Das Insektensterben hat mehrere bekannte Ursachen. Lebensraumverlust, Pestizide, Klimawandel, Lichtverschmutzung und insektenfeindliche Privatgärten spielen eine Rolle, doch nun rücken elektromagnetische Felder in den Fokus. Mittlerweile belegen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen die negativen Auswirkungen des Mobilfunks und anderer Störfaktoren.
Die 2023 erschienene Beefi-Studie von Thill, Cammaerth & Balmori stellt heraus, wie elektromagnetische Felder u.a. die Fortpflanzung, die DNA und das Verhalten von Insekten beeinflussen.
Auf www.insekten-schuetzen.info wird die Studie (Englisch/Deutsch) vorgestellt. Insekten sind unerlässlich für unser Ökosystem, jeder weitere Rückgang von Biene, Käfer & Co ein unersetzbarer Verlust.
Nachdem der Fleischkonsum die letzten Jahre rückläufig war, steigt er leider seit 2025 wieder an. Der Pro-Kopf-Verzehr liegt bei 54,9 Kilo pro Jahr, das entspricht einer Zunahme von 1,4 Kilo pro Kopf.
Während Rind- und Kalbfleisch preislich angezogen haben, sind Geflügel- und Schweinefleisch weiterhin so günstig, dass die Verbraucher wieder vermehrt zugreifen. Am häufigsten kommen Produkte vom Schwein auf die Teller (28,3 Kilo pro Kopf und Jahr), gefolgt von Geflügel. Obwohl Deutschland seinen Fleischverbrauch durch heimische Produktion mehr als abdeckt (Gesamtproduktion bei über 115%), wird gerade Geflügelfleisch vermehrt importiert. Hier an erster Stelle aus Polen, zunehmend kommt sog. Billiggeflügel aus Brasilien auf den europäischen Markt.
Abgesehen davon, dass aus gesundheitlichen Gründen "wenig" Fleisch (unter 300 Gramm/Woche laut DGE) gegessen werden sollte, steht hinter jedem Fleischprodukt ein Tier, das gelebt hat. Je kostengünstiger Schnitzel & Co angeboten werden, desto größer das Leid, das die Tiere in ihren Haltungssystemen erfahren mussten.
Für Dienstag, den 23. Juni, lädt die Katholische Akademie (Freiburg) in Zusammenarbeit mit der Mesella-Stiftung für eine sozial-ökonomische Zukunft zu einer Podiumsdiskussion "Aufgabe und Herausforderungen von Zoos" ein.
Die Referenten sind
- Markus Wild, Professor für Theoretische Philosophie an der Uni Basel. Professor Wild forscht über Tierethik, Bewusstsein und Geschichte der Philosophie. Über die Verletzung der Tierwürde haben wir ein Interview für unser Magazin (3/2024) mit ihm geführt.
- und Dr. Severin Dreesen, seit 2020 Direktor des Zoo Zürich. Er galt bei seinem Amtsantritt mit 32 Jahren als einer der jüngsten Zoodirektoren Europas. Der Biologe promovierte in Zoologie an der Universität Oxford.
Aus dem Einladungstext: Der Artenschutz ist eine der zentralen Aufgaben moderner, wissenschaftlicher Zoos und Aquarien. Es handelt sich zweifellos um eine dringliche Aufgabe, denn das Artensterben gilt neben der Klimakrise als die größte Bedrohung für unseren Planeten und unser Leben. Einige Stimmen behaupten, dass wir uns aktuell im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit vor 65 Millionen Jahren befinden. Laut WWF sind ein Viertel der Säugetierarten, jede achte Vogelart und 40 Prozent der Amphibienarten bedroht. Können Zoos hier einen wichtigen Beitrag leisten?
Eine zweite Herausforderung besteht in der Zucht bedrohter Tiere. Dies hat zur Folge, dass mitunter auch Individuen einer bedrohten Tierart euthanasiert werden müssen. Was hat mehr Gewicht: das Leben einzelner Tiere oder die Erhaltung der Art?
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