Die Aktuelle Ausgabe 1/2026
Informieren Sie sich, was der BVT für Tiere tut, für welche Ziele der Verband kämpft und wie Sie dabei aktiv mithelfen können.
Deutschland kennt in diesen heißen Tagen nur ein Thema: Hohe Temperaturen, Belastung für die Menschen, drohende Wasserknappheit, zubetonierte Städte, in denen sich die Hitze fängt, dürstende Vögel und andere Wildtiere – aber die zum Schlachten verurteilten Tiere müssen weiter in die Hänger klettern, um die letzte Reise anzutreten.
Seit Jahrzehnten sind Tiertransporte ein Dauerthema für Deutschland und die EU. Dass nach allem dokumentierten Tierleid auf Transporten heute noch Langstreckentransporte in außereuropäische Länder ohne Tierschutzstandards möglich sind, ist kaum noch als politisches Versagen zu bezeichnen. Es ist fortgesetzte Tierquälerei, an der jede politische Gruppierung ihre persönliche Schuld trägt.
Die EU-Transportverordnung sollte längst modernisiert werden, hängt im Parteiengezänke fest (die Novellierung könnte möglicherweise im Spätsommer auf den Weg gebracht werden). Derweil werden weiter Tiere rund um die Welt per Schiff und LKW gefahren, marginale Zugeständnisse an „Wasserversorgung“ und „Pausenregeln“ versucht, von denen jeder weiß, dass sie zumindest hinter den EU-Grenzen nicht mehr eingehalten werden....
Für viele Tiere ist das Tierheimleben belastend. Besonders für Welpen wäre der Aufenthalt in Pflegestellen eine gute Möglichkeit, die ersten Schritte in ein Hundeleben zu lernen. Doch auch alte und chronisch Hunde profitieren sehr von einem ruhigen Umfeld im privaten Rahmen.
Ebenso suchen wir für Hunde, die über Projekte der Freien Tierhilfe (unseres Mitgliedvereins gelegentlich nach Deutschland kommen, geeignete Pflegefamilien.
Die wenige Wochen alte Nirwana (Griffonmix) auf dem Foto oben braucht dabei jetzt Hilfe von Hundefreunden: Sie hat eine Bewegungseinschränkung am Hinterlauf (schlecht zusammengewachsener Bruch) und hinkt schwer. Sie soll in Deutschland noch einmal von einem Spezialisten untersucht werden und dann bis zu ihrer Vermittlung in einer Pflegestelle betreut werden, die ihr Physiotherapie ermöglicht.
Wer gibt ihr die Chance?
Die Hitzeperioden fordern Deutschland heraus: Wenn es immer früher im Jahr Temperaturen um und über 30 Grad gibt, muss es städtebaulich Veränderungen geben. In den versiegelten Städten staut sich die Wärme mit Folgen für Menschen, Tiere und Natur.
Kostenlose Wasserspender an vielen Plätzen in der Stadt, Schattenplätze, grüne Oasen, Dachbegrünungen und viele Aspekte sind Teil von Konzepten, die die Städte auch bei Hitze lebenswert machen sollen. Doch bis solche Konzepte umgesetzt werden, müssen wir in unserem eigenen Umfeld aktiv werden:
Wann immer es Ihnen möglich ist, stellen Sie Wasserschalen für Vögel und Wildtiere auf. Auch Straßenbäume sind auf zusätzliche Bewässerung angewiesen. Wenn jeder Bewohner sich einen Baum sucht, den er mit Wasser versorgt, erhalten wir die lebensspendenden grünen Adern unserer Städte.
Achten Sie bitte auch auf Hunde, die im Auto zurückgelassen wurden. Hier können Minuten tödlich sein und fordern jeden Sommer neue Opfer, wenn ihre Besitzer "nur mal kurz" etwas erledigen wollten! Gleiches gilt für Weidetiere, die keine/verschmutze oder defekte Wassertränken haben.
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