Die Aktuelle Ausgabe 2/2026
Informieren Sie sich, was der BVT für Tiere tut, für welche Ziele der Verband kämpft und wie Sie dabei aktiv mithelfen können.
...zählt für die Koalition nicht mehr.
Im Koalitionsvertrag war die finanzielle Unterstützung von Tierheimen festgehalten, die eine Antwort auf die zunehmenden Herausforderungen für die Tierheime sein sollte. Alois Rainer lehnte die vor der Wahl in Aussicht gestellten Investitionshilfen dann doch später ab, weil Kommunen und Länder zuständig seien müssten, wie er begründete.
Die Streichung der 1,5 Milliarden, die Landwirten den Umbau in artgerechte Ställe (insbesondere in der Schweinehaltung) ermöglichen sollten, wurde erst vor kurzem öffentlich und von mehreren Parteien sowie Tierschutzverbänden scharf kritisiert.
Weniger Geld für die geplanten Stallumbauprogramme, die Tieren ein artgerechteres Leben ermöglichen würden, Kürzungen im Bereich des Ökolandbaus und der Biodiversität - dafür weitere Zuschüsse für die eigenständige Sozialversicherung der Landwirte. Über 60% des Agraretats gehen bereits für die Sozialversicherung der Branche drauf, hinzu kommen Agrarsubventionen der EU und Vergünstigungen wie der Agrardiesel.
Ein weiteres zentrales Anliegen der Bundesregierung ist, Versuchstiere aus dem Schutz des Tierschutzgesetzes zu entnehmen und den Umgang mit ihnen in einem Tierversuchsgesetz zu regeln. Über 80.000 Menschen haben sich innerhalb weniger Wochen mittels Petition gegen das Vorhaben ausgesprochen und so erreicht, dass sich der Bundestag erneut mit dem öffentlich höchst umstrittenen Plan beschäftigen muss.
Dass für Versuchstiere ein eigenes Gesetz gelten soll, forciert die Tierversuchslobby, die sich vor allem schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren verspricht. Wenn für Versuchstiere die grundlegenden Schutzmaßnahmen, die im Tierschutzgesetz festgehalten sind, nicht mehr angewendet werden bräuchten, ist absehbar, dass die Tierversuche noch belastender, schmerzhafter und leidvoller sein werden als bisher. Die Tötung der sogenannten überzähligen Versuchstiere, heute noch strafbar nach dem Tierschutzgesetz, könnte - wirtschaftlich begründet - legalisiert werden.
In wenigen Tagen fährt eine BVT-Mitarbeiterin nach Sibiu in Rumänien. Dort sollen 100 Hunde kastriert werden, die zum Teil auf der Straße leben und auch von Privatbesitzern stammen, die sich die Kastration nicht leisten können.
Denn viele Rumänien lassen ihre Hunde frei herumlaufen, die sich dann mit Straßenhunden verpaaren und zum weiteren Anstieg der Population beitragen.
Die Organisation der groß angelegten Kastrationsaktion läuft über den Verein Animallife, der von Sibiu aus Tierschutzarbeitet leistet. Die Freie Tierhilfe e.V., einer unserer Mitgliedsvereine, unterstützt Animallife e.V. bereits seit Jahren und freut sich sehr über unsere Hilfestellung für die rumänischen Hunde.
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