Die Aktuelle Ausgabe 1/2026
Informieren Sie sich, was der BVT für Tiere tut, für welche Ziele der Verband kämpft und wie Sie dabei aktiv mithelfen können.
Milch – jeder Tropfen die Träne eines Kalbs
Der Verzicht auf Milchprodukte ist gelebter Tierschutz
Am 1. Juni wird der Internationale Tag der Milch begangen. Während die Milchindustrie mit diesem Tag die Verbraucher zu einem noch höheren Verbrauch animieren möchte, steht fest: Jeder Liter Milch, der getrunken, und jedes Milchprodukt, das verzehrt wird, stammt von einer Kuh.
Damit die Kuh Milch geben kann, muss sie trächtig sein. Nach der Geburt wird sie wieder künstlich besamt. Für ihren Nachwuchs ist die Milch nicht gedacht – der Mutter wird ihr Kalb nach jeder Geburt fortgenommen und mit einem Milchersatz gefüttert.
Der Trennungsschmerz ist gewaltig; wie jedes Muttertier trauert die Kuh um ihr Baby, das ihr entrissen wird. Weibliche Kälber werden als Milchkühe eingesetzt, für männliche Kälber gibt es kaum Bedarf. Auch sie setzen – vergleichbar mit den männlichen Küken der Legelinien – zu langsam Fleisch an, um für eine Aufzucht interessant zu sein.
Für Dienstag, den 23. Juni, lädt die Katholische Akademie (Freiburg) in Zusammenarbeit mit der Mesella-Stiftung für eine sozial-ökonomische Zukunft zu einer Podiumsdiskussion "Aufgabe und Herausforderungen von Zoos" ein.
Die Referenten sind
- Markus Wild, Professor für Theoretische Philosophie an der Uni Basel. Professor Wild forscht über Tierethik, Bewusstsein und Geschichte der Philosophie. Über die Verletzung der Tierwürde haben wir ein Interview für unser Magazin (3/2024) mit ihm geführt.
- und Dr. Severin Dreesen, seit 2020 Direktor des Zoo Zürich. Er galt bei seinem Amtsantritt mit 32 Jahren als einer der jüngsten Zoodirektoren Europas. Der Biologe promovierte in Zoologie an der Universität Oxford.
Aus dem Einladungstext: Der Artenschutz ist eine der zentralen Aufgaben moderner, wissenschaftlicher Zoos und Aquarien. Es handelt sich zweifellos um eine dringliche Aufgabe, denn das Artensterben gilt neben der Klimakrise als die größte Bedrohung für unseren Planeten und unser Leben. Einige Stimmen behaupten, dass wir uns aktuell im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit vor 65 Millionen Jahren befinden. Laut WWF sind ein Viertel der Säugetierarten, jede achte Vogelart und 40 Prozent der Amphibienarten bedroht. Können Zoos hier einen wichtigen Beitrag leisten?
Eine zweite Herausforderung besteht in der Zucht bedrohter Tiere. Dies hat zur Folge, dass mitunter auch Individuen einer bedrohten Tierart euthanasiert werden müssen. Was hat mehr Gewicht: das Leben einzelner Tiere oder die Erhaltung der Art?
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