Die Aktuelle Ausgabe 1/2026
Informieren Sie sich, was der BVT für Tiere tut, für welche Ziele der Verband kämpft und wie Sie dabei aktiv mithelfen können.
Das islamische Opferfest fällt in diesem Jahr auf den Zeitraum 26.-30. Mai. Traditionell werden Paarhufer geschlachtet, Schafe, Ziegen, Rinder, Kamele und Wasserbüffel. Die Tiere werden geschächtet, eine Schlachtungsmethode, die in Deutschland verboten ist.
Doch Ausnahmegenehmigungen für Religionsgruppen sind möglich und werden auch Jahr für Jahr zu den entsprechenden Festen beantragt. Neben den offziellen Genehmigungen, die den Religionsgruppen in Deutschland das betäubungslose Schlachten der Tiere mittels Kehlschnitt und nachfolgendem Ausbluten ermöglichen, gibt es immer wieder Berichte von illegal geschächteten Schafen und Ziegen auf Hinterhöfen, Balkonen und Wohnungen.
Wir lehnen das Schächten von Tieren als Tierquälerei ab und fordern schon lange, dass jegliche Ausnahmegenehmigungen gestrichen werden, die das geltende Schächtverbot in Deutschland faktisch aushebeln. Auch die Behörden sind aufgerufen, bei der Vergabe der Sondergenehmigungen restriktiver vorzugehen. Illegale Schächtungen müssen strenger geahndet werden, denn hinter jedem geopferten Tier steckt ein Lebewesen, das leiden musste.
Für Dienstag, den 23. Juni, lädt die Katholische Akademie (Freiburg) in Zusammenarbeit mit der Mesella-Stiftung für eine sozial-ökonomische Zukunft zu einer Podiumsdiskussion "Aufgabe und Herausforderungen von Zoos" ein.
Die Referenten sind
- Markus Wild, Professor für Theoretische Philosophie an der Uni Basel. Professor Wild forscht über Tierethik, Bewusstsein und Geschichte der Philosophie. Über die Verletzung der Tierwürde haben wir ein Interview für unser Magazin (3/2024) mit ihm geführt.
- und Dr. Severin Dreesen, seit 2020 Direktor des Zoo Zürich. Er galt bei seinem Amtsantritt mit 32 Jahren als einer der jüngsten Zoodirektoren Europas. Der Biologe promovierte in Zoologie an der Universität Oxford.
Aus dem Einladungstext: Der Artenschutz ist eine der zentralen Aufgaben moderner, wissenschaftlicher Zoos und Aquarien. Es handelt sich zweifellos um eine dringliche Aufgabe, denn das Artensterben gilt neben der Klimakrise als die größte Bedrohung für unseren Planeten und unser Leben. Einige Stimmen behaupten, dass wir uns aktuell im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit vor 65 Millionen Jahren befinden. Laut WWF sind ein Viertel der Säugetierarten, jede achte Vogelart und 40 Prozent der Amphibienarten bedroht. Können Zoos hier einen wichtigen Beitrag leisten?
Eine zweite Herausforderung besteht in der Zucht bedrohter Tiere. Dies hat zur Folge, dass mitunter auch Individuen einer bedrohten Tierart euthanasiert werden müssen. Was hat mehr Gewicht: das Leben einzelner Tiere oder die Erhaltung der Art?
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