Unsere Affen in Wesel - schon seit Mai 1999 bei uns

Seit dem 19. Mai 1999 finden die Affen im Weseler Tierheim Schutz und Fürsorge.

Zurzeit haben neun Tiere dort ihr Zuhause. Unsere Tierheimleiterin Ursula Alefs und ihr Mann haben die Rettung der Affen mit initiiert und sind Gründungsmitglieder des Vereins Primaten- undExotenschutz e.V., der eigens hierfür ins Leben gerufen wurde.

Wie erleben Sie den Alltag mit "Ihren" Affen, Frau Alefs?

Jeder Tag ist spannend. Die 8 Javaner-Affen leben in einem klar strukturierten Familienverband. Zwar wird alle paar Monate die Rangfolge wieder geklärt, doch kehrt danach sofort wieder Ruhe ein. Lange Zeit war Alonzo der Anführer. Er konnte sich immer wieder gegen den etwas jüngeren Timo behaupten. Seit einigen Monaten aber ist nun Timo Chef der Gruppe. Auch die Weibchen haben innerhalb der Gruppe ihren festen Platz.

Jimmy, unser Rotkopfmangabe ist ein Fundtier. Leider lässt er sich nicht in die Gruppe integrieren. Er erhält besondere Aufmerksamkeit durch uns.

Wie kamen die Affen ins Weseler Tierheim?

Die Javaner kommen von der ehemaligen Primatenstation Universität Gesamthochschule Kassel. Dort wurde ihr Verhalten untersucht. Als die Affenstation aufgelöst wurde, mussten rasch 176 Affen untergebracht werden. Die ehemalige Leiterin der Primatenstation, die Biologin Dr. Elke Harigel, bemühte sich nach Kräften die Tiere in Zoos oder Parks im In- und Ausland unterzubringen. Tierheime sind in der Regel meist schon mit einzelnen Affen überfordert. Für eine Gruppe von damals 13 Tieren aber fand sich kein Platz mehr - mit Ausnahme bei der Pharmaindustrie.

Elke Harigel und ich sowie ein paar weitere Tierfreunde gründeten schließlich den Verein für "Primaten und Exotenschutz" und nahmen die Tiere in unsere Obhut.

Auf dem Gelände des Bundesverbands Tierschutz im Tierheim Wesel entstand in kürzester Zeit ein Haus für die Affen mit Innen- und Außengehege. Alles in Eigenleistung mit Hilfe des Bundesverbandes Tierschutz e. V.(BVT) sowie von Freunden und Förderern.

Die Javaner hätte ohne unsere Hilfe ein Schicksal als Versuchstier im Labor eines Pharmaunternehmens erwartet.

Der Rotkopfmangabe Jimmy lief in der Nähe von Trier auf der Straße herum. Er wurde von der Polizei aufgegriffen und kam zu uns.

Wer sorgt für den Lebensunterhalt der Tiere?
Sämtliche anfallenden Kosten für Futter, Tierarzt oder Betreuung werden weitgehend durch unseren Verein getragen und durch unseren Einsatz. Im Rücken haben wir den BVT, der auch die laufenden - und leider immer weiter steigenden - Betriebskosten übernimmt. Über mehrere Jahre hinweg hat uns eine Futtermittelfirma Futter für die Affen gespendet. Dafür sind wir sehr dankbar. Doch leider konnte diese Unterstützung nicht weitergeführt werden. Über Futterspenden freuen wir uns somit.

Wie kann am helfen?
Vor allem mit Geld und natürlich durch eine Mitgliedschaft bei uns. Wir freuen uns über jeden neuen Mitstreiter!

Mit Sorge betrachten wir die gestiegenen Betriebskosten. Bei anfallenden Renovierungsarbeiten helfen uns ganz sicher auch Sachspenden und gespendete Dienstleistungen.

Ebenso können wir Futterspenden gebrauchen, besonders wenn diese regelmäßig erfolgen. Das erleichtert uns die Planung.

Es können auch Patenschaften für einzelne Affen übernommen werden. Der Pate erhält dafür eine Urkunde mit dem Bild "seines" Affen und kann seinen Schützling selbstverständlich besuchen und versuchen eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Für Affenfreunde ist das hochinteressant. Wo gibt es sonst diese Möglichkeit?

SpendenkontoTierheim Wesel
Verbands-Sparkasse Wesel
Kto. Nr.: 300 186
BLZ: 356 500 00


Wer mehr wissen will: Kontakt über den BVT, Frau Liesegang 02841-25244.