Kaunitzer Tiermarkt I

Nachdem Anfang Januar 2007 unser sehr aktiver Mitgliedsverein Arbeitskreis Tierschutz Gütersloh Strafanzeige gegen den Veranstal-ter des Kaunitzer Tiermarktes erstattet hatte, nahm sich der Bundesverband Tierschutz e.V. Mitte Januar diesen Vorstoß zum Vorbild und hat ebenfalls Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. 

 

 

Nicht in China, sondern auf dem Tiermarkt in Kaunitz.
(Fotos: BNA)

Trotz mehrfacher Beschwerden der Besucher haben sich die Verhältnisse auf dem regelmäßig stattfindenden Markt nur minimal geändert. Zwar werden die Tiere mittlerweile nicht mehr zwischen Trödel und Krimskrams ausgestellt und angeboten, an der eigentlichen Unterbringung der Tiere und ihrem Zustand hat sich aber nichts geändert.
Entgegen jeder Vorschrift zum Schutz von Tieren werden Vögel, Kleintiere, Nager, aber auch größere Tiere in viel zu engen Käfigen, Kisten oder sonstigen Behältnissen vorgeführt. Die Überbesetzung führt dazu, dass sich die Tiere nicht annähernd artgerecht bewegen können und es zu Rangkämpfen kommt, denen die schwächeren Tiere nicht ausweichen können, sodass schwere Verletzungen die Folge sind. Viele Tiere zeigen deutliche Stresssymptome.
Auch steht selten ausreichend Wasser oder Nahrung zur Verfügung.
Tierschützer, die den Markt besuchten und dabei genau unter die Lupe nahmen, konnten berichten, dass sie zwischen den verängstigten und gestressten Tieren sogar tote Tiere entdeckten, welche auch nach längerer Zeit nicht aus dem Käfig entfernt wurden.

Um weitere Tierqualen zu verhindern, muss dafür gesorgt werden, dass die dortigen Zustände drastisch verbessert und die Kontrollen verstärkt werden oder der Markt in Zukunft gar nicht mehr stattfinden darf.
Ein Schritt in diese Richtung ist die bei der Staatsanwaltschaft
Bielefeld eingereichte Strafanzeige des BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V.

 

 

 

Angebotskäfig für verschiedene Sitticharten, eine Schande für den Tierschutz.