Aktiv

Wir helfen Tieren da, wo sie uns brauchen. Das kann auf die unterschiedlichste Art und Weise sein. Wir helfen einzelnen Tieren durch die direkte Versorgung im Tierheim, wir erstatten Anzeigen in tierschutzrelevanten Fällen, wir verhandeln mit "Gegnern", wir suchen Verbündete, wir bedrängen die Politik, wir sind Meinungsbildner, wir wirken mit bei der Gesetzgebung.



Erstes Tierschutz-Festival in der Kulturbrauerei

Initiatoren freuen sich über Erfolg

24. April 2016. Das erste Tierschutz-Festival im Szeneviertel Prenzlauer Berg in Berlin war ein voller Erfolg. Am 23. April hatten das Bündnis Tierschutzpolitik, bei dem der BVT Mitglied ist, und der Deutsche Tierschutzbund zu dem Großereignis anlässlich in der Kulturbrauerei geladen. Anlass war der Internationale Tag des Versuchtieres.
Prominent besetzte Talkrunden, u.a. mit dem Tierschutzbeauftragten Berlins, Professor Horst Spielmann, und einigen tierschutzpolitischen Sprechern der Berliner Abgeordnetenfraktionen zu diversen Tierschutzthemen bildeten den Rahmen der  Veranstaltung.


Teesy, Balbina, Berge und Okan Frei wechselten sich auf der Bühne ab und heizten die optimale Stimmung weiter an. An den Ständen, die vegane und vegetarische Leckerbissen für Mensch und Hund anboten, bildeten sich Schlangen, aber auch die Infostände der Tierschutzorganisationen erfreuten sich reger Nachfrage.
Der BVT hatte Unterschriftenlisten zu seiner aktuellen Kampagne "Der Ringelschwanz gehört mir!" ausgelegt, die sich Seite um Seite mit Unterstützern füllten. Eine junge Studentin brachte es auf den Punkt: "Wenn so mit Tieren umgegangen wird, damit wir sie essen können - essen und nutzen wir eben kein tierisches Produkt mehr."

Forschung ohne Tierversuche – verliert Deutschland den Anschluss?

Zum Weltaktionstag gegen Tierversuche

von links: Podiumsdiskussion mit Wissenschaftsjournalist Andre' Tonn (rbb Inforadio), Prof. Lauster (TU Berlin), Dr. Landsiedel (BASF), Dr. Daneshian (Uni Konstanz)

Das Bündnis Tierschutzpolitik hat gestern, 21. April 2016, in der Urania eine Podiumsdiskussion zu Tierversuchen veranstaltet. Der Wissenschaftsjournalist Andre' Tonn (rbb Inforadio Berlin) moderierte den Abend und führte durch die anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Robert Landsiedel, Prof. Roland Lauster und Dr. Mardas Daneshian. Hintergrund der Veranstaltung ist der Internationale Tag des Versuchstieres, der jährlich am 24. April begangen wird.
Die von Brigitte Jenner, Vorstand im Tierschutzverein Berlin, eröffnete Veranstaltung war sehr gut besucht. Prof. Spielmann, der Tierschutzbeauftragte von Berlin, nahm als einer der ersten Stellung zu den Vorträgen der Wissenschaftler und entfachte eine rege Podiumsdiskussion.  
Der BVT war im Vorraum mit einem Infostand vertreten, den Ehrenamtliche des Verbandes ausgerichtet hatten. Vielen Dank für die Unterstützung.  

 

Zu den Podiumsteilnehmern:

 

Präsentation:
Toxikologische Prüfung von Chemikalien ohne Tierversuche – Erfolge, Hürden und Chancen
Dr. Robert Landsiedel – Leiter der Einheit Toxikologische Kurzzeit-Prüfungen bei der BASF SE in Ludwigshafen; seine Einheit führt regulatorische Toxizitätsprüfungen durch und forscht an der Entwicklung neuer Alternativmethoden. Dafür erhielt er 2013 den Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

Präsentation:
Multi-Organ-Bioreaktor im Chipformat – ersetzt Tierversuche!
Prof. Dr. Roland Lauster – Leiter des Fachgebiets Medizinische Biotechnologie der Technischen Universität Berlin. Langfristig werden mit diesem Chip alle menschlichen Daten zur Aufnahme und Verteilung von Substanzen im Körper, ihrem biochemischen Um- und Abbau, ihrer Ausscheidung und mögliche schädliche Auswirkungen erfasst.

 

Faktencheck:
Vergleiche der Förderungen von Alternativen in Deutschland – Europa – USA
Dr. rer. nat. Mardas Daneshian – Akademischer Angestellter an der Universität Konstanz, Fachbereich Biologie, Koordinator und Geschäftsleiter des „Center for Alternatives to Animal Testing-Europe“ Berater des EU Parlaments im Rahmen des STOA-Programms für „Life Sciences and Human Well-Being“.

 

"Wir haben es satt!" - Demonstration am 16.01.2016 in Berlin

Weitere Bilder zur Demo können Sie hier sehen.

Rund 2500 Menschen gingen in Berlin gegen Tierversuche auf die Straße!

Bündnis Tierschutzpolitik Berlin zieht positive Bilanz

 

Rund 2.500 Menschen zogen heute unter dem Motto: „Forschung ja – Tierversuche nein!“für den Tierschutz durch Berlin

 

Berlin, 25. April 2015 – An der Großdemonstration unter dem Motto „Forschung ja – Tierversuche nein!“ nahmen heute rund 2.500 Menschen teil. Sie protestierten gegen Tierversuche in der Forschung und für die stärkere Förderung von Ersatzmethoden. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund.

Die Demonstration startete pünktlich um 12 Uhr am Breitscheidplatz und zog friedlich über den Kurfürstendamm.

Auf der Abschlusskundgebung richtete Tierschutzbundpräsident Thomas Schröder deutliche Worte an Politik, Industrie und Forschung: „Die Bundesregierung muss einen Maßnahmenplan vorlegen, mit konkreten Zeitplänen, wie und wann man aus Tierversuchen auszusteigen gedenkt. Die Fördermittel für die Erforschung und Entwicklung von Ersatzmethoden zu Tierversuchen müssen massiv aufgestockt werden. Das Tierschutzgesetz muss geändert werden. Wir brauchen auch im Gesetz den Paradigmenwechsel: Vorfahrt für Ersatzmethoden“, forderte Schröder.

Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des Bundesverbandes Tierschutz verwies in seiner Rede auf die Chancen, die in den Alternativmethoden liegen. „ Es gibt viele hoffnungsvolle Ansätze im Invitro-Bereich, wie zum Beispiel die Forschung an Zellkulturen oder auch die modernen Computersimulationen. Diese Methoden  müssen verfeinert werden,  hier muss der Forschungsschwerpunkt liegen. Dringend muss die bereits verloren gegangene Zeit aufgeholt werden.  Es täte dem Forschungsstandort Deutschland gut, bei den Alternativmethoden eine Führungsrolle einzunehmen“, so seine mahnenden Worte.

Der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin, Wolfgang Apel, richtete mahnende Worte an die Berliner Koalition: „Laut Koalitionsvereinbarung sollen Alternativmethoden stärker gefördert und Tierversuche reduziert werden. Stattdessen werden neue Tierversuchslabors in Berlin gebaut, durch die Tierversuche in den kommenden Jahren steigen werden. Das ist ein Skandal, und wir werden nicht aufhören, die Einlösung dieses Koalitionsversprechens zu fordern.“

 

Redner auf der Bühne:
Wolfgang Apel - Präsident des Tierschutzvereins von Berlin
Thomas Schröder - Präsident des Deutschen Tierschutzbundes
Dr. Gies - 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Tierschutz
Claudia Hämmerling - Abgeordnete der Grünen
Simon Kowalewski - Abgeordneter der Piraten
Moderation Ines Krüger - 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins für Berlin

 

Für Unterhaltung sorgte die Band Evelyn Kryger -
für das leibliche Wohl stand ein veganer food-truck zur Verfügung -
und Infostände informerten über verschiedene Tierschutzthemen.

Anlässlich des Weltaktionstages gegen Tierversuche nahmen im gesamten Bundesgebiet mehrere 10.000 Menschen an Aktionen gegen Tierversuche teil.

 

Fotos von der Demo "Forschung ja - Tierversuche nein!" am 25.04.15 in Berlin

 

Alle Fotos der Demo haben wir hier veröffentlicht.

51.517 Unterschriften gegen Neubau des Tierversuchslabors

Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin hat am 24. April 2015 gemeinsam mit den Ärzten gegen Tierversuche vor dem Roten Rathaus insgesamt 51.517Unterschriften gegen den Neubau der Tierversuchsanlage des Max-Delbrück-Centrums (MDC) übergeben. Referent Thomas Ortmann nahm die großen Listenpakete für den Regierenden Bürgermeister entgegen.

Bereits vor einem Jahr wurden 54.697 Unterschriften überreicht, so dass die Vereine insgesamt über 100.000 Unterschriften gegen das Neubauvorhaben vorlegen können. "Diese stolze Zahl zeigt, dass eine breite Mehrheit in der Bevölkerung weitere Investitionen in Tierversuche ablehnt", betont Ines Krüger, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Im Neubau am Max-Delbrück-Centrum soll eine der größten Tierversuchsanlagen Deutschlands entstehen. Rund 24 Millionen Euro öffentlicher Gelder werden in den Neubau gesteckt. Lt. Meldungen des MDC wird durch das neue Versuchslabor die Tierhaltungskapazität z. B. von Mäusen um 14 Prozent bis zum Jahr 2020 steigen. Das steht im klaren Widerspruch zu den Aussagen des Koalitionsvertrages: "Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt versuchsfreie Forschungsmethoden fördern".

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche - Podiumspräsentation und -diskussion

Zum vierten Mal in Folge fand am 24. April – dem Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche - in der Urania Berlin unsere Veranstaltung über Ersatzmethoden zu Tierversuchen statt.

 

Wieder war der Saal mit gezählten 200 Teilnehmern voll besetzt. Ein Zeichen, wie groß das Interesse der Öffentlichkeit ist, Einblicke und Ausblicke in eine Forschung ohne Tierversuche zu erhalten. Deshalb verkündete die Sprecherin des Bündnisses Brigitte Jenner schon in ihrer Begrüßung, dass das Bündnis hier in der Urania zum „Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche“ 2016 erneut eine Veranstaltung zum Thema „Forschung ja – Tierversuche nein“ durchführen wird.

Weiterlesen können Sie hier.

Forschung ja – Tierversuche nein!

Berlin, 24. April 2015: Anlässlich des internationalen Tages zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April mahnt der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. ein Umdenken bei der Forschungsförderung an. Knapp drei Millionen Tiere wurden allein 2013 zu Tierversuchen eingesetzt. Nicht berücksichtigt sind hierbei alle jene Tiere, die der Vorratshaltung dienen und gleichfalls getötet werden, sollten sie nicht abgerufen werden. Diese Anzahl dieser Tiere wird nicht erfasst, Schätzungen gehen aber von mehreren Millionen aus.

 

Tierversuche sind mit unendlichem Leid für Tiere verbunden, die Ergebnisse sind aber nur eingeschränkt auf den Menschen übertragbar. Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ fordert daher die Bundesregierung auf, statt in immer neue Tierversuchsvorhaben zu investieren, nur noch Alternativmethoden zu fördern. „Anstatt an Tierversuchen festzuhalten und Unsummen zur Finanzierung grausamer Tierversuche im Bereich von Biomedizin oder Gentechnologie auszugeben, sollte die Bundesregierung die Weltspitze bei tierversuchsfreien Untersuchungsmethoden anstreben. Dies würde dem Wirtschaftsstandort Deutschland, der nicht zuletzt dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet ist, besser zu Gesicht stehen, als weiterhin fragwürdige und ethisch nicht vertretbare Tierversuche zu fördern“, meint Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ:.


Zur Unterstützung dieser Forderung demonstriert der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ gemeinsam mit dem Tierschutzverein für Berlin und dem Deutschen Tierschutzbund am 25. April in Berlin  für die Abschaffung aller Tierversuche und für eine moderne tierversuchsfreie Forschung. Tausende Tierfreunde hatten sich bereits in den letzten Jahren an der Demo beteiligt, um auf das Leiden und Sterben von Tieren für Tierversuche und die fehlenden Gegenmaßnahmen aufmerksam zu machen. Alle Tierfreunde sind aufgerufen, nach Berlin zu kommen und gemeinsam den Tieren eine Stimme zu geben.

Forschung ohne Tierversuche - ein ethisches Gebot!

Podiumsgespräch

Prof. Dr. Christian Pestalozza, FB Rechtswissenschaften, FU Berlin
Menschennützige Versuche am Tier - im Widerstreit von Wissenschaft, Recht und Ethik

 

Urania Berlin, 24.04.2015, 19.30 Uhr, freier Eintritt

Weitere Infos hier.

 

gefolgt von der Demo dazu am nächsten Tag.

 

 

 

 

Alle Infos dazu finden Sie hier

und hier können Sie kostenlos

Infomaterial zur Demo bestellen.

Diskussion über tierschutzpolitische Themen

Lebhafte Diskussion um tierschutzpolitische Themen

Im März lud das Bündnis Tierschutzpolitik die tierschutzpolitischen Sprecher aller Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses, die Amtsveterinäre der Bezirke, die Vertreter der Tierärztekammer, die Polizei und Feuerwehr, den Landestierschutzbeauftragten und einzelne Personen, die bedeutend für den Tierschutz sind, zu einem Frühjahrsempfang ein.

 

 

Das Treffen begann mit dem Rundgang durch das Tierheim.

Wolfgang Apel – Präsident des Tierschutzvereins für Berlin kam nach seiner Begrüßung gleich auf den Schwerpunkt des Treffens – die Gesamtsituation, einschließlich der Finanzierungsprobleme des Tierheim Berlins. Er forderte dringend mehr Gelder für die Tiersammelstelle, da die Kosten für den Tierschutzverein nicht mehr tragbar sind.

Darüber hinaus wurden folgende Themen vorgetragen und einzeln diskutiert:

·         der Bello Dialog

·         die Situation der Tierheimhunde,

·         die Katzenschutzverordnung,

·         die Situation der Zirkustiere,

·         der Stand der Verbandsklage,

·         das Max-Delbrück-Centrum (MDC) einschließlich der Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch  

 

Themen, die schon im vorigen Jahr beim Neujahrsempfang formuliert und diskutiert wurden und bis heute unbefriedigend von der Politik angegangen wurden.  Hier wurde nochmals der Appell an die Verantwortlichen gerichtet, die Probleme anzugehen.

50.000 Menschen fordern den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ geht gemeinsam mit Bauern, Tier- Umwelt- und Naturschutzverbänden auf die Straße

Berlin, 18.01.2015 | Am Samstag, den 17. Januar gingen in Berlin zum fünften Mal Tier- und Naturschutzorganisationen, Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis forderte von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug von 50.000 DemonstrantInnen an. Damit ist die Anzahl der Teilnehmer/innen an dieser Demo nochmals erneut gewachsen.
Die bunte Vielfalt der Teilnehmer spiegelte sich auch im Erscheinungsbild wieder.  Ein buntes Fahnenmeer beherrschte den Potsdamer Platz in Berlin, der Ort der Auftaktkundgebung.
Von dort formierte sich ein kilometerlanger Demonstrationszug durch die Berliner Innenstadt.
Friedlich, aber lautstark skandierten die Demonstranten ihre Forderungen: Neben TTIP war eines der  zentralen Forderungen an die Bundesregierung, die Agrarpolitik grundlegend zu ändern. So habe die Agrarpolitik der Bundesregierung dazu beigetragen, dass beispielsweise seit dem Jahr 2000 mehr als Dreiviertel der SchweinehalterInnen aufgegeben haben, während Fleischkonzerne zunehmend die Tierhaltung übernähmen. Trotz eines Selbstversorgungsgrades mit Fleisch von 120 % würden weiter Mega-Ställe in Deutschland genehmigt, mit allen Tier-und Umweltschutzproblemen, die damit verbunden sind.
„Die Landwirtschaft in Deutschland braucht eine Zukunft jenseits von Tierfabriken und Mega-Schlachthöfen. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, zementiert sich eine agrarindustrielle Struktur, die nicht mehr veränderbar ist“, so die Meinung der Teilnehmer.
Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ nahm, wie auch in den Jahren zuvor, an dem Demonstrationszug teil und machte deutlich, dass es ein weiter wie bisher in der Agrarpolitik nicht geben dürfe. Massentierhaltung führt in die Sackgasse, sie verantwortlich für millionenfaches Tierleid, schädigt die Umwelt und setzt durch die Gesundheit der Menschen durch den hohen Antibiotikaeinsatz in der Tiermast und den damit verbundenen Resistenzen aufs Spiel.

AUFRUF zur fünften "Wir haben es satt!"-Demonstration in Berlin, 17. Januar 2015

Am 17. Januar 2015 findet in Berlin wieder die Großdemonstration „Wir haben es satt“ statt. Auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ wird sich wie in den Jahren zuvor an dem Demonstrationszug beteiligen. Treffpunkt ist 11.30 Uhr auf dem Potsdamer Platz unter der „Historischen Ampel“. Bitte kommt zahlreich und bringt Banner und Transparente mit.
Zum Hintergrund:
Weiterhin ist die Agrarindustrie auf dem Vormarsch: Wenige globale Großkonzerne untergraben die Saatgut-Vielfalt und fördern die Gentechnik auf dem Acker. Investoren bauen immer neue industrielle Megaställe, in denen Tiere unter qualvollen Bedingungen leiden. Die Mächtigen dieser Welt planen auf dem G7-Gipfel und durch die Freihandelsabkommen TTIP und CETA die globale Industrialisierung der Landwirtschaft. Die Folgen sind allgegenwärtig: Immer mehr Bäuerinnen und Bauern müssen, hier und in den Ländern des Südens, ihre Höfe aufgeben. Billigfleisch überschwemmt die Märkte. Der Anbau von Monokulturen verdrängt den Regenwald. Ackerland wird zum Spekulationsobjekt. Und: Der weltweite Hunger ist nach wie vor Fakt.
Wir können es besser!
Eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft verdient unseren Respekt und unsere Wertschätzung, sie ist ein wichtiger Beitrag zur Ernährungssouveränität. Sie muss und kann die Welt ernähren. Dazu brauchen wir kostendeckende Preise für Bäuerinnen und Bauern, die respektvoll mit Tier und Umwelt umgehen. Wir fordern regionale Erzeugung statt steigender Weltmarktorientierung für Nahrungsmittel. Und wir wollen Politikerinnen und Politiker, die endlich im Sinne der Menschen handeln anstatt die Interessen weniger multinationaler Konzerne zu vertreten.
 Widerstand zeigt Wirkung!
Wir haben schon viel erreicht: Überall in Deutschland verhindern Bürgerinitiativen neue Megaställe und fordern bäuerliche Strukturen in der Tierhaltung. Gentechnik-Mais darf in Deutschland nicht mehr angebaut werden und unser Protest lässt TTIP und CETA wanken. Kurz: Für Veränderungen braucht es den Druck der Straße. Deswegen demonstrieren wir am 17. Januar 2015 in Berlin erneut für eine grundlegende Agrarwende – bundesweit und global. Sei dabei!


17. Januar 2015
12:00 Uhr: Auftaktkundgebung, Ort: Potsdamer Platz
12:30 Uhr: Demo zum Kanzleramt

Volksinitiative „Stoppt Massentierhaltung“ erläutert Forderungen im Brandenburger Ausschuss für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft

Potsdam 15. Januar 2015: Mit einer bunten Traktor-Aktion haben heute die Mitglieder des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg, zum dem auch der Bundesverband Tierschutz gehört, die öffentliche Sitzung des parlamentarischen Ausschusses für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft eingeläutet.
Nach der erfolgreichen Unterschriftensammlung für die Volksinitiative Brandenburg “Stoppt Massentierhaltung” legten die Initiatoren am Mittwoch den 14. Januar 2015 dem parlamentarischen Ausschuss für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft konkrete Forderungen vor. Brandenburg soll nur noch artgerechte Tierhaltung fördern und das Abschneiden von Schnäbeln und Schwänzen in der Tierhaltung verbieten. Ein Verbandsklagerecht und die Stelle eines Tierschutzbeauftragten sollen den Tierschutz wirksam umsetzen. Zudem soll über Bundesratsinitiativen der Antibiotikaeinsatz stark eingeschränkt und Immissionsschutzgrenzwerte verschärft werden.

Runder Tisch mit Minister Christian Schmidt

Am 21. Oktober 2014 lud Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die führenden Tierschutzverbände zu einem Gespräch in das Ministerium ein. Jeder Verband hatte die Möglichkeit, seine primären Anliegen in einem kurzen Statement vorzubringen. Das Interesse des Ministers galt aber auch der Bewertung der Verbände bezüglich der Initiative “Neue Wege für mehr Tierwohl“, die das Ministerium Ende September der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Im Rahmen eines 10 Punkte-Programms sollen die Lebensbedingungen der landwirtschaftlichen Tiere, aber auch die der Versuchs- und Heimtiere deutlich verbessert werden.
Der Vorsitzende des Bundesverbandes Tierschutz, Dr. Gies, begrüßte in seinem Statement die Aktivitäten des Ministeriums, machte aber auch deutlich, dass die bisherigen Erfahrungen mit freiwilligen Vereinbarungen mit der Wirtschaft, wie sie die Initiative für mehr Tierwohl vorgesehen sind, bisher nur bedingt erfolgreich gewesen sind. Darüber hinaus forderte er eine Überarbeitung der Tierschutzschlachtverordnung dahingehend, dass die Betäubungsmethoden, insbesondere die CO2 Betäubung, einer kritischen Überprüfung unterzogen werden sollte und Forschungsvorhaben zu anderen, tierschonenderen Verfahren, unterstützt und bei erlangter Praxisreife in den Schlachthöfen etabliert werden müssten. Angesprochen wurden auch die oft fehlende Sachkunde der „Kopfschlächter“ und die zu geringen Strafbewährungen bei Missachtung der Rechtsvorschriften. Hier sieht der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ dringenden Handlungsbedarf. Angesprochen wurde auch die Thematik des Schächtens. Da die meisten Religionsgelehrten eine Kurzzeitbetäubung vor dem Schächtschnitt als religionskonform bewerten, sollte die Kurzzeitbetäubung rechtsverbindlich vorgeschrieben werden. Zudem stehen die Mengen des angebotenen “halal“ Fleischs im Widerspruch mit den in Deutschland erteilten Schächtgenehmigungen. Große Mengen halal-Fleisch müsste demnach aus anderen Ländern eingeführt werden. Eine Deklarationspflicht könnte hier Klarheit schaffen.
Der Minister zeigte sich an den Ausführungen sehr interessiert. Er sagte zu, den Informationsaustausch durch weitere Treffen mit den Verbänden aufrecht zu erhalten und zu intensivieren.

Beitritt - Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg

Im Oktober sind wir dem Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg beigetreten.

Bereits am 31. August hatten wir an der großen Demo – Wir haben es satt – teilgenommen. 3.000 Teilnehmer demonstrierten gegen die Agrarindustrie.
Die Teilnehmerzahlen gaben den Organisatoren recht: 3.000 Demonstranten forderten bei Potsdams erster „Wir haben es satt! Massentierhaltung abwählen!“-Demonstration geschlossen die Abkehr von der Agrarindustrie hin zu einer bäuerlichen, tier-, natur- und umweltgerechteren Landwirtschaft.
Vom Startpunkt, dem Potsdamer Hauptbahnhof, zogen die Demonstrierenden hinter einem Traktorkonvoi lautstark durch das Zentrum von Brandenburgs Landeshauptstadt auf den Luisenplatz zur Abschlusskundgebung. Für FÖL-Chef und Bündnis-Sprecher Michael Wimmer war die Demo ein probates Druckmittel kurz vor der Landtagswahl: „Vor dem Gang an die Wahlurnen wollen bzw. sollen die Bürger wissen, wie ihre Volksvertreter zu einer umwelt- und artgerechten Landwirtschaft stehen. Daher konfrontierten wir in unserer Talkrunde die agrarpolitischen Sprecher der im Brandenburger Landtag vertretenen Parteien –mit unseren Zukunftsvisionen und ließen sie ihr jeweiliges Verständnis einer zukunftsfähigen Landwirtschaft erläutern.“
Wir wollen mit unserem Beitritt das Agrarbündnis unterstützen und sprechen alle kritischen Bürger an, die sich mit der industriellen Entwicklung in der Landwirtschaft nicht mehr einverstanden erklären und mit uns für eine umweltschonende, tierfreundliche und kleinbäuerliche Landwirtschaft eintreten.

7. Berliner Tierschutztag – Bundesverband Tierschutz mit dabei

Am Samstag, dem 4. Oktober 2014, fand der 7. Berliner Tierschutztag auf Einladung des Bezirks Lichtenberg auf dem „Grünen Campus Malchow“ im Bezirk Lichtenberg statt. Wie in den Jahren zuvor wurden vom Berliner Senat, vertreten durch die Staatssekretärin für Verbraucherschutz, Sabine Toepfer-Kataw, die diesjährigen Tierschutzpreise verliehen. Die Preise erhielten folgende Personen und Einrichtungen:
der Berliner Tierschutzpreis 2014 ging an die „AG Berliner Stadttauben“, vertreten durch Doris Buchholz und Ursula Eckert – sowie an den „Stadtvogel e.V.“, vertreten durch Doreen Rothe und Ines Steinkamp.
Den Jugend-Tierschutzpreis 2014 erhielt das Projekt TIKA “Tierschutz in der Kindertagesstätte”, vertreten durch Dr. med. vet. Friederike Thullner.
Mit dem Ehrenpreis 2014 wurde der „Vogelgnadenhof und Altenheim für Tiere e.V.“ vertreten durch Dirk Bufé und Hartmut Genter, ausgezeichnet.
Die Auszeichnungen waren eingebettet in ein interessantes und gleichsam spannendes Rahmenprogramm. Besonderes Interesse fand der Vortrag des neuen Direktors des Tierparks und des Zoos, Dr. Andreas Knieriem, der das Zukunftskonzept für Zoo und Tierpark unter dem Aspekt des Tierschutzes vorstellte. Die notwendigen Veränderungen in beiden Einrichtungen waren auch Thema der abschließenden Podiumsdiskussion zwischen den tierschutzpolitischen Sprechern der Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus und dem Zoodirektor.
Mit zahlreichen Informationsständen machten die in Berlin ansässigen Tierschutzorganisationen und –initiativen auf ihre Arbeit aufmerksam. Unter ihnen auch der Bundesverband Tierschutz.
Von allen Teilnehmern wurde die Veranstaltung als sehr interessant und informativ empfunden. Unser Dank gilt dem Tierschutzbeauftragten von Berlin, Herrn Prof. Dr. Spielmann und seiner Mitarbeiterin Frau Salzmann, die mit sehr viel Mühe den Tierschutztag vorbereitet haben und entscheidend zum Gelingen des Berliner Tierschutztages beigetragen haben.

Bundesverband Tierschutz e.V. demonstriert in Potsdam gegen die Agrarindustrie und Massentierhaltung - 31.08.2014

Die Teilnehmerzahlen gaben den Organisatoren recht: 3.000 Demonstranten forderten bei Potsdams erster „Wir haben es satt! Massentierhaltung abwählen!“-Demonstration geschlossen die Abkehr von der Agrarindustrie hin zu einer bäuerlichen, tier-, natur- und umweltgerechteren Landwirtschaft.
Vom Startpunkt, dem Potsdamer Hauptbahnhof, zogen die Demonstrierenden hinter einem Traktorkonvoi lautstark durch das Zentrum von Brandenburgs Landeshauptstadt auf den Luisenplatz zur Abschlusskundgebung. Für FÖL-Chef und Bündnis-Sprecher Michael Wimmer war die Demo ein probates Druckmittel kurz vor der Landtagswahl: „Vor dem Gang an die Wahlurnen wollen bzw. sollen die Bürger wissen, wie ihre Volksvertreter zu einer umwelt- und artgerechten Landwirtschaft stehen.

 

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Demonstration gegen die Schweinemastanlage in Haßleben – Bundesverband Tierschutz mit dabei!

29.06.2014: Ein breites Aktionsbündnis aus Tier- und Umweltschützern, unter ihnen auch der Bundesverband Tierschutz, demonstrierte am Sonntag, den 29. Juni, gegen die Schweinemastanlage in Haßleben, die zu einem Symbol einer verfehlten Agrarpolitik geworden ist. Auf der Kundgebung direkt vor dem Mastbetrieb nahmen die Demonstranten auch die Landes- und Bundesregierung in die Verantwortung, für die Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft schuldig zu sein. Es darf nicht sein, dass durch eine weitere Konzentration der Tierhaltungsanlagen mit Tausenden von Mastplätzen die bäuerliche Landwirtschaft verdrängt wird, und Großinvestoren gemeinsam mit Handelskonzernen das Fleisch zu Dumpingpreisen auf den Markt werfen. Tiere haben einen Wert, den es zur respektieren gilt. Der Bundesverband fordert ein radikales Umsteuern in der Agrarpolitik. Wir brauchen eine tiergerechte, umweltschonende Landwirtschaft und keine Megamastanlagen!

Zum Hintergrund:

Im Jahr 1975 wurde im uckermärkischen Haßleben eine Schweinemastanlage für 140 000 Schweine gebaut. Bis zu ihrer Schließung 1991 war sie zeitweise sogar mit bis zu 160 000 Tiere belegt.

Der niederländische Investor Harry van Gennip möchte sie nun wieder in Betrieb nehmen. Geplant sind Mastplätze für 37 000 Schweine, die Landesregierung Brandenburg hat sie im Juni 2013 genehmigt. Derzeit laufen Widerspruchsverfahren, die von verschiedenen Verbänden eingereicht wurden. Sollte der Widerspruch abgelehnt werden, folgt ein Klageverfahren. Bis dieses Verfahren abgeschlossen ist, darf nicht mit dem Bau begonnen werden. Einen Eilantrag auf sofortigen Baubeginn hatte der Betreiber van Gennip im Dezember 2013 zurückgezogen.

Stoppt das Töten von Straßenhunden in Rumänien

 

Berlin, 17.05.2014: Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Menschen für Europas Streuner“, weiteren Tierschutzorganisationen und aktiven Tierschützern protestierte der BUNDESVERBAND TIERCHUTZ e.V. (BVT) zum zweiten mal in diesem Jahr gegen das barbarische Töten von Straßenhunden in Rumänien. Als Mitgliedsland der EU ist auch Rumänien aufgefordert, sich an geltendes Tierschutzrecht zu halten und statt die Straßenhunde zu töten, Kastrationsaktion durchzuführen, um einer weiteren Vermehrung der Hunde entgegen zu wirken. weiterlesen

An der Großdemonstration unter dem Motto „Forschung ja – Tierversuche nein!“ nahmen am 26. April rund 2.500 Menschen teil. Sie protestierten gegen Tierversuche in der Forschung und für die stärkere Förderung von Ersatzmethoden. Aufgerufen hierzu hatte das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund.
Im gesamten Bundesgebiet haben anlässlich des Weltaktionstages gegen Tierversuche mehrere 10.000 Menschen an Aktionen gegen Tierversuche teilgenommen.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern, insbesondere auch den zahlreichen Ehrenamtlichen, die uns an diesem Tag tatkräftig unterstützt haben

Abschlußrede des BVT e.V. Vorsitzenden Herrn Gies zur Demo am 26.04.2014 in Berlin.
Rede Gies Tierversuche.pdf
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Bitte unterstützen Sie hier die entsprechende Petition
"Die letzte Instanz im Tierschutzrecht "

Forschung der Zukunft - immer näher am Menschen!

Unter diesem Motto veranstaltete das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin am 24. April, dem internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche, eine Informationsveranstaltung in der Urania in Berlin zu den Themenkomplexen:

1.  Die Zeit ist reif für eine Forschung ohne Tierversuche!
2.  Aus- und Einblicke in eine Forschung ohne Tierversuche!   
3.  Forschung der Zukunft - immer näher am Menschen!

 

 

Hierfür war es der Sprecherin des Bündnisses, Brigitte Jenner, gelungen, drei hervorragende und kompetente Referenten für die Veranstaltung zu gewinnen, die in interessanten Vorträgen die Zuhörer für ihre Themen zu begeistern wussten.
Frau Prof. Dr. Monika Schäfer-Korting berichtete über den Zusammenschluss verschiedener Forschungseinrichtungen im Rahmen des 2014 gegründeten Graduiertenkollegs mit den Schwerpunkten „Recht – Ethik – Forschung“. Studenten und Doktoranten werden in Hinsicht auf die 3Rs (refine, reduce, replace) ausgebildet. Professuren werden für alle drei Bereiche der 3Rs bereitgestellt. Hier findet in Deutschland die erste universitäre Ausbildung in Alternativen zu Tierversuchen statt.
Dr. Andreas Hocke ist Leiter der Arbeitsgruppe  „Infektiologie und Pneumologie der Charité - Universitätsmedizin Berlin“ und  arbeitet an einem humanen Lungeninfektionsmodell. Seiner Arbeitsgruppe ist es ein besonderes Anliegen, neue Infektionsmodelle zu entwickeln, die gerade nicht das lebende Tier zum Gegenstand haben. Aus diesem Grund hat die Gruppe ein Infektionsmodell an humanem Lungengewebe etabliert, welches frische Patientenproben aus OP-Resektaten verwendet. An diesem Gewebe werden Infektionen mit Influenza Viren, Pneumokokken und Legionellen durchgeführt und analysiert.  
Das Modell wurde im Jahr 2011 mit dem ersten Tierschutzforschungspreis des Landes Berlin ausgezeichnet.
Dr. Uwe Marx ist Leiter des "Multi-Organ-Chip"-Programmes am Institut für Medizinische Biotechnologie der TU Berlin in Zusammenarbeit mit seiner Firma TissUse. Dem interessierten Publikum stellte Dr. Marx seinen Organ-Chip nicht nur auf der Bühne vor, sondern jeder konnte ihn nach der Veranstaltung „anfassen“. Unfassbar, wie ein so kleiner Chip, wenn er fertig entwickelt ist, den ganzen menschlichen Körper mit seinen Organen funktionstüchtig darstellen kann. Locker erzählte Dr. Marx, wie es funktioniert. „Zum Trinken kommt hier etwas Flüssigkeit hinein – und unten, wenn sie Niere und Leber durchflossen hat – wieder als Urin heraus.
Die Veranstaltung war wie die drei vorjährigen Veranstaltungen sehr gut besucht und fand auch bei den Teilnehmern Anerkennung.

Übergabe von 38 000 Unterschriften gegen das Max-Delbrück-Centrum (MDC) ist nur ein erster Schritt!

Berlin, 24. März 2014 -  „Die von den Ärzten gegen Tierversuche und den Tierversuchsgegnern Berlin und Brandenburg am 26.03.2014 im Roten Rathaus Berlin überreichten 38 000 Unterschriften gegen den Neubau eines Tierlabors des Max-Delbrück-Centrums spiegeln nur einen Teil des Stimmungsbildes in der Bevölkerung gegen das Vorhaben wieder - die Ablehnung ist viel höher“, so Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins von  Berlin. Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin hat durch seine starken Mitgliedsvereine – den Tierschutzverein für Berlin und den Bundesverband Tierschutz –  bis heute selbst noch mindestens die gleiche Anzahl von Protestunterschriften gesammelt. „Wir werden diese Unterschriften zum  7. Berliner Tierschutztag im September dem Berliner Senat übergeben“ ergänzt Dr. Jörg Styrie vom Bundesverband Tierschutz. „Bis dahin werden wir auch diese Zahl noch um ein Vielfaches erhöhen können und damit ein Abbild geben, wie groß der Protest der Berliner Bevölkerung gegen ein Tierversuchslabor ist, in dem jährlich rund Hunderttausend Tiere gequält und getötet werden“.                                                                                                   weiterlesen

BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. als klageberechtigter Verband in NRW anerkannt

BU: Tierschützer freuten sich gemeinsam mit Minister Remmel über die Verabschiedung des Verbandsklagrechtes durch den Landtag NRW am 20.06.2013.

Moers, den 22.01.2013: Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. (BVT) ist vom Verbraucherschutzministerium in NRW als klageberechtigter Verband anerkannt worden. Der BVT wertet die die Entscheidung des Ministeriums auch als Anerkennung für die jahrzehntelange seriöse und fachlich fundierte Tierschutzarbeit des Verbandes. Mit der Anerkennung erhält der Verband die Möglichkeit, auch juristisch wirksam für die Rechte der Tiere in NRW einzutreten.  Nach Aussage des Geschäftsführers des Verbandes, Dr. Jörg Styrie, werde man das Instrument der Klage zurückhaltend, doch wenn es notwendig sei, effizient einsetzen. Der Schwerpunkt liege aber zunächst auf den Mitwirkungsrechten, um so bereits im Vorfeld dem Tierschutz bei Genehmigungsverfahren den notwendigen Stellenwert einzuräumen. Neben dem BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ wurde sechs weiteren Tierschutzverbänden in NRW das Klagerecht zugesprochen.

BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ beteiligt sich an Protestaktion „Wir haben es satt“

Berlin, 20. 1. 2014: Unter dem Motto „Wir haben es satt“ sind am Samstag in Berlin rund 30.000 Menschen auf die Straße gegangen. Unter Ihnen waren auch zahlreiche Aktivisten des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ. Mit Transparenten, Fahnen und Parolen machten sie deutlich, wofür sie einstehen: Für einen besseren Tier- und Naturschutz in der Landwirtschaft, für eine Stärkung des ökologischen Landbaus, für eine bäuerliche Landwirtschaft und gegen Massentierhaltungen, gegen Landspekulation, gegen Futtermittelimporte aus Entwicklungsländern.  Sie alle forderten die Bundesregierung auf, eine grundlegende  Wende in der Agrarpolitik vorzunehmen. Der Protestzug wurde  von rund 70 Traktoren begleitet.
Anlass der Proteste war die Agrarmesse Grüne Woche, die derzeit auf dem Berliner Messegelände stattfindet. Träger der Großkundgebung, die seit 2011 jedes Jahr stattfindet, ist ein breites Bündnis  von rund 100 Umwelt-,Tierschutz-, Verbraucherschutz- und Entwicklungsorganisationen sowie von Bürgerinitiativen und Landwirtschaftsverbänden.

Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) begrüßte, dass sich Demonstranten an der politischen Debatte beteiligten. "Alle Argumente, die dort vorgetragen werden, spielen auch in unserer Diskussion eine Rolle und haben ihre Berechtigung", sagte er. Es sei gut, dass die Demonstranten ihre Meinung sagten, "weil es zeigt, dass viele Menschen sich Gedanken machen um die Welternährung".  Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ  erwartet, dass dieser Erkenntnis des Ministers auch Taten folgen und er Maßnahmen einleitet, um der verfehlten Entwicklung in der Landwirtschaft, hin zu immer größeren Betrieben, Einhalt gebietet. 

BVT auf Youtube-Video zur Großdemonstration "Wir haben es satt"

Nuoviso.tv hat über die Großdemnonstartion "Wir haben es satt" einen Kurztrailer erstellt, der nun auch bei Youtube eingestellt ist. Auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ kommt mit einem kurzen Statement seines Geschäftsführers, Dr. Jörg Styrie, zu Wort.

4. Wir haben es satt!-Demonstration

Auch im Jahr 2014 unterstützt der BVT e.V. die
4. Wir haben es satt!-Demonstration
Start: 18. Januar 2014, 11 Uhr
Ort: Potsdamer Platz, Berlin

 

Weltweit sind die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Schluss mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie!

Dafür braucht es unseren Protest! Am 18. Januar 2014 werden wir für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft mit vielen Tausend Menschen in Berlin auf die Straße gehen.

Wir fordern:
Recht auf Nahrung weltweit!
Gesundes und bezahlbares Essen für alle!
Faire Preise und Marktregeln für die Bauern!
Artgerechte Tierhaltung ohne Antibiotika-Missbrauch!
Freiheit für die Saatgutvielfalt!
Bienen- und umweltfreundliche Landwirtschaft!
Förderung regionaler Futtermittelerzeugung!
Zugang zu Land weltweit für alle!

Stoppt:
den Hunger!
die Lebensmittelskandale!
das Bauernhöfesterben!
die Megaställe!
die geplante EU-Saatgutverordnung!
die Monokulturen!
die Gentechnik auf dem Acker und im Stall!
die Landnahme durch Staaten und Investoren!

Bürgerinnen und Bürger, Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen und GärtnerInnen, Tier- und UmweltschützerInnen, Erwerbslosen-Initiativen und Eine-Welt-AktivistInnen: Seid dabei, wenn wir gemeinsam vor dem Kanzleramt protestieren!

Den Aufruf zur Demonstration können Sie hier auch herunterladen.

Erster öffentlicher Auftritt des Bundesverbandes Tierschutz e.V. im „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“

Berlin, 17. Januar 2014: Seit Anfang des Jahres 2014 ist der Bundesverband Tierschutz e.V. Mitglied im Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, dem auch der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung  e.V. angehört. Im Rahmen der Großdemonstration „Wir haben es satt“  tritt das Bündnis am 18. Januar erstmals mit einem gemeinsamen Banner auf.  
Zielsetzung des „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“ ist es, auf politischer Ebene die Kräfte zu bündeln, um noch effektiver zu Lösungen bei den vielfältigen Tierschutzproblemen zu kommen.  Die zu bearbeitenden Themen hat das Bündnis in einem „Berliner Tierschutz-Programm“ zusammengefasst, das folgende Punkte beinhaltet:

 

1. Einführung einer Katzenschutzverordnung (Kastration von Freigängerkatzen)!
2. Änderung des Hundegesetzes von 2004 – Abschaffung der Rasseliste!
3. Einführung eines Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzvereine!
4. Versorgung von verletzten Wildtieren in Berlin!
5. Tierversuche abschaffen – Ersatzmethoden ausbauen!
6. Mehr tiergerechte Hundeauslaufgebiete für Berlin!
7. Wildtiere gehören nicht in den Zirkus!
8. Staatliche Unterstützung für die Tierheime!
9. Tierschutz in die Förderrichtlinie des Lottogesetzes!
10. Umfassender Schutz für alle Heimtiere – Für ein Heimtiergesetz!

 

„ Es ist gut, dass sich die seriösen Tierschutzorganisationen zusammenschließen, um die Kräfte effektiv zu bündeln. Ich bin zuversichtlich, dass das „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“  dem Stellenwert des Tierschutzes in der Hauptstadt weitere Bedeutung verschafft und dazu beiträgt,  dass die drängenden Tierschutzprobleme im Sinne der Tiere gelöst werden“, so Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer und Leiter des Hauptstadtbüros des Bundesverbandes Tierschutz.

 Infos unter: www.buendnis-tierschutzpolitik-berlin.de

Stoppt das Töten von Straßenhunden in Rumänien

Berlin, 11. Januar 2014: Gemeinsam mit weiteren Tierschutzorganisationen und aktiven Tierschützern protestierte der BUNDESVERBAND TIERCHUTZ e.V. gegen das barbarische Töten von Straßenhunden in Rumänien. Als Mitgliedsland der EU ist auch Rumänien aufgefordert, sich an geltendes Tierschutzrecht zu halten und statt die Straßenhunde zu töten, Kastrationsaktion durchzuführen, um einer weiteren Vermehrung der Hunde entgegen zu wirken.

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BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ unterstützt Aktion gegen den Walfang

Berlin, 7. September 2013: Mit Trillerpfeifen verschaffen sich zahlreiche Demonstranten vor der japanischen Botschaft Gehör. Auf Transparenten fordern sie einen sofortigen Stopp des Tötens von Walen und Delfinen. Japan gehört zu den wenigen Nationen, die trotz eines Verbotes der kommerziellen Jagd  seit mehr als 25 Jahren unter dem Deckmantel der Wissenschaft, die Säugetiere töten und vermarkten.
Nicht nur die Demonstranten stellen Japan an den Pranger: Auch Australien und Neuseeland machen sich für eine Verurteilung Japans stark. Im Juni 2013 reichten beide Nationen Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein. Das Gericht hat nun darüber zu entscheiden, ob der japanische Walfang wissenschaftlichen Zwecken dient, oder gegen internationales Recht verstößt.
Japan hingegen weist die Vorwürfe zurück und beruft sich auf ein internationales Abkommen, nach dem die geschützten Meeressäuger zu wissenschaftlichen Zwecken gefangen werden dürfen. Eine Argumentation, die durchaus fragwürdig ist, denn es ist ein offenes Geheimnis, dass das Fleisch getöteter Wale in Japan durchaus verzehrt wird und aufgrund der enormen Lagerbestände sogar zu Tierfutter verarbeitet wird.
Ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs wird Ende zum Jahresende erwartet.

Landtag in NRW verabschiedet Klagerecht für Tierschutzverbände

Moers, 20.06.2013: Der nordrhein-westfälische Landtag hat den Tierschutz gestärkt. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen sowie die oppositionelle Piratenfraktion stimmten am Mittwoch für ein Gesetz der Landesregierung, das anerkannten Tierschutzvereinen ein Klagerecht einräumt. Damit sollen sie Interessen der Tiere notfalls auch gerichtlich geltend machen können. Außerdem wird ihnen eine Mitwirkung an tierschutzrelevanten Verfahren des Landes ermöglicht.

 

Über viele Jahre hatten die seriösen Tierschutzverbände, unter Ihnen auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ, für ein Mitwirkungs- und Klagerecht im Tierschutz gekämpft. Nun hat NRW als erstes Flächenland in Deutschland den Tierschutzverbänden ein Instrument an die Hand gegeben, mit dem sie wirksam für die Rechte der Tiere eintreten können.

Nach der Abstimmung feierten Minister Remmel gemeinsam mit dem Bundesverband der Tierversuchsgegner und dem BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ den großen Erfolg für den Tierschutz. Der Minister sprach von einem «Meilenstein» für den Schutz der Tiere. Dr. Styrie, Geschäftsführer des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ, sagte dem Minister zu, dass man das Instrument der Klage zurückhaltend, doch wenn es notwendig sei, effizient einsetzen werde. Der Schwerpunkt liege aber zunächst auf den Mitwirkungsrechten, um so bereits im Vorfeld den Tierschutz bei Genehmigungsverfahren den notwendigen Stellenwert einzuräumen.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ gehört neben dem Bundesverband der Tierversuchsgegner, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere und dem Landestierschutzverband NRW zu den Verbänden, die das Klagerecht beantragen werden.

Für eine echte Tierschutzverbandsklage in Niedersachsen

Berlin, 18.06.2013: Wenn gegen geltendes Tierschutzrecht verstoßen wird, müssten Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen den Fall vor Gericht bringen und dort klären lassen. Was eigentlich völlig logisch klingt, ist aber fast überall in Deutschland unmöglich. Weder Organisationen noch Privatpersonen haben grundsätzlich das Recht, für die Tiere zu klagen. In der Praxis heißt das, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und andere Tierschutzregelungen fast nie vor Gericht gebracht werden können. Die (viel zu seltene) Ausnahme ist, dass engagierte Staatsanwaltschaften tätig werden.

 

Einige Bundesländer haben diesen Missstand bereits erkannt und die Tierschutzverbandsklage eingeführt bzw. planen gerade die Einführung. Auch die neue Landesregierung von Niedersachsen will tätig werden, wobei derzeit jedoch ein viel zu schwaches Klagerecht für Tierschutzorganisationen geplant ist. Bliebe es bei den bisherigen Planungen, dann wäre die Folge, dass Gerichte zwar Verstöße feststellen würden, sich daraus aber keinerlei rechtlich bindende Konsequenzen ergäben.

 

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ unterstützt eine diesbezügliche Petition der Albert-Schweitzer Stiftung. Bitte beteiligen Sie sich an der Petition und rufen auch Sie die Landesregierung von Niedersachsen auf, eine echte und wirkungsvolle Tierschutzverbandsklage zu schaffen.

 

https://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutz-helfen/petitionen/tierschutzverbandsklage-niedersachsen

 

Die Petitionszeit ist abgelaufen. Fast 25000 Personen haben die Petition unterstützt. Vielen Dank.

Mega-Schweinemastanlage in Haßleben stoppen

Liebe Tierfreunde,

die Albert-Schweitzer-Stiftung hat in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative "Kontraindustrieschwein" am Samstag, den 15. Juni 2013, einen Eil-Appell an die brandenburgische Umweltministerin Anita Tack ins Leben gerufen. Wenn sie nicht eingreift, wird die Inbetriebnahme der Mega-Anlage für 37.000 Schweine in Haßleben in den nächsten Tagen genehmigt.

Haßleben hat sich über die letzten neun Jahre zum Symbol des Widerstands gegen den Bau von Tierfabriken entwickelt.

Deshalb ist es aus Sicht des Tierschutzes doppelt wichtig, alles zu unternehmen, um die Inbetriebnahme zu verhindern.

Bitte unterstützen und verbreiten Sie den Appell zur Verhinderung der Mega-Schweinemastanlage.

Den Link finden Sie unter
https://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutz-helfen/petitionen/eil-appell-hassleben

Großdemonstration gegen Tierversuche – BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ fordert Stärkung der Alternativmethoden

Berlin, 20. April 2013: Auf Initiative des „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“ und des Deutschen Tierschutzbundes fand im Rahmen der Aktionswoche gegen Tierversuche eine Groß-Demonstration statt, an der sich auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ beteiligte.
Etwa 2.000 Teilnehmer folgten dem Aufruf und forderten in einen imposanten Demonstrationszug, der sich vom Brandenburger Tor, quer durch die City bis zum Alexanderplatz, auf den Weg machte, die Abschaffung von Tierversuchen. Bundesweit sterben immer noch jedes Jahr etwa 3 Millionen Tiere in Laboren, obwohl es für viele der gängigen Versuche bereits tierfreie Testmethoden gibt. Diese werden jedoch zu schleppend gesetzlich anerkannt und angewandt.

Insbesondere Berlin nimmt im Bereich des Verbrauchs von Tieren in Tierversuchen eine „Spitzenstellung“ ein. Mehr als 375.000 Tiere werden jährlich im Rahmen der Forschung verbraucht. Hinzu kommen nochmals die Tiere, die zur Vorratshaltung gebraucht werden und am Ende auch getötet werden.

Und die Zahlen der Versuchstiere werden weiter ansteigen. Mit dem Neubau am Max-Delbrück-Centrum auf dem Campus Berlin-Buch, entsteht eines der größten Tierversuchslaboratorien in Deutschland. Gefördert mit rund 24 Millionen Euro öffentlicher Gelder. Unverständlich für den BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ, den im Berliner Koalitionsvertrag von SPD/CDU steht: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“

Im Rahmen der Demonstration forderte das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin und alle Teilnehmer mit Nachdruck dem Koalitionsvertrag gerecht zu werden und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu fördern, anstatt weiter in Tierversuche und neue Labore zu investieren.

Berliner Großdemonstration „Wir haben es satt“ ! und BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. mittendrin.

Berlin / Moers, 19. Januar 2013: Gemeinsam mit 25.000 Menschen protestierte der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. in Berlin für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft. „Statt Masse fordern wir Klasse“, das war der Wahlspruch, den der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. für diese Großdemonstration gewählt hatte.

Die sich wiederholenden Skandale in der Tierhaltung zeigen, dass es kein „Weiter wie bisher“ geben darf. „Statt Megaställen mit tausenden von Tieren müssen wir zu vertretbaren Größenordnungen zurückfinden, in denen das Wohlbefinden der Tiere im Vordergrund steht. Deshalb fordern wir eine grundlegende Reform der Agrarpolitik. So müssen die Agrarzahlungen an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt werden. Wir kämpfen für eine artgerechte Tierhaltung und den Erhallt bäuerlicher Strukturen“, dies ist die klare Ansage des BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. an die politisch Verantwortlichen.

 

Besonders erfreulich ist, dass wir mit dieser Forderung nicht alleine stehen. 25.000 Menschen hatten sich trotz eisiger Kälte in Berlin zu dieser zweiten Großdemonstration „Wir haben es satt“ zusammengefunden. Ein Zeichen der Hoffnung!

Bundesverband Tierschutz e.V. unterstützt den Kampf des Bündnis Tierschutzpolitik Berlin gegen den Bau eines Tierversuchslabors in Berlin-Buch

Berlin, 11. August 2012. Mit einer eindrucksvollen Demonstration protestierten etwa 500 Tierschützer gegen den Bau eines 24 Millionen Euro teuren Großlabors des Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin-Buch. In dem Labor sollen zukünftig Medikamentenwirkstoffe an Tieren getestet werden. An der Protestaktion gegen dieses Großprojekt nahmen auch Aktivisten des BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ teil und bekundeten damit ihre Solidarität mit dem Initiator der Aktion, dem Bündnis Tierschutzpolitik Berlin.

 

Die Kritik der Tierschützer richtete sich gegen die Zielsetzung des Neubaus, in 4000 Mauskäfigen weiterhin qualvolle Versuche an Tieren durchzuführen. Mit der finanziellen Förderung durch Land und Bund widerspricht der Neubau auch dem Koalitionsvertrag, in dem SPD und CDU vereinbart hatten, sich für die Einschränkung von Tierversuchen einzusetzen

 

Unterstützung erführ die Aktion auch von Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen und Thomas Sprengler, von der Piratenpartei. Beide forderten ein Ende der grausamen Tierversuche und schlugen die Einrichtung eines Fonds zur Förderung von Ersatzmethoden vor, der sich aus den für Tierversuche zu entrichtenden Gebühren speisen soll.

 

Um der Botschaft gegen Tierversuche Nachdruck zu verleihen, hatten sich viele Demonstranten verkleidet: Eine Gruppe von Aktivisten, ganz in Grau, trug Mäusemasken. Sie standen in einem nachempfundenen Käfig, von denen es im sogenannten Tierhaus des MDC später 4000 Stück geben soll. Vor dem Käfig lag eine tote Mausdarstellerin. Die Inszenierung nimmt Bezug auf einen Vorfall, bei dem nach Darstellung der Tierschützer die Mäuse in einem Käfig des MDC vergessen und in der Folge verhungert sind.

Berliner Großdemonstration „Wir haben es satt!" und BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. mittendrin

Berlin / Moers, 21. Januar 2012: Gemeinsam mit 23.000 Menschen protestierte der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. in Berlin für eine Neuausrichtung der Landwirtschaft. „Statt Masse fordern wir Klasse“, das war der Wahlspruch, den der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. für diese Großdemonstration gewählt hatte.
Die gegenwärtigen Skandale in der Tierhaltung zeigen, dass es kein „Weiter wie bisher“ geben darf. Statt Megaställen mit tausenden von Tieren müssen wir zu vertretbaren Größenordnungen zurückfinden, in denen das Wohlbefinden der Tiere im Vordergrund steht. Deshalb fordern wir eine grundlegende Reform der Agrarpolitik. So müssen die Agrarzahlungen an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt werden. Wir kämpfen für eine artgerechte Tierhaltung und den Erhallt bäuerlicher Strukturen. Die Politik ist aufgefordert in diesem Sinne Korrekturen vorzunehmen.

Besonders erfreulich ist, dass wir mit dieser Forderung nicht alleine stehen. 23.000 Menschen waren auf der Demonstration der gleichen Auffassung. Dies ist ein Zeichen der Hoffnung.


Tiere brauchen einen Anwalt!

Unter diesem Motto reichten in einer gemeinsamen Aktion der Bundesverband Tierschutz,  der Tierschutzverein Leipziger Land und Umgebung, der Bundesverband Menschen für Tierrechte, der Tierschutzverein Dresden – Menschen für Tierrechte und der Bund gegen Missbrauch der Tiere eine Petition zur Einführung der Verbandsklage in Sachsen im Sächsischen Landtag ein. 

 

v.l.: Dr. Ch. Gothe, Dr. Ch. Baumgartl-Simons, Dr. J. Styrie, Frau E. Adam





Über ein halbes Jahr haben die Verbände in mühevoller Kleinarbeit die Unterschriften gesammelt. Die Gesamtzahl der Unterschriften ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass hinter jeder Unterschrift ein längeres Gespräch mit dem Unterzeichner steht, denn es handelt sich bei der Verbandsklage um ein Thema, dass den meisten Menschen erst vermittelt werden muss.Zusammen mit einer Postkartenaktion von Bündnis90/ Die Grünen konnten über 5000 Unterschriften an die Vorsitzende des Petitionsausschusses des Sächsischen Landtags, Bettina Simon (Die Linke), und ihre Stellvertreterin Angelika Pfeiffer (CDU), übergeben werden.

Die Verbände wollten damit den Antrag auf Einführung des Klagerechts unterstützen, den Bündnis 90/ Die Grünen in den Sächsischen Landtag eingebracht haben und über den in der Plenarsitzung am 15. Oktober beraten werden soll.



Die Vorsitzenden standen unserem Anliegen aufgeschlossen gegenüber, wenngleich sie der Auffassung waren, dass unsere Forderung zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer durchsetzbar sei. Doch Tierschützer wissen, dass sie bei der Durchsetzung ihrer politischen Ziele einen langen Atem haben müssen. Der Weg ist beschritten und wird uns  - wie auch bei der Aufnahme des Tierschutzes ins Grundgesetz – letztlich zum Ziel führen.
Sollte Sachsen in dieser Legislaturperiode das Klagerecht nicht einführen, werden die Verbände dies als zentrales Thema zur Landtagswahl in 2009 machen.



Dr. Christiane Gothe

Die von einem zu "zu wenig" an Beachtung des Tierschutzes betroffenen Tiere können ihre Interessen jedoch nicht selbst vertreten und gegen Missachtung ihrer Rechte nicht gerichtlich vorgehen. Somit besteht derzeit ein deutliches Ungleichgewicht, das auch dem konsequenten Vollzug des Tierschutzgesetzes entgegensteht. Die Tierschutzverbände setzen sich somit dafür ein, als Verband auch vor Gericht "Anwälte der Tiere" zu sein.

Im Anschluss an die Petitionsübergabe wurden wir von der tierschutzpolitischen Sprecherin der Grünen Fraktion, Elke Herrmann, und der Parlamentarischen Beraterin Ursula Seubert zum tierschutzpolitischen Gespräch eingeladen, wo wir mit ihnen weitere anstehende Themen beraten konnten.



 

v.l.:Dr. Ch. Baumgartl-Simons, Menschen für Tierrechte; Elke Hermann, Tierschutzpolitische Sprecherin des Bündnis90 Die Grünen; Angelika Pfeiffer(CDU), Stellvertretende Vorsitzende des Petitionsausschusses; Dr. J. Styrie, Bund gegen Missbrauch der Tiere; Dr. Ch. Gothe, BVT