Tierversuche

Foto: Pixabay

Tierversuche steigen für Gen-Forschung

Die Farce von der "Trendwende"

 

Eine "Trendwende" nannte Bundesargraminister Christian Schmidt 2014 die aktuellen Tierversuchszahlen. Doch während für traditionelle Forschungsversuche in den vergangenen zwei Jahren weniger Tiere ihr Leben lassen mussten, werden gleichzeitig immer mehr Tiere für die Gen-Forschung herangezogen. Für aufwendige Testreihen mit genmanipulierten Organismen sterben Versuchstiere einen sinnlosen Tod.    

Süddeutsche Zeitung

 

 

Europaweiter Aktionstag gegen Botox-Hersteller Eisai

Proteste in Frankfurt und München am 23. Juli 2016

 

Immer mehr Menschen lassen sich Falten mit Botox wegspritzen. Die Leidtragenden sind die Mäuse, an denen die Produktionseinheiten in besonders qualvollen Versuchen getestet werden. Trotz behördlich zugelassener Zellmethode verzichtet die Firma Eisai nicht auf die grausamen Tierversuche.

Am 23. Juli protestieren Tierversuchsgegner europaweit gegen den Botox-Hersteller Eisai. Aktionen finden in zwölf EU-Staaten statt,  in Deutschland in Frankfurt und München.    

Alle Infos

Forschung ohne Tierversuche – verliert Deutschland den Anschluss?

Zum Weltaktionstag gegen Tierversuche

von links: Podiumsdiskussion mit Wissenschaftsjournalist Andre' Tonn (rbb Inforadio), Prof. Lauster (TU Berlin), Dr. Landsiedel (BASF), Dr. Daneshian (Uni Konstanz)

Das Bündnis Tierschutzpolitik hat gestern, 21. April 2016, in der Urania eine Podiumsdiskussion zu Tierversuchen veranstaltet. Der Wissenschaftsjournalist Andre' Tonn (rbb Inforadio Berlin) moderierte den Abend und führte durch die anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Robert Landsiedel, Prof. Roland Lauster und Dr. Mardas Daneshian. Hintergrund der Veranstaltung ist der Internationale Tag des Versuchstieres, der jährlich am 24. April begangen wird.
Die von Brigitte Jenner, Vorstand im Tierschutzverein Berlin, eröffnete Veranstaltung war sehr gut besucht. Prof. Spielmann, der Tierschutzbeauftragte von Berlin, nahm als einer der ersten Stellung zu den Vorträgen der Wissenschaftler und entfachte eine rege Podiumsdiskussion.  
Der BVT war im Vorraum mit einem Infostand vertreten, den Ehrenamtliche des Verbandes ausgerichtet hatten. Vielen Dank für die Unterstützung.  

 

Zu den Podiumsteilnehmern:

 

Präsentation:
Toxikologische Prüfung von Chemikalien ohne Tierversuche – Erfolge, Hürden und Chancen
Dr. Robert Landsiedel – Leiter der Einheit Toxikologische Kurzzeit-Prüfungen bei der BASF SE in Ludwigshafen; seine Einheit führt regulatorische Toxizitätsprüfungen durch und forscht an der Entwicklung neuer Alternativmethoden. Dafür erhielt er 2013 den Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

Präsentation:
Multi-Organ-Bioreaktor im Chipformat – ersetzt Tierversuche!
Prof. Dr. Roland Lauster – Leiter des Fachgebiets Medizinische Biotechnologie der Technischen Universität Berlin. Langfristig werden mit diesem Chip alle menschlichen Daten zur Aufnahme und Verteilung von Substanzen im Körper, ihrem biochemischen Um- und Abbau, ihrer Ausscheidung und mögliche schädliche Auswirkungen erfasst.

 

Faktencheck:
Vergleiche der Förderungen von Alternativen in Deutschland – Europa – USA
Dr. rer. nat. Mardas Daneshian – Akademischer Angestellter an der Universität Konstanz, Fachbereich Biologie, Koordinator und Geschäftsleiter des „Center for Alternatives to Animal Testing-Europe“ Berater des EU Parlaments im Rahmen des STOA-Programms für „Life Sciences and Human Well-Being“.

Neubau für Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin

Tierschutzverein für Berlin entsetzt: Mit dem Neubau der Forschungseinrichtung für Experimentelle Medizin zeigt die Koalition ihr wahres Gesicht

Berlin, Juni 2015 – Eine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Grünen beim Berliner Senat brachte die Wahrheit an den Tag: In Berlin-Buch entsteht neben dem Neubau des Max-Delbrück-Centrums auch eine Forschungseinrichtung für Experimentelle Medizin (FEM) der Berliner Charité. Während der Neubau des MDC 24 Millionen Euro kostet, davon 10 % aus Landesmitteln, werden für den Neubau der FEM 36,8 Millionen Euro veranschlagt. Im Ergebnis entstehen für insgesamt 60,8 Millionen Euro neue Tierversuchsanlagen in Berlin.

Der Koalitionsvertrag von SPD und CDU formulierte: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“

Die nun bekannt gewordenen Bauvorhaben stehen in eklatantem Widerspruch dazu. Das MDC wird mit rund 74.000 Tieren allein schon eines der größten Tierversuchsanlagen in Berlin. Der Neubau der Charité wird weitere Kapazitäten für 40.000 Tiere schaffen. Auch wenn dafür die veralteten Anlagen in Berlin-Steglitz geschlossen werden, beweist die Senatsregierung durch die Genehmigung und Finanzierung dieses Neubaus, dass sie weiterhin an dem veralteten, auf Tierleid basierenden System festhält. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Wähler, denen im Vertrag eine andere Politik versprochen wurde. Damit hat die Senatsregierung ihre Glaubwürdigkeit endgültig verspielt“, betont Ines Krüger, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins für Berlin. „Diese Neubauten zeigen, welch geringen Stellenwert die Erforschung von Ersatzmethoden im Senat hat, allen Lippenbekenntnissen zum Trotz. Berlin verspielt seinen Ruf als innovativer, zukunftsorientierter Forschungsstandort, der mit Alternativmethoden weltweit einen Spitzenplatz einnehmen könnte“, so Krüger.

Der Tierschutzverein für Berlin macht sich seit Jahren im Bündnis Tierschutzpolitik gemeinsam mit dem Bundesverband Tierschutz gegen Tierversuche stark. Im April nahmen rund 2.500 Menschen an einer Großdemonstration gegen Tierversuche in Berlin teil. Die Stadt ist die traurige „Hauptstadt der Tierversuche“ und hält schon jetzt mit jährlich mehr als 420.000 in Tierversuchen „verbrauchten“ Tieren (2013) traurige Rekorde.

Rund 2500 Menschen gingen in Berlin gegen Tierversuche auf die Straße!

Bündnis Tierschutzpolitik Berlin zieht positive Bilanz

 

Rund 2.500 Menschen zogen heute unter dem Motto: „Forschung ja – Tierversuche nein!“für den Tierschutz durch Berlin

 

Berlin, 25. April 2015 – An der Großdemonstration unter dem Motto „Forschung ja – Tierversuche nein!“ nahmen heute rund 2.500 Menschen teil. Sie protestierten gegen Tierversuche in der Forschung und für die stärkere Förderung von Ersatzmethoden. Aufgerufen zu der Demonstration hatte das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund.

Die Demonstration startete pünktlich um 12 Uhr am Breitscheidplatz und zog friedlich über den Kurfürstendamm.

Auf der Abschlusskundgebung richtete Tierschutzbundpräsident Thomas Schröder deutliche Worte an Politik, Industrie und Forschung: „Die Bundesregierung muss einen Maßnahmenplan vorlegen, mit konkreten Zeitplänen, wie und wann man aus Tierversuchen auszusteigen gedenkt. Die Fördermittel für die Erforschung und Entwicklung von Ersatzmethoden zu Tierversuchen müssen massiv aufgestockt werden. Das Tierschutzgesetz muss geändert werden. Wir brauchen auch im Gesetz den Paradigmenwechsel: Vorfahrt für Ersatzmethoden“, forderte Schröder.

Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des Bundesverbandes Tierschutz verwies in seiner Rede auf die Chancen, die in den Alternativmethoden liegen. „ Es gibt viele hoffnungsvolle Ansätze im Invitro-Bereich, wie zum Beispiel die Forschung an Zellkulturen oder auch die modernen Computersimulationen. Diese Methoden  müssen verfeinert werden,  hier muss der Forschungsschwerpunkt liegen. Dringend muss die bereits verloren gegangene Zeit aufgeholt werden.  Es täte dem Forschungsstandort Deutschland gut, bei den Alternativmethoden eine Führungsrolle einzunehmen“, so seine mahnenden Worte.

Der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin, Wolfgang Apel, richtete mahnende Worte an die Berliner Koalition: „Laut Koalitionsvereinbarung sollen Alternativmethoden stärker gefördert und Tierversuche reduziert werden. Stattdessen werden neue Tierversuchslabors in Berlin gebaut, durch die Tierversuche in den kommenden Jahren steigen werden. Das ist ein Skandal, und wir werden nicht aufhören, die Einlösung dieses Koalitionsversprechens zu fordern.“

 

Redner auf der Bühne:
Wolfgang Apel - Präsident des Tierschutzvereins von Berlin
Thomas Schröder - Präsident des Deutschen Tierschutzbundes
Dr. Gies - 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Tierschutz
Claudia Hämmerling - Abgeordnete der Grünen
Simon Kowalewski - Abgeordneter der Piraten
Moderation Ines Krüger - 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins für Berlin

 

Für Unterhaltung sorgte die Band Evelyn Kryger -
für das leibliche Wohl stand ein veganer food-truck zur Verfügung -
und Infostände informerten über verschiedene Tierschutzthemen.

Anlässlich des Weltaktionstages gegen Tierversuche nahmen im gesamten Bundesgebiet mehrere 10.000 Menschen an Aktionen gegen Tierversuche teil.

 

Fotos von der Demo "Forschung ja - Tierversuche nein!" am 25.04.15 in Berlin

 

Alle Fotos der Demo haben wir hier veröffentlicht.

51.517 Unterschriften gegen Neubau des Tierversuchslabors

Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin hat am 24. April 2015 gemeinsam mit den Ärzten gegen Tierversuche vor dem Roten Rathaus insgesamt 51.517Unterschriften gegen den Neubau der Tierversuchsanlage des Max-Delbrück-Centrums (MDC) übergeben. Referent Thomas Ortmann nahm die großen Listenpakete für den Regierenden Bürgermeister entgegen.

Bereits vor einem Jahr wurden 54.697 Unterschriften überreicht, so dass die Vereine insgesamt über 100.000 Unterschriften gegen das Neubauvorhaben vorlegen können. "Diese stolze Zahl zeigt, dass eine breite Mehrheit in der Bevölkerung weitere Investitionen in Tierversuche ablehnt", betont Ines Krüger, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins.

Im Neubau am Max-Delbrück-Centrum soll eine der größten Tierversuchsanlagen Deutschlands entstehen. Rund 24 Millionen Euro öffentlicher Gelder werden in den Neubau gesteckt. Lt. Meldungen des MDC wird durch das neue Versuchslabor die Tierhaltungskapazität z. B. von Mäusen um 14 Prozent bis zum Jahr 2020 steigen. Das steht im klaren Widerspruch zu den Aussagen des Koalitionsvertrages: "Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt versuchsfreie Forschungsmethoden fördern".

Versuchstierzahlen 2012 - 2013

Die Versuchstierzahlen sind zwar leicht gesunken - aber das ist kein Anlass zur großen Freude. Schon durch den geplanten Neubau der Versuchstieranlage des Max-Delbrück-Centrums (MDC) wird das nicht so bleiben. Lt. Sprecher des MDC werden die Zahlen der im Versuch eingesetzten Tiere dann um ca. 15 % steigen.

Weiterlesen können Sie hier.

Übergabe von 38 000 Unterschriften gegen das Max-Delbrück-Centrum (MDC) ist nur ein erster Schritt!

Berlin, 24. März 2014 -  „Die von den Ärzten gegen Tierversuche und den Tierversuchsgegnern Berlin und Brandenburg am 26.03.2014 im Roten Rathaus Berlin überreichten 38 000 Unterschriften gegen den Neubau eines Tierlabors des Max-Delbrück-Centrums spiegeln nur einen Teil des Stimmungsbildes in der Bevölkerung gegen das Vorhaben wieder - die Ablehnung ist viel höher“, so Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins von  Berlin. Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin hat durch seine starken Mitgliedsvereine – den Tierschutzverein für Berlin und den Bundesverband Tierschutz –  bis heute selbst noch mindestens die gleiche Anzahl von Protestunterschriften gesammelt. „Wir werden diese Unterschriften zum  7. Berliner Tierschutztag im September dem Berliner Senat übergeben“ ergänzt Dr. Jörg Styrie vom Bundesverband Tierschutz. „Bis dahin werden wir auch diese Zahl noch um ein Vielfaches erhöhen können und damit ein Abbild geben, wie groß der Protest der Berliner Bevölkerung gegen ein Tierversuchslabor ist, in dem jährlich rund Hunderttausend Tiere gequält und getötet werden“.                                                                    weiterlesen

Bündnis Tierschutzpolitik entsetzt über Urteil zu Tierversuchen - Weitreichende Konsequenzen für Berlin erwartet

 

Berlin, 6. Februar 2014 – Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) über die Fortführung der Affenversuche an der Bremer Universität sorgt bei den Berliner Tierschützern für blankes Entsetzen. Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, das sind der Tierschutzverein für Berlin und der Bundesverband Tierschutz, sieht den Tierschutz um Jahre zurückgeworfen.

„Es ist eine Tragödie, dass die Affen in Bremen nun offenbar auf unabsehbare Zeit schutzlos der Forschungsneugier von Prof. Kreiter und seinen Kollegen ausgesetzt werden sollen“, so Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Ehrenpräsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Das BVG hat sich der zynischen Sichtweise angeschlossen, dass das Leid der Tiere, denen der Schädel aufgesägt wird und die nur mit Flüssigkeitsentzug gefügig gemacht werden können, gering sei.“ Die mühsame Mitarbeit in behördlichen Tierversuchskommissionen werde vor diesem Hintergrund endgültig ad absurdum geführt, so Apel weiter. Er trat mit sofortiger Wirkung aus der Bremer Tierversuchskommission aus. Bundesweit haben weitere Mitglieder ihren Austritt aus den beratenden Kommissionen angekündigt.

Das BVG hatte in seiner Pressemeldung erklärt, dass auf Grundlage des soeben novellierten Tierschutzgesetzes die Genehmigungsbehörden, in denen auch Tierschützer die ohnehin für sie schwer auszuhaltende Funktion haben, Tierversuchsvorhaben, die sie für nicht unerlässlich und ethisch nicht vertretbar halten, abzulehnen, keinen Ermessensspielraum mehr haben.

„Als Alibi und Feigenblatt lassen sollte sich kein Tierschützer missbrauchen lassen. Auch wir fordern die Mitglieder der Berliner Tierversuchskommission auf, ihr Amt sofort nieder zu legen. Sollte sich die Auslegung des BVG bewahrheiten, muss die Bundesregierung sofort das Tierschutzgesetz überarbeiten. Es ist ein Skandal, dass nun offenbar jeder Tierversuch ohne jegliche ethische Prüfung durchgewinkt werden kann!“  so Ines Krüger, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins für Berlin.

Auch für Berlin, ohnehin schon „Hauptstadt der Tierversuche“, dürfte der BVG-Beschluss weitreichende Konsequenzen haben. Es ist mit noch mehr Versuchen, noch mehr Tierleid und noch mehr „verbrauchten“ Tieren zu rechnen. "2012 wurden fast 450.000 Tiere in Versuchen eingesetzt, 842 registrierte Versuchstiervorhaben wurden genehmigt, weil schon jetzt kaum eine Möglichkeit besteht, Versuchsanträge abzulehnen. Nach diesem Urteil jedoch ist das so gut wie unmöglich. Das bedeutet Forschungsfreiheit ohne jegliche Grenzen!", so Krüger weiter.

Mit Aufnahme des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz im Jahre 2002 sollte der Tierschutz verfassungsrechtlich ein Gegengewicht zur Forschungsfreiheit und anderen Grundrechten erhalten.
Der aktuelle Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes erteilt dem eine schallende Ohrfeige.

Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin kämpft weiter für die gequälten Tiere! Am 26. April 2014 sind alle Tierfreunde des Landes aufgerufen, bei der vom Deutschen Tierschutzbund mitveranstalteten Großdemonstration gegen Tierversuche in Berlin für die Rechte der Tiere Flagge zu zeigen und ihrem Ärger Luft zu machen!


Über das Bündnis:
Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin wurde 2010 gegründet. Die Trägerverbände sind der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung e.V. und der Bundesverband Tierschutz e.V. Ziel des Zusammenschlusses ist es, auf politischer Ebene die Kräfte für den Tierschutz zu bündeln.

Kontakt:
Tierschutzverein für Berlin und Umgebung e.V.
Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes e. V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Beate Kaminski, Tel. 030/76 888 115
presse@tierschutz-berlin.de
www.tierschutz-berlin.de

Bündnis Tierschutzpolitik Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Brigitte Jenner, Tel. 030/815 81 99
brigitte.jenner@contra-tierversuche.de

Mehr als drei Mio. Tiere „verbraucht“ - Tierversuche auf negativem Rekordniveau

Berlin, 29.10.2013. Nach der aktuellen Tierversuchsstatistik der Bundesregierung wurden im Jahr 2012 mehr als drei Millionen Tiere in Tierversuchen verwendet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von über 169.000 Tieren. Anlässlich dieser aus Tierschutzsicht skandalösen Entwicklung fordert der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. CDU/CSU und SPD auf, in den Koalitionsverhandlungen die Problematik der Tierversuche nicht auszuklammern, sondern sich nachhaltig für den Schutz der Versuchstiere einzusetzen und durch die Bereitstellung ausreichender Fördergelder, Alternativmethoden zum Tierversuch zum Durchbruch zu verhelfen.
Mehr als 2,2 Millionen Mäuse, 418.000 Ratten, 166.000 Fische, 97.000 Kaninchen, 76.000 Vögel, 16.310 Schweine, 2.612 Hunde, 1.686 Affen und 863 Katzen starben eine teils grausamen Tod auf Kosten eines ungezügelten Forscherdrangs. Besonders erschreckend ist auch der weitere Anstieg der gentechnisch veränderten Tiere. Insbesondere bei Mäusen wird das Genom dahingehend verändert, dass die Tiere bereits  krank zur Welt kommen oder innerhalb kurzer Zeit schwerste Erkrankungen ausbilden. In vielen Fällen bleibt die Übertragbarkeit der aus dem Tierversuch gewonnenen Erkenntnisse auf den Menschen fragwürdig.
Statt weiterhin Milliarden in Tierversuche und den Bau von neuen Tierversuchsanlagen zu stecken, muss die Forschung zur Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch intensivieret und finanziell gefördert werden. Wir erwarten diesbezüglich ein klares Votum von den zukünftigen Regierungsparteien.

Forschung ja – Aber ohne Tierversuche

Berlin, 24. April 2013: Anlässlich des internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April mahnt der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. ein Umdenken bei der Forschungsförderung an. Statt an grausamen Tierversuchen festzuhalten, müsse ähnlich wie in der Energiepolitik auch bei Tierversuchen ein Umdenkungsprozess in Gang gesetzt und nachhaltig in die Erforschung alternativer Versuchsverfahren investiert werden.

Mit großer Sorge betrachtet der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. den seit Jahren kontinuierlichen Anstieg der Tierversuchszahlen in Deutschland. Von 2010 auf 2011 stiegen die Versuchstierzahlen um gut 55.000 auf insgesamt 2.911.705 Tiere an. Wie aus der jetzt veröffentlichten Bundesstatistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervorgeht, ist der Anteil der Mäuse in 2011 gegenüber dem Vorjahr um rund 73.000 auf 2.036.606 Tiere angestiegen. Die Maus bleibt damit das am häufigsten verwendete Versuchstier, danach folgen Ratte (403.490), Fisch (199.758) und Kaninchen (87.700) und Schwein (15.633). Grund für die Steigerung ist insbesondere der verstärkte Einsatz von transgenen Tieren, ein Trend, der sich auch in anderen europäischen Staaten seit mehreren Jahren abzeichnet. Diese Entwicklung zu Lasten der Tiere muss endlich gestoppt werden.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ fordert die Bundesregierung auf, ähnlich wie in der Energiepolitik, entschlossen auch bei den Tierversuchen eine Trendwende zu vollziehen und nachhaltig die Entwicklung von Ersatzmethoden zum Tierversuch weiter zu fördern.

„Anstatt an Tierversuchen festzuhalten und Unsummen zur Finanzierung grausamer Tierversuche im Bereich von Biomedizin oder Gentechnologie auszugeben, sollte die Bundesregierung die Weltspitze bei tierversuchsfreien Untersuchungsmethoden anstreben. Dies würde dem Wirtschaftsstandort Deutschland, der nicht zuletzt dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet ist, besser zu Gesicht stehen“, fordert Astrid Funke, Präsidentin des Bundesverband Tierschutz.

Großdemonstration gegen Tierversuche – BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ fordert Stärkung der Alternativmethoden

Berlin, 20. April 2013: Auf Initiative des „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“ und des Deutschen Tierschutzbundes fand im Rahmen der Aktionswoche gegen Tierversuche eine Groß-Demonstration statt, an der sich auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ beteiligte.
Etwa 2.000 Teilnehmer folgten dem Aufruf und forderten in einen imposanten Demonstrationszug, der sich vom Brandenburger Tor, quer durch die City bis zum Alexanderplatz, auf den Weg machte, die Abschaffung von Tierversuchen. Bundesweit sterben immer noch jedes Jahr etwa 3 Millionen Tiere in Laboren, obwohl es für viele der gängigen Versuche bereits tierfreie Testmethoden gibt. Diese werden jedoch zu schleppend gesetzlich anerkannt und angewandt.

Insbesondere Berlin nimmt im Bereich des Verbrauchs von Tieren in Tierversuchen eine „Spitzenstellung“ ein. Mehr als 375.000 Tiere werden jährlich im Rahmen der Forschung verbraucht. Hinzu kommen nochmals die Tiere, die zur Vorratshaltung gebraucht werden und am Ende auch getötet werden.

Und die Zahlen der Versuchstiere werden weiter ansteigen. Mit dem Neubau am Max-Delbrück-Centrum auf dem Campus Berlin-Buch, entsteht eines der größten Tierversuchslaboratorien in Deutschland. Gefördert mit rund 24 Millionen Euro öffentlicher Gelder. Unverständlich für den BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ, den im Berliner Koalitionsvertrag von SPD/CDU steht: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“

Im Rahmen der Demonstration forderte das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin und alle Teilnehmer mit Nachdruck dem Koalitionsvertrag gerecht zu werden und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu fördern, anstatt weiter in Tierversuche und neue Labore zu investieren.

Erfolg: Endgültiges Aus für Tierversuche in der Kosmetik

Berlin. 11. März 2013: Seit dem heutigen Tag dürfen in der EU keine Kosmetikprodukte mehr verkauft werden, die mit Hilfe von Tierversuchen hergestellt wurden. Der BUNDESVERBAND TIESCHUTZ e.V. freut sich über diesen Erfolg, immerhin hat sich die Diskussion über die endgültige Beendigung der Tierversuche in der Kosmetik über viele Jahre hingezogen und stand bis zuletzt auch auf der Kippe.

 

Der Ausstieg aus den Tierversuchen in der Kosmetik erfolgte in Etappen. Im September 2004 wurden Tierversuche für kosmetische Fertigprodukte verboten. Seit März 2009 waren auch Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe sowie die Vermarktung von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten und -rohstoffen nicht mehr zulässig. Für drei Endpunkte, nämlich Allergie, Krebs oder Fortpflanzungsschäden gab es allerdings noch eine Ausnahmeregelung, wenn der Tierversuch außerhalb der EU durchgeführt wurde. Dieses Schlupfloch ist nunmehr geschlossen.

„Wir freuen uns über diesen europäischen Erfolg, unsere Forderungen richten sich nun auf ein weltweites Verbot von Tierversuchen in der Kosmetik“, so Prof. Dr. Astrid Funke, Präsidentin des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ. In vielen außereuropäischen Ländern sind Tierversuche für Kosmetika weiterhin erlaubt bzw. vorgeschrieben.

Zugleich fordert der Tierschutzverband die EU auf, weiterhin Anstrengungen zu unternehmen, um Alternativmethoden zu Tierversuchen stärker zu fördern. Mehr als 12 Millionen Tiere sterben jährlich in der EU bei grausamen Tierversuchen. Die Tierversuche für Kosmetik hatten nur einen Anteil von 0,02 Prozent.

Bundesverband Tierschutz e.V. unterstützt den Kampf des Bündnis Tierschutzpolitik Berlin gegen den Bau eines Tierversuchslabors in Berlin-Buch

Berlin, 11. August 2012. Mit einer eindrucksvollen Demonstration protestierten etwa 500 Tierschützer gegen den Bau eines 24 Millionen Euro teuren Großlabors des Max-Delbrück-Centrum (MDC) in Berlin-Buch. In dem Labor sollen zukünftig Medikamentenwirkstoffe an Tieren getestet werden. An der Protestaktion gegen dieses Großprojekt nahmen auch Aktivisten des BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ teil und bekundeten damit ihre Solidarität mit dem Initiator der Aktion, dem Bündnis Tierschutzpolitik Berlin.

 

Die Kritik der Tierschützer richtete sich gegen die Zielsetzung des Neubaus, in 4000 Mauskäfigen weiterhin qualvolle Versuche an Tieren durchzuführen. Mit der finanziellen Förderung durch Land und Bund widerspricht der Neubau auch dem Koalitionsvertrag, in dem SPD und CDU vereinbart hatten, sich für die Einschränkung von Tierversuchen einzusetzen

 

Unterstützung erführ die Aktion auch von Claudia Hämmerling, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen und Thomas Sprengler, von der Piratenpartei. Beide forderten ein Ende der grausamen Tierversuche und schlugen die Einrichtung eines Fonds zur Förderung von Ersatzmethoden vor, der sich aus den für Tierversuche zu entrichtenden Gebühren speisen soll.

 

Um der Botschaft gegen Tierversuche Nachdruck zu verleihen, hatten sich viele Demonstranten verkleidet: Eine Gruppe von Aktivisten, ganz in Grau, trug Mäusemasken. Sie standen in einem nachempfundenen Käfig, von denen es im sogenannten Tierhaus des MDC später 4000 Stück geben soll. Vor dem Käfig lag eine tote Mausdarstellerin. Die Inszenierung nimmt Bezug auf einen Vorfall, bei dem nach Darstellung der Tierschützer die Mäuse in einem Käfig des MDC vergessen und in der Folge verhungert sind.

Antibiotikamissbrauch in der Tierhaltung: Bundesverband Tierschutz kritisiert zögerliche Haltung von Ministerin Aigner

Berlin, 28. Juni 2012: Als eine BUND-Studie zur Keimbelastung von Hähnchenfleisch Anfang Januar 2012 belegte, dass mehr als jede zweite untersuchte Hähnchenfleischprobe antibiotikaresistente Keime aufwies, kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an, binnen sechs Wochen eine Gesetzesinitiative zur Reduktion von Antibiotika in Ställen vorzulegen. Doch der Termin wurde nicht gehalten. Mit der Begründung, man wolle noch einige Initiativen der Bundesländer einarbeiten wie etwa die Voraussetzungen für eine zentrale Antibiotika-Datenbank, wurde ein neuer Termin noch vor der Sommerpause angekündigt. Doch auch dieser Termin soll nun auf den Herbst verschoben werden. Vermutlich ist sich die Ministerin darüber im Klaren, dass selbst eine Datenbank, den großflächigen und missbräuchlichen Einsatz von Antibiotika in der Tiermast nicht verhindern kann.                                                                                                    mehr...

Steuergelder für Tierversuche – Ethisch nicht zu verantworten

23. April 2012. Anlässlich des internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April mahnt der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. ein nachhaltiges Umdenken bei der Forschungsförderung an. Statt an grausamen Tierversuchen festzuhalten, bei denen im Jahr 2010 bundesweit über 2.8 Millionen Tiere verbraucht wurden, müsse endlich ein Umdenkungsprozess in Gang gesetzt und in die Erforschung alternativer Versuchsverfahren investiert werden.

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Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie in deutsches Recht missachtet den Schutz der Versuchstiere – Tierschutzorganisationen fordern Nachbesserungen und legen Rechtsgutachten vor

Bis Ende des Jahres 2012 muss Deutschland die EU-Tierversuchsrichtlinie in deutsches Recht überführen. Aus Sicht des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ müssen hierbei alle Möglichkeiten genutzt werden, um die derzeit im deutschen Tierschutzgesetz höher Schutzvorgaben der Tiere gegenüber dem des EU-Rechtes beizubehalten und gleichfalls die höhere Schutzbestimmungen des EU-Rechtes auch im deutschen Recht zu implementieren. Dass dies rechtlich möglich ist beweist ein Gutachten, das der Bundesverband Tierschutz in Zusammenarbeit mit fünf anderen großen deutschen Tierschutzorganisationen in Auftrag gegeben hat.

 

Das Ergebnis des Gutachtens belegt die Forderungen der Verbände insbesondere in folgenden Punkten:

  1. Einhaltung einer absoluten Schmerz-Leidensgrenze
  2. Absolute Verbote für Versuche an Menschenaffen
  3. Keine Ausnahmeregelungen für Affenversuche
  4. Uneingeschränktes Prüfrecht der Tierversuchsanträge durch die Behörden

 

Mit einem Schreiben haben die Tierschutzverbände Bundeskanzlerin Angela Merkel gebeten, bei den anstehenden Beratungen und Entscheidungen über das novellierte Tierschutzgesetz und die neue Tierversuchsverordnung alle Möglichkeiten aus zu schöpften, damit

zehn Jahre nach Einführung des Staatsziels Tierschutz diesem vollumfänglich Rechnung getragen wird.

 

Hier finden Sie das Schreiben der Tierschutzverbände an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Hier finden Sie die Pressemitteilung der Tierschutzverbände.

Hier finden Sie das Gutachten.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung des Gutachtens.

EU-Tierversuchs-Richtlinie und deutsches Recht

2.786.435 Tiere wurden in Deutschland im Jahre 2009 in Tierversuchen verbraucht und getötet ! Das sind noch 3,5 % mehr Tiere als im Jahr 2008. 57.300 Tiere mußten für die Ausbildung angehender Tierärzte und Biologen sterben.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ prangert die stetig steigende Anzahl im Tierversuch leidender Tiere auf das Schärfste an.

Nun ist am 9.11.2010 die EU-Tierversuchs-Richtlinie in Kraft getreten, die nach ihrer ausdrücklichen Zielsetzung dazu beitragen soll, Verfahren mit lebenden Tieren für wissenschaftliche Zwecke und Bildungszwecke letzten Endes vollständig zu ersetzen. Es sollen alternative Ansätze erleichtert und gefördert werden, und für die Tiere, die in Versuchen weiterhin verwendet werden müssen, soll ein möglichst hohes Schutzniveau gewährleistet werden.

Der Inhalt der Richtlinie im einzelnen kann allerdings in Anbetracht der wohlklingenden Zielsetzung nicht überzeugen.

Allerdings läßt die Richtlinie dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume, die nun unbedingt von der Bundesregierung im Sinne des Tierschutzes genutzt werden müssen. Daran wirken die Tierschutzverbände, so auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ, intensiv mit. Die Richtlinie enthält außerdem eine wichtige und gute Regelung: Soweit nationale Tierschutzgesetze einen höheren Tierschutzstandard gewährleisten als die Richtlinie, so dürfen die Mitgliedstaaten diese  höheren Tierschutzanforderungen auch bei der Umsetzung der Richtlinie beibehalten. Wir brauchen also in Deutschland nicht hinter das Niveau unseres Tierschutzgesetzes zurückzugehen. Deshalb zählt zu unseren Forderungen bei der Umsetzung der EU-Richtlinie die Beibehaltung des Erfordernisses einer ethischen Bewertung von Tierversuchen oder auch des Verbotes von Tierversuchen für Tabakerzeugnisse, Waschmittel, Kosmetika und Waffen.

Die EU-Tierversuchs-Richtlinie enthält auch Verbesserungen gegenüber unseren bisherigen Vorschriften zu Tierversuchen. So enthält sie z.B. ein Transparenzgebot für das behördliche Beurteilungsverfahren. Tierversuche in der Lehre bedürfen nach der Richtlinie – anders als dies nach unserem bisherigen deutschen Recht der Fall war – auch der Genehmigung. Die Richtlinie sieht Maßnahmen vor, die man heute mit dem Begriff Qualitätskontrolle bezeichnet: Tierversuche mit gravierenden Eingriffen müssen einer rückblickenden Bewertung unterzogen werden, und dieses Erfordernis kann von den Mitgliedstaaten auch ausgeweitet werden auf andere Versuche. Dabei hat die Behörde im Nachhinein noch einmal den Schaden, der den Tieren zugefügt wurde, den Schweregrad der Eingriffe und die Anzahl der Tiere rückblickend zu überprüfen und zu beurteilen, ferner auch die Frage, was zur Verminderung von Tierversuchen beitragen könnte.

  

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ ist mit der Umsetzung der EU-Tierversuchs-Richtlinie in deutsches Recht in verschiedenen Gremien befaßt. Wir kämpfen gemeinsam mit anderen Tierschutzverbänden dafür, daß alle Spielräume der Richtlinie zugunsten des Tierschutzes ausgenutzt werden, um in möglichst vielen Bereichen gegenüber der heutigen Rechtslage ein Mehr an Tierschutz festzuschreiben. BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ im Einsatz gegen Tierversuche

Eines steht leider fest: Die Bemühungen der Tierschützer um den Inhalt der gesetzlichen Vorschriften können nur dazu führen, daß die Anforderungen an die Durchführung von Tierversuchen erhöht und dadurch hoffentlich die Zahl der Versuche mittel- und langfristig sinken wird. Die Entwicklung und die Anerkennung von Alternativmethoden zum Tierversuch sind noch nicht derart fortgeschritten und gesichert, daß wir es schaffen könnten, schon in Kürze zu einem Verbot von Tierversuchen zu gelangen.

Deshalb halten wir ein wissenschaftlich fundiertes intensives Suchen nach Ersatzmethoden für unerläßlich. Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ wirkt seit fast 25 Jahren in der Stiftung set mit. Es handelt sich um eine gemeinsame Stiftung der Tierschutzorganisationen BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ und Deutscher Tierschutzbund sowie der Industrie. Aufgabe der Stiftung set ist es, die konsequente Umsetzung der „3R“ voranzutreiben. Darunter wird folgendes verstanden: Replacement: Ersatz von Tierversuchen durch tierversuchsfreie Verfahren. Reduktion: Reduzierung der Zahl der notwendigen Tierversuche und der Menge der dafür eingesetzten Versuchstiere. Refinement: Verfeinerung und Verbesserung der Versuchsabläufe, so daß die Leiden der eingesetzten Versuchstiere gelindert und gezieltere Informationen aus den Experimenten gewonnen werden können.

Den Vorrang haben für uns die beiden ersten „R“, nämlich das Bemühen um den Ersatz und die Reduzierung von Tierversuchen und der Zahl der eingesetzten Versuchstiere.

Erfreulicherweise wird die Stiftung in den nächsten 5 Jahren auch finanziell vom zuständigen Bundesministerium unterstützt. Es konnten vor diesem Hintergrund bereits einige neue Projekte im Sinne der Tiere auf den Weg gebracht werden.

Falls Sie, verehrte Leserinnen und Leser, noch Fragen zu dem Thema haben, können Sie sich gerne mit dem BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ in Verbindung setzen.

 

 



Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen


So kompliziert der Name klingt, dahinter verbirgt sich ganz praktische Tierschutzarbeit. Sie wird erbracht in einer ungewöhnlichen Konstellation. [weiter...]

 

Listen von Herstellern und Vertriebsfirmen von Kosmetik ohne Tierversuche können Sie in unserer Hauptgeschäftsstelle anfordern.
E-Mail: bv-tierschutz@t-online.de
Tel.: 02841 25244