Pferde

Kein Ponykarussell auf Pfingstkirmes in Neuwied

BVT begrüßt Entscheidung für den Tierschutz

12. Mai, Berlin. "Es wäre großartig", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT), "wenn sich immer mehr Städte gegen Ponykarussells auf Jahrmärkten und ähnlichen Veranstaltungen, wie es gerade in Neuwied geschehen ist,  aussprechen würden."
Das Stadtmarketing Neuwied (Rheinland-Pfalz) hat kürzlich bekannt gegeben, dass in diesem Jahr keine Ponys auf der Pfingstkirmes eingesetzt werden dürfen. Hintergrund waren massive Proteste im vergangenen Jahr von Tierschützern, aber auch von Besuchern. "Wir freuen uns, dass sich auch die Bevölkerung gegen den tierschutzwidrigen Einsatz von Ponys auf Jahrmärkten ausspricht", so Dr. Styrie.
Neben Lärm, Lichtreizen und der Menschenmenge leiden die Ponys in den Reitbahnen besonders unter der monotonen Bewegung auf einer Hand. Sie sind gezwungen, stundenlang in sehr engem Radius im Kreis zu laufen und ständig wechselnde Kinder auf ihrem Rücken zu dulden. Ihr Kopf ist beidseitig durch Zügel fixiert und wird eng an die Brust herunter gezogen. Diese völlig artwidrige Bewegung führt - neben der nervlichen Belastung - zu Gelenk- und Wirbelsäulenschäden.
Andernach (Rheinland-Pfalz) hat sogar per Ratsbeschluss Ponykarussells auf öffentlichen Veranstaltungen verboten - das wünschen sich die meisten Einwohner von Neuwied auch.

 

 

Über 90.000 Menschen fordern mittels Petition ein Verbot für Pferdekutschen in Berlin. Auch der BVT setzt sich seit langem für ein Verbot ein. Hier lesen Sie den vollständigen Artikel zum Thema.

Ihr Kind möchte reiten lernen? - Pferde gehören nicht in Einzelboxen

15. März. Ab einem gewissen Alter kommt bei vielen Mädchen und Jungen das Bedürfnis auf, reiten zu lernen. Achten Sie bitte bei der Auswahl des Reitstalles in Ihrer Nähe auf die Haltung der Pferde.
Schweizer Tierschützer betonen, dass die verbreitete Einzelhaltung in engen Boxen im Umkehrschluss auch für die Reiter gefährlich sei. Der Grund: Durch den eingeschränkten Sozialkontakt und behinderte  Bewegungsfreiheit seien die Pferde unausgeglichener und schreckhafter. Dies führe zu einer gewissen Unberechenbarkeit, die ein höheres Gefährdungspotential für Reiter bedeute.
Wer seinen Kindern Reitunterricht zuteil lassen werden möchte, sollte keinesfalls den Preis als oberstes Kriterium ansetzen, rät der BVT. Viel wichtiger ist die möglichst artgerechte Haltung der Pferde in Gruppen-Laufställen und regelmäßiger Weidegang. Ebenfalls entscheidend: der sorgsame und verantwortungsbewusste Umgang des Stallpersonals und der anderen Pferdebesitzer mit ihren Tieren.
Ein rauer Umgangston, der routinemäßige Einsatz von Peitsche, Gerte und Sporen, das scharfe Reißen am Zügel, um die Pferde zu "disziplinieren" sowie andere restriktive Strafmaßnahmen sind Gründe, den Reitstall zu meiden und bei Verdacht auf Tierschutzverstöße dem Veterinäramt zu melden.   

Verbietet der Bezirk Mitte den Einsatz von Ponys auf Weihnachtsmärkten und Straßenfesten?

Im Bezirk Mitte stellen die Sozialdemokraten heute den Antrag, die sogenannten Ponykarussells zu verbieten. Der BVT begrüßt diesen Vorstoß sehr.

10. März 2016. Tierschutzorganisationen machen immer wieder bundesweit auf die unhaltbaren Zustände für die eingesetzten Ponys auf Weihnachts- und Jahrmärkten aufmerksam. Nun hat die SPD im Bezirk Berlin-Mitte einen Antrag eingebracht, der ein Verbot der Ponykarussells fordert. Die Sozialdemokraten schließen sich damit einer Entscheidung an, die bereits 2015 von mehreren Städten in Deutschland getroffen wurde.
So genehmigen Düsseldorf, Duisburg, Coburg, Schweinfurt, Neuss, Andernach und Dachau es nicht mehr, das Ponyreiten auf Jahrmärkten und ähnlichen Veranstaltungen anzubieten.
Der Einsatz von Ponys ist in mehrerlei Hinsicht ein gravierendes Tierschutz-Problem:
- stupide Bewegungsabläufe über einen langen Zeitraum in zu kleinen Ponykarussells und Manegen
- der vorgesehene Handwechsel (Richtungswechsel), um die einseitige Belastung zu minimieren, wird von den Betreibern ignoriert
- tierquälerisch enge Ausbindung der Ponys (Ausbindungszügel ziehen den Kopf der Tiere bis knapp vor die Brust)
- Ponys werden z.T. über Tage bzw. die Dauer der Veranstaltung im Transportwagen angebunden  
- Pausenzeiten werden nicht eingehalten
- Veranstaltungsbedingter Stress durch Lärm, große Menschenmengen, Transporte etc.
Die B.Z. zieht den SPD-Vorstoß in einem Online-Beitrag von heute ins Lächerliche und schreibt wörtlich: "Wir leben in einer Zeit, in der die Debatte um den Tierschutz hysterische Züge annimmt. Alle Nutztiere werden nach neuester Einschätzung nur noch gequält."
Muss man dazu noch was sagen?

Bundesverband Tierschutz fordert Verbot von Pferdedroschken in Berlin

Berlin, 29. Dezember 2015. Nach dem erneuten Unfall mit einer Pferdedroschke am Pariser Platz bekräftigt der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) seine Forderung nach einem Verbot der Pferdefuhrwerke.
„Der Vorfall am 27.12.2015, bei dem ein Kind leicht verletzt und ein Auto beschädigt wurde, macht wieder einmal deutlich,  dass Pferdekutschen in einer Millionenmetropole wie Berlin nichts zu suchen haben und tatsächlich auch zur Lebensgefahr für Mensch und Tier werden können", sagt Dr. Jörg Styrie. Der Geschäftsführer des BVT verweist auf die zum Teil sehr gefährlichen Unfälle, die regelmäßig durch übermüdete, gestresste und in Panik geratene Droschkenpferde in den vergangenen Jahren in europäischen Großstädten verursacht wurden.  
Der BVT fordert schon lange ein Verbot von Pferdekutschen in Berlin. "Die Situation für die eingesetzten Pferde ist unhaltbar", führt Dr. Styrie aus. Die Tiere würden durch zu lange Einsätze sowie das Laufen auf dem Asphalt inmitten des dichten Verkehrs körperlich und nervlich überfordert. Hinzu kämen neben der ständigen Belastung durch Lärm und Abgase lange Standzeiten in der prallen Sonne.
 "Zusätzlich verzeichnen wir in diesem Jahr mehr eingeleitete Ordnungswidrigkeiten gegen die Fuhrwerksbetreiber als im Vorjahr", so der BVT-Geschäftsführer. Zu ihnen zählen nicht eingehaltene Pausenzeiten, mangelhaftes Tränken und Füttern, nicht behandelte Wunden und Scheuerstellen und vieles mehr.
Unter diesen Umständen sei ein Verbot von Pferdekutschen in Berlin mehr als überfällig.

Verbot der Pferdekutschen in Berlin seit langem überfällig

Berlin, 21.7.2015: Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ (BVT) begrüßt die Überlegung des Bezirksstadtrates Carsten Spallek (CDU), die Pferdekutschen in Berlin-Mitte zu verbieten. „Seit Jahren weisen wir auf die vielfältigen Tierschutzprobleme hin, die mit den Pferdedroschken in Berlin verbunden sind. Doch statt einem notwendigen Verbot wurden den Fuhrwerksbetreibern einige Auflagen auferlegt, die oftmals nicht eingehalten wurden“, so Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT. Mit der jetzigen Ankündigung, ein Verbot der Pferdekutschen in Berlin zu erwägen, würde ein eklatantes Tierschutzproblem gelöst werden. „Wir hoffen im Sinne der Tiere, dass den Worten von Spallek nun auch Taten folgen“, kommentiert Dr. Styrie die Ankündigung des Bezirksstadtrates.

Gerade im Sommer sind die Anforderungen, die an die Pferde gestellt werden, immens. Bei brütender Hitze stehen die Tiere oft stundenlang in der Sonne, da Schattenplätze von den Kutschern nicht aufgesucht werden. Mangelware ist auch frisches Wasser, in der Regel werden die Pferde aus mitgeführten Behältern getränkt, das Wasser ist schal und lauwarm. Statt auf Naturboden Stehen und Laufen die Pferde auf hartem Asphalt, eine enorme Belastung des gesamten Bewegungsapparates. Hinzu kommt der Stress für die Tiere, wenn sie sich durch den dichten Autoverkehr in der Innenstadt bewegen müssen. Mit Romantik, wie die Kutschfahrten in Berlins Mitte angeboten werden, haben die Fahrten nichts gemeint. Im Gegenteil: Touristen unterstützen mit den Kutschfahrten eine Tierquälerei, die nicht mehr zeitgemäß ist. Berlin täte gut daran, nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen und die Pferdekutschen zu verbieten.

Buchempfehlung
"Das magische Pferdebuch"
Basiswissen Pferde [weiter...]

 

Pferderipper - Gräueltaten nehmen nicht ab
Schlagzeilen wie: „Erneut Pferd von unbekannten Tätern verletzt“ erschüttern jeden Menschen – selbst wenn man kein ausgewiesener Tierfreund oder Reiter ist. [weiter...]

 

Partner Pferd - wirklich Partner?
Das Pferd ist dem Menschen seit jeher weit mehr als ein hilfreiches Haustier. Es war und ist gleichsam Gefährte und Vertrauter. Wie kaum ein zweites Tier wird das Pferd vom Menschen geliebt und verehrt. Und doch wurde und wird auch heute noch auf die Bedürfnisse der Pferde oftmals wenig Rücksicht genommen. [weiter...]

 

Ein Plädoyer für artgerechte Pferdehaltung
Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. macht immer wieder auf Missstände im Umgang mit dem Pferd aufmerksam. In einer der letzten Ausgaben von TIERSCHUTZ war der faire Umgang mit den großen Tieren eines unserer Schwerpunktthemen. [weiter...]

 

Diesem Kraut ist die Leber von Mensch und Tier nicht gewachsen
Eigentlich ist sie ganz hübsch anzusehen: Gelbe Blüten, gezackte Blätter und ein großer Stiel, der sich zur Wurzel hin dunkelrot verfärbt. Sie ist jedoch giftig und lebensgefährlich für Tier und Mensch. [weiter...]

 

Das Pferd im Tierschutz
Wer Pferde hält, muss sie ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen, vor allem darf er die Möglichkeit zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken ... [weiter...]

 

Der Bundesverband Tierschutz fordert: Schluss mit dem tierquälerischen Brand bei Pferden
Noch immer werden viele Fohlen in Deutschland mit einem Brand-zeichen gekennzeichnet, vor allem um die Zugehörigkeit zu einem Zuchtverband sichtbar zu machen. ...(weiter...)