Elektroreizgeräte zur Hundeerziehung sind tierschutzrechtlich verboten

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 23. Februar 2006 entschieden, dass der Einsatz von Elektroreizgeräten, die erhebliche Leiden oder Schmerzen verursachen können, bei der Hundeausbildung nach geltendem Tierschutzrecht verboten ist.
Das Tierschutzgesetz verbietet die Verwendung von Geräten, die durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres erheblich einschränken oder es zur Bewegung zwingen und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist. Solche Ausnahmevorschriften gibt es bislang allerdings nicht.

Bei der Frage, ob Elektroreizgeräte tierschutzwidrig sind oder nicht, kommt es darauf an, ob sie von ihrer Bauart und Funktionsweise her generell geeignet sind, dem Tier nicht unerhebliche Schmerzen zuzufügen. Es kommt also nicht darauf an, wie die Geräte im Einzelfall vom Verwender eingesetzt werden, sodass der Benutzer sich nicht damit herausreden kann, sich bei der konkreten Anwendung im Rahmen unerheblicher Beeinträchtigungen zu halten. Das Bundesverwaltungsgericht führt ausdrücklich aus, es entspreche der Absicht des Tierschutz-Gesetzgebers, bereits den Einsatz potentiell gefährlicher Geräte generell zu verbieten.
Wenn der Volltext der Entscheidung Sie interessiert, können Sie sich gerne mit unserer Geschäftsstelle in Verbindung setzen.