Übernahme von Tierschutzhunden aus dem Ausland

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"Betrug mit Tierschutzhunden" - Plusminus warnt vor unseriösen Geschäftemachern
Berlin, 12.11.2015: In dem am 11. November ausgestrahlten Magazin plusminus ( ARD, 21.45 Uhr) ging es unter anderem um die Aufnahme von Tierschutzhunden aus dem Ausland. Plusminus warnte vor einer unkritischen Kontaktaufnahme mit Einrichtungen, die vorgeben, gegen eine Vermittlungsgebühr Tierschutzhunde aus dem Ausland in gute Hände nach Deutschland vermitteln zu wollen. „Es ist grotesk, dass kriminelle Banden mit dem Leid der Straßenhunde zunehmend lukrative Geschäfte machen“, so Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverbandes Tierschutz. Oft kassieren die Betrüger die Vermittlungsgebühr, ohne dass der Hund jemals bei den neuen Besitzern ankommt oder die Tierfreunde erhalten ein schwerkrankes Tier.
Daher empfiehlt der Bundesverband Tierschutz, Hunde aus dem Ausland nur dann zu übernehmen, wenn die Seriosität der vermittelnden Organisation geklärt ist. Weitere Kriterien, die Interessenten unbedingt beachten sollten:
- Die Vermittlungsgebühr darf erst bei der Übergabe des Hunde gefordert/gezahlt werden,
- der Hund muss mindestens acht Wochen alt sein,
- der Hund muss alle notwendigen Impfungen erhalten haben, die korrekt im EU-Impfpass eingetragen wurden (fragen Sie vorab eine/n Tierarzt/Tierärztin, welche Impfungen der Welpe bekommen haben müsste)
- der Hunde muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein, dessen Nummer mit der im Impfpass übereinstimmt.
Unser Tipp: Wenn Sie sich unsicher hinsichtlich der Vorgehensweise der von Ihnen kontaktierten Organisation sind, zögern Sie nicht, sich bei Tierschutzorganisationen Rat zu holen.

Hier der Link zur Sendung von plusminus.

BVT zum Welttierschutztag - Was tut die Bundesregierung eigentlich für die Tiere?

Fotoquelle: dreamstime

Bundesverband Tierschutz, Berlin, 1. Oktober 2015. Zum Welttierschutztag am 4. Oktober erhebt der Bundesverband Tierschutz (BVT) schwere Vorwürfe an die Bundesregierung.
"Wer den Koalitionsvertrag gelesen hat, musste annehmen, dass zumindest dieser Bundesregierung der Tierschutz ein wichtiges Anliegen ist", sagt Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des BVT. "Doch so ambitioniert die dargelegten tierschutzpolitischen Ziele auf die Bürger wirken sollten, so defizitär ist deren Umsetzung."
Keiner der im Koalitionsvertrag als notwendig erachteten Schritte - ob u.a. die Förderung einer tiergerechteren Haltung in der Landwirtschaft, die Verringerung von Tierversuchen, das Verbot von kommerziellen Tierbörsen oder der Verzicht auf nicht-kurative Eingriffe an Tieren - sind bis heute unternommen worden.
Der Bundesverband Tierschutz hat die politisch Verantwortlichen aus Berlin kürzlich noch einmal um konkrete Aussagen gebeten, wann die notwendigen legislativen Maßnahmen ergriffen werden, um die im Koalitionsvertrag hervorgehobenen Tierschutzprobleme zu lösen oder zumindest auf den Weg zu bringen. "Inzwischen drängt sich der Eindruck auf", so Dr. Gies, "dass sich die Bundesregierung den Tierschutz nur auf die Fahnen geschrieben hat, weil sie damit den gesellschaftlichen Nerv traf - an der Realisierung jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaftes Interesse hatte."
"Wir tragen als Tierschutzverband die Ankündigungen, die im Koalitionsvertrag gemacht wurden, weiter mit", stellt der BVT-Vorsitzende mit Blick auf die noch zwei Jahre währende Legislaturperiode der Koalition klar. "Aber wir erwarten jetzt keine Lippenbekenntnisse mehr, sondern einen Masterplan zur Umsetzung der tierschutzrelevanten Maßnahmen."

 

Zum Welttierschutztag
Der jüdische Kynologe, Schriftsteller und Tierschützer Heinrich Zimmermann forderte 1924 die Einführung eines Welttierschutztages. Als Punkt 23 nahm der Internationale Tierschutzkongress im Mai 1929 bei seiner dritten Tagung in Wien die Anregung mit auf und proklamierte am 8. Mai 1931 in Florenz den ersten Internationalen Welttierschutztag für den 4. Oktober des Jahres.
Namenspatron für den Welttierschutztag ist der Hl. Franz von Assisi, der am Abend des 3. Oktober 1226 verstarb. Franz von Assisi wurde durch seine Tierpredigten und berühmt. Der Welttierschutztag wird weltweit begangen und soll auf die vielfältigen Tierschutzprobleme, die nach wie vor bestehen, aufmerksam machen.

Bundesverband Tierschutz fordert Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik

Berlin, 26.8.2015: Gestern strahlte das ZDF einen Beitrag des Politmagazins Frontal 21 aus, der den Titel "Tierfabrik Deutschland" trug und passender nicht sein könnte. Die Umstände, unter denen Tiere in der konventionellen Landwirtschaft leben, leiden und sterben müssen, werden vom Bundesverband Tierschutz seit langem scharf kritisiert und mit Forderungen nach einer dringend notwendigen Agrarwende verbunden.

Der BVT appelliert an die Bundesregierung, die Weichen zu einer tiergerechten und umweltschonenden bäuerlichen Tierhaltung zu stellen und ruft gleichzeitig die Verbraucher auf, diesen Prozess aktiv zu begleiten. Wer tierschutzgerecht erzeugte Lebensmittel wünsche, müsse bereit sein, mehr zu bezahlen. Nur so könne dieser Wahnsinn, der sich Landwirtschaft nenne, beendet werden.
„Wir sind sehr dankbar für solche aufklärenden Fernsehbeiträge. Sie machen deutlich, welchen fürchterlich hohen Preis die Tiere für "erschwingliche " Lebensmittel zahlen. Kein Verbraucher kann heute noch glaubwürdig behaupten, er habe von den Lebensbedingungen in den Massentierhaltungsställen nichts gewusst“, sagt Dr. Gerd Gies. Mit der Politik und der Standesvertretung der Landwirtschaft geht der Verbandsvorsitzende hart ins Gericht: Unzureichende gesetzliche Schutzbestimmungen für Tiere hätten ein System entstehen lassen, bei dem nur noch der Profit zähle, das Wohlbefinden des Einzeltieres jedoch auf der Strecke geblieben sei. Die landwirtschaftliche Beratung konzentriere sich ausschließlich auf Aspekte der Wirtschaftlichkeit. Artgerechte Tierhaltungssysteme hätten dort keinen Platz.
Statt kosmetischer Korrekturen fordert der Bundesverband Tierschutz eine grundlegende Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. „Solange wir Tiere nutzen, haben wir die ethische Verantwortung, gut mit ihnen umzugehen. Artgerechte Haltungssysteme, kurze Transportzeiten und eine schmerzfreie Tötung sind Mindestanforderungen, die wir den Tieren schuldig sind“, so Dr. Gerd Gies abschließend.

 

Den Bericht von Frontal 21 können Sie hier sehen.

Europawahl und Tierschutz

 

Berlin, 26, Mai 2014: Nach der Auszählung liegt nun das Ergebnis der Europawahl vor. Aus Sicht des Tierschutzes bringt diese Wahl eigentlich nichts Neues. Die etablierten beiden großen Parteien (CDU/CSU und SPD), in deren Wahlprogrammen nichts zum Thema Tierschutz stand, gingen natürlich wieder als die stärksten Parteien aus der Wahl hervor. Der größte Wahlgewinner, die AfD, äußerste sich ebenfalls nicht zum Thema Tierschutz im Wahlprogramm. Die FDP erhielt erneut einen Dämpfer - auch in FDP-Wahlprogramm stand nichts zum Thema Tierschutz weiterlesen

Moralischer Absturz: Junge Liberale fordern Aufhebung des Schlachtverbotes von Hunden und Katzen

Berlin, 14.11.2013: Was zunächst wie ein verfrühter Aprilscherz erscheinen mag, scheinen die Jungen Liberalen tatsächlich ernst zu meinen: Auf Antrag der JuLis Sachsen-Anhalt wurde auf dem Bundesdelegiertenkongress ein Tagesordnungspunkt unter dem Titel „Schlachtverbote aufheben – Auch Hunde kann man essen“ aufgenommen.  Zur Begründung führen die Jungliberalen an, dass das Schlachtverbot „lediglich durch merkwürdige Moralvorstellungen zu erklären“ sei. „Vielmehr stellt dieses Verbot eine Diskriminierung anderer Kulturen dar, in denen Fleisch der genannten Tiere als Delikatesse gilt.“
Wer politisch in die Bedeutungslosigkeit abgesunken ist muss scheinbar alle Register ziehen, um wieder medial wahrgenommen zu werden. Anders ist diese absurde Forderung der Jungen Liberalen nicht zu verstehen, kommentiert der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ die Forderung der Jugendorganisation der FDP. Der Imageschaden, den die „Jungen Wilden“ der FDP  zugefügt haben, bleibt sicher überschaubar, denn wirklich ernst kann diese Partei niemand mehr nehmen.

Bundesverband Tierschutz mahnt die Parteien: Tierschutzversprechen umsetzen!

Berlin, 04. Oktober 2013: Anlässlich des heutigen Welttierschutztages mahnt der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ die politischen Parteien bei den Sondierungsgesprächen zu möglichen Koalitionen, Tierschutzthemen nicht auszuklammern. Insbesondere die SPD und Bündnis90/Die Grünen sind gefordert,  ihre Zusagen für mehr Tierschutz hart zu verhandeln.

 

Tierschutzpolitisch hatte die bisherige Bundesregierung wenig geleistet. Unter der Regie von CDU/CSU und FDP wurde zwar das Tierschutzgesetz überarbeitet und eine neue Tierversuchsverordnung verabschiedet, die neuen Regelungen dienen aber mehr den Tiernutzern, als den Tieren. Und auch für die Zukunft ist von Seiten der CDU/CSU ein verbesserter Schutz der Tiere nicht zu erwarten, zu enttäuschend waren die Antworten auf unsere Wahlprüfsteine.

 

Umso mehr sind nunmehr SPD und Bündnis90/Die Grünen gefordert, sich im Rahmen der Sondierungsgespräche für weitreichende Regelungen  zum Schutz der Tiere einzusetzen. Beide Parteien hatten in ihren Wahlprogrammen im Bereich des Tierschutzes einen Paradigmenwechsel im Umgang mit den Tieren angekündigt. So wollten sich die Parteien u.a. für eine Verringerung der Tierversuche und eine Stärkung der Alternativmethoden einsetzen, die Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Tiere verbessern und den Tierschutzverbänden ein Klagerecht einräumen. Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ erinnert an diese Zusagen.

 

Der Schutz der Tiere hat in Deutschland einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Dieser ethischen Verantwortung gegenüber den Mitgeschöpfen muss sich auch die neue Bundesregierung stellen. Der BUNDEVERBAND TIERSCHUTZ erwartet ein klares Bekenntnis zum Tierschutz in den Koalitionsverhandlungen.

 

Stichwort Welttierschutztag

Der 4. Oktober, der Tag des Heiligen Franziskus von Assisi, wurde international zum „Welttierschutztag" ausgerufen.

 

Franz von Assisi war Begründer des Ordens der Franziskaner und Schutzpatron der Tiere. Er sah das Tier als lebendiges Geschöpf Gottes. Er wurde zwei Jahre nach seinem Tode, am 4. Oktober 1228, heiliggesprochen.

 

Der Schriftsteller und Tierfreund Heinrich Zimmermann plädierte 1924 vor Berliner Tierschützern für die Einführung des Welttierschutztages. Im Jahr 1925 fand dann der erste Tierschutztag im Berliner Sportpalast statt. Zum weltweiten Ereignis wurde dies aber erst am 8. Mai 1931. An dem Tag wurde der Antrag Zimmermanns auf dem internationalen Tierschutzkongress in Florenz offiziell beschlossen. Seither wird der Welttierschutztag international begangen.

„Veggie Day“ Initiative der Grünen wird zum Aufreger der Fleischesser

Berlin/Moers 07.08.2013: Kaum hatte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast am Montag (5.08.2013)  in der BILD für einen vegetarischen Tag in Kantinen geworben, formierte sich auch schon die Fraktion der Andersdenkenden. Allen voran die FDP, die befürchtet, dass die Grünen nun auch noch den Menschen vorschreiben wollen, was sie zu essen und wie sie zu leben haben. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sieht in der Initiative des „vegetarischen Tages“ eine Bevormundung der Bürger und weist darauf hin, dass Fleisch zu einer ausgewogenen Ernährung dazu gehöre.
Die Aufregung von FDP und CSU verwundert insofern, als dass es nicht um ein Verbot des Fleischverzehrs geht, sondern lediglich um einen Vorschlag zur Einführung eines vegetarischen Tages in öffentlichen Kantinen. Und dieser Vorschlag ist auch nicht neu, sondern fand sich auch schon im Wahlprogramm der Grünen vom April 2013.
Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ bedauert sehr, dass die Diskussion um die Einführung eines vegetarischen Tages vom politischen Gegner so polarisiert geführt wird. Kantinenessen steht unter dem Druck, möglichst preiswert zu sein. Folglich stammt das verarbeitete Fleisch fast ausschließlich aus der industriellen Tierhaltung mit allen seinen negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Tiere und die Umwelt. Zudem gehört zu einer ausgewogenen Ernährung keinesfalls ein täglicher Fleischkonsum dazu. Diese Erkenntnis sollte Frau Aigner in ihrer Amtszeit als Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eigentlich gewonnen haben.
Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU)  hat errechnet, dass wenn alle Bundesbürger nur einen einzigen fleischfreien Tag in der Woche einlegen, pro Jahr 140 Millionen Tiere weniger gegessen und die Treibhausgase von sechs Millionen Autos eingespart werden.
Ein vegetarisches Essen in der Woche  muss nicht zwangsläufig mit dem Verlust von Lebensqualität verbunden sein. Im Gegenteil. Gut zubereitet kann  eine fleischlose Kost durchaus eine Bereicherung des Speisezettels sein und eine willkommene Abwechslung im fleischlichen Einerlei, meint der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ. 

Bundestagwahl 2013 – Wie positionieren sich die Parteien zum Tierschutz?

Berlin, den 26. Juli. 2013: Am 22. September 2013 sind mehr als 60 Millionen wahlberechtigte Bundesbürger aufgerufen, einen neuen Bundestag zu wählen. Neben Fragen zur inneren und äußeren Sicherheit, zur Arbeitsmark-, Gesundheits- und Rentenpolitik interessieren uns Tierschützer insbesondere auch die Positionen der Parteien zu Fragen des Tierschutzes. Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. hat hierzu die Parteiprogramme der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien und das Parteiprogramm der Piraten nach uns wichtig erscheinenden Schlagwörtern wie

  • Tierschutzgesetz

  • Verbandsklage

  • Tierversuche

  • Patente auf Pflanzen und Tiere

  • Landwirtschaftliche Tierhaltung

  • Tierische Lebensmittel

  • Jagd

durchsucht und die Ergebnisse in einer Tabelle zusammengefasst. Wir möchten Tierfreunden mit dieser Aufstellung eine Hilfestellungbei der Bewertung der Kernaussagen der Parteien zum Tierschutz geben. Wer sich umfassender informieren möchte, dem empfehlen wir die in Anschluss an die Tabelle aufgeführten Links zu den Parteiprogrammen aufzurufen.

Wir wünschen Ihnen einen Erkenntnisgewinn bei der Durchsicht der Informationen.                   weiter...