Pressemeldungen 2014

Am 17. Januar 2015 findet in Berlin wieder die Großdemonstration „Wir haben es satt“ statt. Auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ wird sich wie in den Jahren zuvor an dem Demonstrationszug beteiligen. Treffpunkt ist 11.30 Uhr auf dem Potsdamer Platz unter der „Historischen Ampel“. Bitte kommt zahlreich und bringt Banner und Transparente mit.
Zum Hintergrund:
Weiterhin ist die Agrarindustrie auf dem Vormarsch: Wenige globale Großkonzerne untergraben die Saatgut-Vielfalt und fördern die Gentechnik auf dem Acker. Investoren bauen immer neue industrielle Megaställe, in denen Tiere unter qualvollen Bedingungen leiden. Die Mächtigen dieser Welt planen auf dem G7-Gipfel und durch die Freihandelsabkommen TTIP und CETA die globale Industrialisierung der Landwirtschaft. Die Folgen sind allgegenwärtig: Immer mehr Bäuerinnen und Bauern müssen, hier und in den Ländern des Südens, ihre Höfe aufgeben. Billigfleisch überschwemmt die Märkte. Der Anbau von Monokulturen verdrängt den Regenwald. Ackerland wird zum Spekulationsobjekt. Und: Der weltweite Hunger ist nach wie vor Fakt.
Wir können es besser!
Eine bäuerliche, ökologischere Landwirtschaft verdient unseren Respekt und unsere Wertschätzung, sie ist ein wichtiger Beitrag zur Ernährungssouveränität. Sie muss und kann die Welt ernähren. Dazu brauchen wir kostendeckende Preise für Bäuerinnen und Bauern, die respektvoll mit Tier und Umwelt umgehen. Wir fordern regionale Erzeugung statt steigender Weltmarktorientierung für Nahrungsmittel. Und wir wollen Politikerinnen und Politiker, die endlich im Sinne der Menschen handeln anstatt die Interessen weniger multinationaler Konzerne zu vertreten.
 Widerstand zeigt Wirkung!
Wir haben schon viel erreicht: Überall in Deutschland verhindern Bürgerinitiativen neue Megaställe und fordern bäuerliche Strukturen in der Tierhaltung. Gentechnik-Mais darf in Deutschland nicht mehr angebaut werden und unser Protest lässt TTIP und CETA wanken. Kurz: Für Veränderungen braucht es den Druck der Straße. Deswegen demonstrieren wir am 17. Januar 2015 in Berlin erneut für eine grundlegende Agrarwende – bundesweit und global. Sei dabei!


17. Januar 2015
12:00 Uhr: Auftaktkundgebung, Ort: Potsdamer Platz
12:30 Uhr: Demo zum Kanzleramt

Firma "Kartzfehn"  betreibt Tierquälerei im großen Stil

Ende November stallte die Firma Kartzfehn in einem ehemaligen Rinderstall in Burglehn bei Lübben die ersten 17.500 Puten von geplanten 53.500 Puten ein. Bei den Tieren handelt es sich um Elterntiere, deren Aufgabe es ist, möglichst viele Eier zu legen. Aus diesen werden dann Küken erbrütet, die wiederum als Masttiere in Deutschland und Europa verkauft werden.

In der Haltung unterscheidet sich diese Elterntierhaltung kaum von denen der Masttiere.  2 bis 3 Tiere teilen sich die Fläche eines Quadratmeters. Bei der Größe der Tiere bedeutet dies qualvolle Enge. Kein Platz zum Laufen, kein Platz zum Flügelausstrecken, kein Platz zum ungestörten Ruhen. Und natürlich auch keine Möglichkeit Sitzstangen aufzusuchen, denn diese gibt es in den Ställen nicht. Von Beschäftigungsmaterial oder sogar Auslauf in einen Wintergarten oder sogar ins Frei ganz zu schweigen. Natürlich sind auch diese Tiere, wie die Masttiere, schnabelkupiert. Diese, für jedes einzelne Tier mit erheblichen Schmerzen verbundene Maßnahme soll verhindern, dass sich die Puten aus Stress durch gegenseitges Bepicken schwere Verletzungen zufügen. Nach dem Tierschutzgesetz ist das Kupieren der Schnäbel nur im Einzelfall erlaubt, keinesfalls als prophylaktische Maßnahme, um die Tiere an die Haltungsbedingungen anzupassen.  Alle diese tierschutzrelevanten Eingriffe in das Wohlbefinden der Tiere werden wohlwissentlich verschwiegen. Verschwiegen wird auch, dass die Puten zuchtbedingt zur natürlichen Fortpflanzung nicht mehr fähig sind. Statt der  Befruchtung durch einen Hahn werden die Hennen künstlich besamt. Aufgrund der angezüchteten Fleischmassen sind die Tiere zur Kopulation nicht mehr fähig. Ein Auswuchs der Züchtung, der deutlich macht, in welche unnatürliche Richtung sich die industrielle Tierhaltung bewegt.

Lassen wir uns keinen Traumsand in die Augen streuen, uns nicht von falschen Argumenten blenden. Mit artgerechter Haltung hat diese Putenhaltung nichts gemein. Für die Region stellt diese Massentierhaltung keinen Mehrwehrt dar. Im Gegenteil: die wenigen neu geschaffenen Arbeitsplätze werden mit Billiglohnarbeitern besetzt werden und die Region wird mit massiven Umweltbeeinträchtigungen zu kämpfen haben. Beim Ausbringen des Stallmistes hilft keine noch so ausgetüftelte Abluftanlage. Ganz zu Schweigen von dem LKW-Verkehr der notwendig sein wird, das Futter heranzuschaffen, die Bruteier zu transportieren, die Tiere abzutransportieren. Gegenwehr gegen solche Anlagen ist dringender denn je.

Bundesverband Tierschutz e.V.

Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg übergab 34.000 Unterschriften der Volksinitiative "Stoppt Massentierhaltung" an den Brandenburger Landtag

Potsdam, 20.11.2014: Mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Landtag beendete das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg am Donnerstag, den 20.11.2014, in Potsdam um 13:00 Uhr die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative „Stoppt Massentierhaltung“. Dabei reichte das Bündnis aus 42 Organisationen und Bürgerinitiativen aus den Bereichen Umwelt-, Tierschutz und Ökologischem Landbau, unter ihnen auch das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, rund 34.000 Unterschriften von Brandenburgerinnen und Brandenburgern bei der Landtagspräsidentin Frau Britta Stark ein. Die Initiatoren wollen mit diesem Instrument der Volksgesetzgebung zentrale Forderungen gegen die industrielle Tierhaltung auf die Tagesordnung bringen.
Das Aktionsbündnis Agrarwende musste für die im März gestartete Kampagne 20.000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern in Brandenburg sammeln, damit sich der Brandenburgische Landtag mit der Massentierhaltung auseinandersetzen muss. Nach nur wenigen Monaten waren bereits 34.000 Stimmen zusammengekommen. Die Initiatoren bewerten diesen Rückhalt in der Bevölkerung als einen großen Erfolg.
Aktionsbündnis Agrarwende Berlin Brandenburg
Das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg ist ein regionaler Zusammenschluss von Verbänden der Landwirtschaft, des Tier-, Umwelt- und Naturschutzes sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen und Initiativen, die für eine naturverträgliche, tiergerechte und soziale Zukunft der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes eintreten. Das Aktionsbündnis ist unabhängig, parteipolitisch neutral und überkonfessionell und besteht derzeit aus 42 Organisationen und Initiativen (www.agrarwen.de).

 

Nachfolgend noch einmal die Forderungen im Einzelnen:

  • Die Initiative fordert alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um die stetige Ausbreitung der Massentierhaltungsanlagen in Brandenburg zu unterbinden.
  • Es soll ausschließlich die artgerechte Haltung von Tieren finanziell gefördert werden.
  • Das Abschneiden („Kupieren“) von Schwänzen und Schnäbeln soll auch in Ausnahmefällen verboten werden.
  • Der Schutz der Tiere im Land Brandenburg soll durch die Berufung eines/einer Landestierschutzbeauftragten gestärkt werden.
  • Den Tierschutzverbänden soll ein Mitwirkungs- und Klagerechte zum Wohl der Tiere eingeräumt werden, damit der im Grundgesetz verankerte Tierschutz wirksam umgesetzt wird.
  • Weiterhin fordert das Aktionsbündnis die Landesregierung auf, sich für die Einbringung eines Gesetzentwurfs in den Bundesrat einzusetzen, um auf Bundesebene
  • eine Verschärfung des Immissionsschutzrechtes zu erwirken, um Menschen vor Belastungen durch Gerüche und Bioaerosole (insbesondere Keime, Endotoxine und Pilze) und Ökosysteme vor Ammoniakbelastungen und anderen Immissionen wirksam zu schützen,
  • die Düngemittelverordnung zu novellieren, um die Nährstoffüberschüsse in der Landwirtschaft wirksam zu begrenzen,
  • den Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung zu reduzieren, insbesondere durch eine lückenlose Dokumentation der Antibiotikagabe und die Durchsetzung der Einzeltierbehandlung bei Krankheiten,
  • das Selbstbestimmungs- und Mitspracherecht der Kommunen bei Genehmigungsverfahren von Anlagen der Massentierhaltung zu stärken, insbesondere das gemeindliche Einvernehmen nach § 36 BauGB als Ermessensentscheidung auszugestalten

Das Töten freilebender Katzen ist ein Verbrechen gegenüber den Tieren

"Niemand ist für freilaufende in der Natur geborene und nicht vom Menschen großgezogene Katzen verantwortlich...und schon gar nicht Gemeinden mit tiefroten, nur durch massive Gebühren- und Steuerhöhungen sowie Streichung freiwilliger Leistungen (Zuschüsse für Vereine, Kinderbezreuung etc.), Personalkosteneinsparungen usw. auszugleichende Haushalte! Und wenn man überhaupt das Problem lösen will, sollte man die Tiere fangen und direkt einschläfern...dafür braucht man aber kein teures Tierheim finanziert durch Steuergelder!"
Stefan Klutes Kommentar auf der facebook-Seite vom Tierschutzverein Friedland u.U. e.V. zum Artikel "Wohin mit den Miezen" vom 16.11.14 im Extra Tip.

Das Töten freilebender Katzen ist ein Verbrechen gegenüber den Tieren

Mit seiner Aussage, freilebende Katzen einzufangen und einschläfern zu lassen, um so die Kosten für die Betreuung der Tiere in Tierheimen zu sparen, fordert Stefan Klute unverhohlen zu einer Straftat auf. Auch ihm sollte als scheinbar politisch interessierten Bürger bekannt sein, dass der Tierschutz bereits vor mehr als 10 Jahren zum Staatsziel erklärt worden ist. Der Gesetzgeber hat damit deutlich gemacht, dass der Staat und somit alle Bürger auch für die Schutzbedürftigkeit der Tiere Verantwortung tragen. Hierrüber besteht gesellschaftlicher Konsens. Zudem verbietet das Tierschutzgesetz das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund. Sich eines menschengemachten Problems dadurch zu entledigen, die Tiere zu töten, ist auch keinesfalls durch das Tierschutzgesetz gedeckt. Im Gegenteil! Es handelt sich um eine Straftat, die mit bis zu 3 Jahren Gefängnisstrafe geahndet werden kann. Herr Klute wird vermutlich keinen Tierarzt finden, der eine Katze einschläfert, nur um für die Kommune Kosten zu sparen. Er wird also schon selber handanlegen müssen. Dann bitte so populistisch und vor laufender Kamera, wie er auch sonst seine Meinung vertritt. Innere Einkehrt in einer Zelle soll ja so manchen Irrläufer geläutert haben.

Bundesverband Tierschutz begrüßt Überarbeitung des Jagdgesetzes in Nordrhein-Westfalen und unterstützt Minister Remmels Gesetzentwurf

 

Moers, 29.10.2014: Die Anfeindungen aus der Jägerschaft, denen Umweltminister Minister Remmel wegen seines Entwurfes eines ökologischen Jagdgesetzes ausgesetzt ist, passen ins Bild. Jäger scheinen unbelehrbar, sie sind Argumenten nicht zugänglich und halten entgegen neuzeitlichen Erkenntnissen an überholten Traditionsformen der Jagd fest. Um es klar herauszustellen: Die Jäger sollen auch weiterhin die Jagd in Nordrhein-Westfalen ausüben können. Lediglich mit einigen Einschränkungen, die aber seit langem überfällig sind.

 

So sollen die Baujagd, der Einsatz von Totschlagsfallen und der Katzenabschuss verboten werden. Der Abschuss von Hunden soll nur noch statthaft sein, wenn der Jäger beweisen kann, dass der Hunde tatsächlich gewildert hat. Der Jagdzwang für Vereine soll gelockert werden, zudem wurde die Liste der jagdbaren Arten gekürzt und die Jagdzeit stärker reglementiert werden. Unter ein Verbot fallen auch die Verwendung bleihaltiger Büchsenmunition und Flintgeschosse wie auch die Ausbildung von Jagdhunden an flugunfähig gemachten Enten. Auch das Aussetzen von Tieren mit dem Ziel, es wenig später abzuschießen unterliegt der Streichliste.

 

Jeder dieser Punkte lässt sich fachlich begründen. Doch die Jäger laufen Sturm, obwohl die Jagdverbände in dem Arbeitskreis zur Entwicklung des neuen Jagdgesetzes eingebunden waren. Nunmehr Kompromisse wieder in Frage zu stellen, die in langen Verhandlungen im Vorfeld der Novellierung gefunden wurden, zeigt die Gesinnung der Jäger. Um keinen Preis wollen sie sich notwendigen Veränderungen unterwerfen.

 

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ begrüßt den Gesetzentwurf des Umweltministers und erwartet von Ministerpräsidentin Kraft, dass sie sich von dem Aktionismus der Jäger nicht blenden lässt, sondern den Novellierungsentwurf getreu dem Koalitionsvertrag unterstützt.

Gregor Gysi irrt

Auf seiner facebook-seite gibt Gregor Gysi bekannt, dass er für ein weißes Löwenbaby des Zirkus Krone eine Patenschaft übernommen hat. Er begründet das damit, dass er als Kind große Glücksmomente empfunden habe, als er zum ersten mal einen Löwen gesehen habe. Er wünscht sich, dass Eltern auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen ihren Kindern solche Momente bescheren können. Und mehr noch: Er ist der Auffassung, dass man Tierschützerin und Tierschützer nur wird, weil man als Kind die Tiere im Circus, im Zoo und im Tierpark lieben lernt.

Leider betrachtet Gregor Gysi die Wildtierhaltung in Zirkussen durch eine rosarote Brille. Die Realität sieht indes ganz anders aus. Eine Haltung im Zirkus bedeutet für Wildtiere erhebliches Leid, denn die natürlichen Bedürfnisse von Wildtieren können im Zirkus-Alltag in keiner Weise erfüllt werden: Angefangen bei der extrem beengten Unterbringung in Transportwagen und provisorischen Gehegen, fehlenden Rückzugs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, der nicht-artgerechten Vergesellschaftung, fehlender Klimatisierung von Gehegen und fehlenden Winterquartieren, unzureichender Ernährung und medizinischer Betreuung, häufigen und langen Transporten und Standzeiten bis hin zur Vorführung tierschutzwidriger Kunststücke und tierquälerischer Dressurmethoden. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Wildtierhaltung im Zirkus vermehrt Verhaltensstörungen, Krankheiten und Todesfälle zur Folge hat.
Wer genau hinschaut, kann dies auch als Laie erkennen.

Als Politiker sollte Gysi sich nicht von der Traumwelt Zirkus Krone einlullen lassen, sondern der Realität ins Auge schauen. Dazu muss er aber zunächst die rosarote Brille abnehmen.

 

Dr. Jörg Styrie

Bundesverband Tierschutz e.V.

TV-Spot "Winterschlaf" - Otto-Livingkampagne Herbst 2014

Kuschelbär – Bär zum Kuscheln

Mit dem TV-Spot „Winterschlaf“ bedient das Versandhaus Otto alle emotionalen Sensoren der Zuschauer: Ein Bär, den man zum Knuddeln gern haben möchte. Ein Bär, so samt und weich, dass einem das Herz aufgeht. Subtiler kann Werbung kaum sein. Ein wirklicher Clou der Werbemacher. Alle Achtung! Verloren geht dabei aber die Realität. Bären sind keinesfalls sanft und kuschelig. Bären sind Wildtiere und sollten es auch bleiben. Und in vielen Fällen ist der Umgang des Menschen mit Bären keinesfalls liebe- oder besser gesagt respektvoll, wie in diesem Spot. In freier Wildbahn werden sie von den Menschen gerne mal vor die Flinte genommen, selbst wenn der Abschuss einige tausend Dollar kostet. In Zoos bietet man ihnen ein Umfeld, das eher einem Gefängnis gleicht, als dem Versuch, die natürliche Umgebung abzubilden. Und in Zirkussen werden Bären immer noch zu artwidrigen Kunststücken gezwungen an denen kein Zuschauer Gefallen finden kann, wenn er darum weiß, auf welche Weise die Bären zu diesen Kunststücken gezwungen werden und wie qualvoll die Haltung in den Zirkuswagen ist. Und sollte sich ein frei lebender Bär tatsächlich einmal in die Nähe des Menschen verirren, wird er zum „Problembär“. Man sieht ihn dann lieber tot als lebendig. Der Bär hat es mit dem Menschen nicht einfach. Lassen wir ihn lieber dort, wo er hingehört und gehen getrennt Wege – auch wenn er so“ kuschelig“ ist. Dem Bär würde es gefallen.
Dr. Jörg Styrie
Bundesverband Tierschutz e.V.


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Zum Welttierschutz am 4. Oktober

BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ fordert: keine illegalen „Hinterhof-Schlachtungen“ am islamischen Opferfest

Berlin, 2. Oktober 2014: Es ist eine Ironie des Schicksals, dass zeitgleich zum Welttierschutztag am 4. Oktober die diesjährigen Feierlichkeiten zum islamischen Opferfest „Kurban Bayrami“ (4. – 7. Oktober) beginnen. Das Opferfest findet weltweit als Abschluss des Fastenmonats Ramadan statt. Es erinnert an den Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern.

 

Im Rahmen dieses Festes ist jeder wirtschaftlich besser gestellte Muslim aufgerufen, ein Schächtopfer zu bringen. Beim Schächten wird den Tieren bei vollem Bewusstsein, also ohne vorherige Betäubung, die Kehle durchgeschnitten, wobei die Tiere erhebliche Qualen erleiden. Dadurch soll erreicht werden, dass die Tiere vollständig ausbluten. Geopfert werden in der Regel Schafe und Rinder.

 

Obwohl in Deutschland das Schächten von Tieren grundsätzlich verboten ist und nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden darf, wenn besondere religiöse Vorschriften ein Schächten zwingend vorschreiben, ist wie in jedem Jahr wieder mit illegalen Schächtungen zum Opferfest zu rechnen.

 

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ appelliert daher dringend an die Behörden, insbesondere auch in der Würdigung der Verankerung des Tierschutzes als Staatsziel, keine Genehmigungen zum Schächten zu erteilen. Auf der Grundlage bestehender Gerichtsurteile hat die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zum betäubungslosen Schlachten nach § 4a Abs. 2 Nr. 2 des Tierschutzgesetzes strengsten Prüfkriterien zu unterliegen. Der Verband fordert auch, die Kontrollen zu verschärfen und Missachtungen des Schächtverbots konsequent zu ahnden.

 

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ hat großen Respekt vor anderen Kulturen und Religionen, er fordert aber die 3,3 Millionen Mitbürger islamischen Glaubens auf, geltende deutsche Gesetze zu respektieren und keine Schächtungen vorzunehmen.

Zugleich weist der Tierschutzverband darauf hin, dass Landwirte, die Muslimen Tiere zum Schächten überlassen oder Schächtungen auf ihrem Hof zulassen, wegen Beihilfe belangt und nach § 27 StGB mit hohen Geldbußen, bis 25.000 Euro, bestraft werden können.

BVT setzt sich für die Tierschutzverbandsklage in Sachsen-Anhalt ein

Magdeburg, 10.September 2014: Auf der heutigen Anhörung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landtages von Sachsen-Anhalt ging es um einen Gesetzentwurf zur Einführung des Verbandsklagerechtes für anerkannte Tierschutzorganisationen. Als Sachverständiger wurde auch der Vorsitzende des Bundesverbandes Tierschutz, Dr. Gerd Gies, eingeladen. In seinem Statement setzte er sich mit Nachdruck für die Einführung des Verbandsklagrechtes für Tierschutzorganisationen ein, denn nur so könnten die Rechte effizient eingefordert werden. Neben der Möglichkeit, die Rechte für die Tiere auf gerichtlichem Wege einzuklagen sieht der Gesetzentwurf auch weitreichende Mitwirkungsmöglichkeiten der Tierschutzvereine, zum Beispiel beim Genehmigungsverfahren von kommerziellen Tierhaltungsanlagen, vor. Diese Mitwirkungsrechte ermöglichen es den anerkannten Tierschutzverbänden bereits im Genehmigungsverfahren ihre Forderungen einzubringen und auf die Einhaltung der Vorgaben des Tierschutzgesetzes zu drängen. „Hier sehe ich den Schwerpunkt in der Arbeit der Tierschutzvereine im Rahmen des Gesetzes über das Verbandsklagerecht und die Mitwirkungsrechte von Tierschutzvereinen in Sachsen-Anhalt. Die Klage ist die ultima ratio, wenn wir im Rahmen der Mitwirkung nicht erfolgreich sein sollten“, so Dr. Gies.

 

Die Stellungnahme des Bundesverbandes Tierschutz zur Verbandsklage in Sachsen-Anhalt finden Sie hier:

Tiere sind keine Sachen sondern Mitgeschöpfe!

Foto: Stöcker-Gietl, Quelle: Mittelbayrische Zeitung vom 06.08.2014

Die Weigerung der Gemeinde Mühlhausen die Behandlungskosten für eine freilebende Katze zu übernehmen, die durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt wurde, nur weil der Finder das Fundtier nicht bei der Gemeinde gemeldet hat, zeigt die Abgebrühtheit unserer Gesellschaft gegenüber den Tieren. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch § 90a sind Tiere keine Sachen mehr, entsprechend gilt es auch zu handeln. Einer Katze, die schwer verletzt ist, eine Behandlung zu verwehren und ihr damit weitere Schmerzen zuzumuten, ist mit dem Tierschutzgesetz nicht zu vereinbaren. Wir Menschen haben eine Fürsorgepflicht gegenüber den Tieren, erst recht, wenn sie verletzt sind und unverzügliche Hilfestellung notwendig ist. Sich hinter einem Bürokratismus zu verstecken und 465 € Behandlungskosten nicht übernehmen zu wollen ist grotesk, leider jedoch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

Dr. Jörg Styrie

Bundesverband Tierschutz e.V.

 

Sehen Sie hier dazu den Artikel von "Mittelbayrische Zeitung"

Tierhaltungsverbot im Fall Pferdequälerei in Linow bestätigt

Mit Urteil vom 16. Juni 2014 bestätigte das Verwaltungsgericht Potsdam die Rechtmäßigkeit des Tierhaltungsverbotes und die Geldstrafe in Höhe von 750 € gegen eine Pferdehalterin in Linow, die einen Pferdebestand von 160 Tieren über lange Zeit unzureichend betreut hat und den Tieren somit unzulässige Leiden zugefügt hatte. Der Tierschutzfall beschäftigte den Bundesverband Tierschutz über lange Zeit. Bereits im Winter 2012 war die Tierhalterin wegen unzureichender Versorgung der Tiere aufgefallen. Damals standen die Pferde noch auf einer Weide in der Nähe von Frauenhagen (Uckermark). Wiederholt hatte der Bundesverband Tierschutz die Haltung kontrolliert und dabei feststellen müssen, dass fast wöchentlich Tiere auf der Weide verendeten. weiterlesen

Europawahl und Tierschutz

 

Berlin, 26, Mai 2014: Nach der Auszählung liegt nun das Ergebnis der Europawahl vor. Aus Sicht des Tierschutzes bringt diese Wahl eigentlich nichts Neues. Die etablierten beiden großen Parteien (CDU/CSU und SPD), in deren Wahlprogrammen nichts zum Thema Tierschutz stand, gingen natürlich wieder als die stärksten Parteien aus der Wahl hervor. Der größte Wahlgewinner, die AfD, äußerste sich ebenfalls nicht zum Thema Tierschutz im Wahlprogramm. Die FDP erhielt erneut einen Dämpfer - auch in FDP-Wahlprogramm stand nichts zum Thema Tierschutz weiterlesen

Stoppt das Töten von Straßenhunden in Rumänien

 

Berlin, 17.05.2014: Gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Menschen für Europas Streuner“, weiteren Tierschutzorganisationen und aktiven Tierschützern protestierte der BUNDESVERBAND TIERCHUTZ e.V. (BVT) zum zweiten mal in diesem Jahr gegen das barbarische Töten von Straßenhunden in Rumänien. Als Mitgliedsland der EU ist auch Rumänien aufgefordert, sich an geltendes Tierschutzrecht zu halten und statt die Straßenhunde zu töten, Kastrationsaktion durchzuführen, um einer weiteren Vermehrung der Hunde entgegen zu wirken. weiterlesen

Großdemonstration gegen Tierversuche am 26. April 2014

Bündnis Tierschutzpolitik Berlin macht gegen Tierversuche mobil!

Berlin, 24. April 2014 – Unter dem Motto „Forschung ja – Tierversuche nein!“ demonstriert das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin am Samstag, den 26. April 2014, anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstiers (24.04.) gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund für ein Ende der Tierversuche. Der Demonstrationszug, zu dem mehrere Tausend Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden, führt vom Potsdamer Platz zum Bundeskanzleramt im Zentrum der Hauptstadt. weiterlesen

Dr. Gerd Gies zum neuen Vorsitzenden des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ e.V. (BVT) gewählt

 

 

 

7. April 2014: Einstimmig wurde Dr. Gerd Gies auf der gestrigen Jahreshauptversammlung des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ e.V. zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Astrid Funke an, die den Verband über 14 Jahre geleitet hatte und ihr Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellte. weiterlesen

Schlechte Nachricht für die 27 Angestellten der Peters GmbH in Claußnitz:

Das Werk, in dem Angora-Wäsche genäht wird, soll im Laufe dieses Jahres geschlossen werden

Unter den Betroffenen: 20 Näherinnen. Sie bekämen „unverbindlich“ einen Arbeitsplatz in Wilkau-Haßlau angeboten, hieß es. Geschäftsführerin Dr. med. Ulrike Katz (auch Chefin der Medima GmbH) macht die Tierschützer von PETA für die Betriebsschließung verantwortlich. PETA hatte u.a. das brutale „Zupfen“ von Angora-Kaninchen angeprangert. weiterlesen

Zirkus Berolina in Berlin

Bündnis Tierschutzpolitik Berlin kritisiert die Präsentation von Wildtieren scharf

Berlin, 26. März 2014 - Unter dem Motto „Sterne der Manege“ gastiert der Zirkus Berolina bis zum 27. April am Berliner Hauptbahnhof.  Seit Jahren steht das Unternehmen wegen der Vorführung von Wildtieren und den unzureichenden Haltungsbedingungen in der Kritik. Wiederholt starben in den letzten Jahren Elefanten an den Folgen nicht artgerechter Haltung und tierfeindlicher Dressuren. „Wildtiere im Zirkus sind pure Tierquälerei, die Darbietungen der Kunststücke basieren zumeist auf tierfeindlichen Ausbildungsmethoden und verletzen die Würde der Tiere“, so Dr. Jörg Styrie vom Bündnis Tierschutzpolitik Berlin.  „Hinzu kommt die Problematik, dass unter den Bedingungen eines reisenden Unternehmens die Anforderungen an eine artgerechte Haltung der Tiere nicht erfüllt werden können“, so Styrie weiter. weiterlesen

Übergabe von 38 000 Unterschriften gegen das Max-Delbrück-Centrum (MDC) ist nur ein erster Schritt!

Berlin, 24. März 2014 -  „Die von den Ärzten gegen Tierversuche und den Tierversuchsgegnern Berlin und Brandenburg am 26.03.2014 im Roten Rathaus Berlin überreichten 38 000 Unterschriften gegen den Neubau eines Tierlabors des Max-Delbrück-Centrums spiegeln nur einen Teil des Stimmungsbildes in der Bevölkerung gegen das Vorhaben wieder - die Ablehnung ist viel höher“, so Wolfgang Apel, Präsident des Tierschutzvereins von  Berlin. Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin hat durch seine starken Mitgliedsvereine – den Tierschutzverein für Berlin und den Bundesverband Tierschutz –  bis heute selbst noch mindestens die gleiche Anzahl von Protestunterschriften gesammelt. „Wir werden diese Unterschriften zum  7. Berliner Tierschutztag im September dem Berliner Senat übergeben“ ergänzt Dr. Jörg Styrie vom Bundesverband Tierschutz. „Bis dahin werden wir auch diese Zahl noch um ein Vielfaches erhöhen können und damit ein Abbild geben, wie groß der Protest der Berliner Bevölkerung gegen ein Tierversuchslabor ist, in dem jährlich rund Hunderttausend Tiere gequält und getötet werden“.                                                                   weiterlesen

Erfolg: Galeria Kaufhof stellt den Verkauf von Kaninchenfleisch zum 1. April 2014 ein

Foto: Deutsches Tierschutzbüro

Berlin, 13.03.2014. Einen großen Erfolg kann das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“,  an dem auch der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ beteiligt ist, verbuchen: Galeria Kaufhof stellt bundesweit den Verkauf von Kaninchenfleisch Anfang April 2014 ein.
Die Entscheidung des Konzerns ist als Reaktion auf die Protestaktionen des Kaninchenbündnisses zu werten, das immer wieder auf die qualvollen Haltungsbedingungen der Kaninchen aufmerksam und das Handelsunternehmen zur Auslistung des Kaninchenfleisches aufgefordert hatte.                                                                                        weiterlesen

BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ fordert umfassende Kontrolle deutscher Schlachthöfe

Die aktuellen Ereignisse im März 2014 bezüglich der Missachtung tierschutzrechtlicher Bestimmungen bei der Schlachtung von Tieren im Schlachthof Bad Bramstedt nimmt der Bundesverband Tierschutz zum Anlass, eine umfassende Kontrolle aller deutschen Schlachthöfe zu fordern. Es darf nicht sein, dass Tieren aus Rohheit unsägliche Leiden zugefügt werden. Wenn schon Tiere zum Fleischgewinn gehalten und getötet werden, so muss dies unter Einhaltung aller Tierschutzbestimmungen erfolgen.

 

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel gegen den Vion-Schlachthof in Bad Bramstedt wegen des Verdachts, dass Tötungen mit unnötigen Leiden von Tieren verbunden waren. Abgetrennte Rinderköpfe wiesen mehrere Bolzenschuss-Löcher auf, obwohl die Tiere eigentlich nach einem Schuss tot sein müssten. Andere Tiere hatten gar keine Schusslöcher. Vermutlich wurden diese Tiere vor der Schlachtung nicht einmal betäubt.                                                                                                                                 weiterlesen

Bündnis Tierschutzpolitik entsetzt über Urteil zu Tierversuchen - Weitreichende Konsequenzen für Berlin erwartet

 

Berlin, 6. Februar 2014 – Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) über die Fortführung der Affenversuche an der Bremer Universität sorgt bei den Berliner Tierschützern für blankes Entsetzen. Das Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, das sind der Tierschutzverein für Berlin und der Bundesverband Tierschutz, sieht den Tierschutz um Jahre zurückgeworfen.                                                                         weiterlesen

Europäische Organisationen plädieren für die rumänischen Hunde

Am 23. Januar 2014 unterzeichnete BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. zusammen mit über 200 europäischen Organisationen einen Brief an die Europäische Kommission, in dem sie die Kommission ermahnten, endlich gegen die grausame Behandlung der Hunde in Rumänien zu intervenieren.
Der Brief zeigt eindeutig, dass die Europäische Kommission die rechtliche Befugnis hat um einzugreifen. Eine unabhängige Recherche ergibt, dass eine rechtliche Grundlage für eine Intervention bereits durch Artikel 13 (Tierschutz) und Artikel 168 (öffentliche Gesundheit) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union existiert. Weitere relevante Abschnitte der EU Legislative beinhalten unter anderem den Ratsbeschluss 2009/470/EC und die Entscheidung der Kommission 2008/341/EC, die die EU Finanzhilfen an Mitgliedsstaaten regeln.                           weiterlesen...

BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. als klageberechtigter Verband in NRW anerkannt

BU: Tierschützer freuten sich gemeinsam mit Minister Remmel über die Verabschiedung des Verbandsklagrechtes durch den Landtag NRW am 20.06.2013.

Moers, den 22.01.2014: Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. (BVT) ist vom Verbraucherschutzministerium in NRW als klageberechtigter Verband anerkannt worden. Der BVT wertet die die Entscheidung des Ministeriums auch als Anerkennung für die jahrzehntelange seriöse und fachlich fundierte Tierschutzarbeit des Verbandes. Mit der Anerkennung erhält der Verband die Möglichkeit, auch juristisch wirksam für die Rechte der Tiere in NRW einzutreten.  Nach Aussage des Geschäftsführers des Verbandes, Dr. Jörg Styrie, werde man das Instrument der Klage zurückhaltend, doch wenn es notwendig sei, effizient einsetzen. Der Schwerpunkt liege aber zunächst auf den Mitwirkungsrechten, um so bereits im Vorfeld dem Tierschutz bei Genehmigungsverfahren den notwenigen Stellenwert einzuräumen. Neben dem BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ wurde sechs weiteren Tierschutzverbänden in NRW das Klagerecht zugesprochen.

BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ beteiligt sich an Protestaktion „Wir haben es satt“

Berlin, 20. 1. 2014: Unter dem Motto „Wir haben es satt“ sind am Samstag in Berlin rund 30.000 Menschen auf die Straße gegangen. Unter Ihnen waren auch zahlreiche Aktivisten des BUNDESVERBANDES TIERSCHUTZ. Mit Transparenten, Fahnen und Parolen machten sie deutlich, wofür sie einstehen: Für einen besseren Tier- und Naturschutz in der Landwirtschaft, für eine Stärkung des ökologischen Landbaus, für eine bäuerliche Landwirtschaft und gegen Massentierhaltungen, gegen Landspekulation, gegen Futtermittelimporte aus Entwicklungsländern.  Sie alle forderten die Bundesregierung auf, eine grundlegende  Wende in der Agrarpolitik vorzunehmen. Der Protestzug wurde  von rund 70 Traktoren begleitet.
Anlass der Proteste war die Agrarmesse Grüne Woche, die derzeit auf dem Berliner Messegelände stattfindet. Träger der Großkundgebung, die seit 2011 jedes Jahr stattfindet, ist ein breites Bündnis  von rund 100 Umwelt-,Tierschutz-, Verbraucherschutz- und Entwicklungsorganisationen sowie von Bürgerinitiativen und Landwirtschaftsverbänden.

Der neue Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) begrüßte, dass sich Demonstranten an der politischen Debatte beteiligten. "Alle Argumente, die dort vorgetragen werden, spielen auch in unserer Diskussion eine Rolle und haben ihre Berechtigung", sagte er. Es sei gut, dass die Demonstranten ihre Meinung sagten, "weil es zeigt, dass viele Menschen sich Gedanken machen um die Welternährung".  Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ  erwartet, dass dieser Erkenntnis des Ministers auch Taten folgen und er Maßnahmen einleitet, um der verfehlten Entwicklung in der Landwirtschaft, hin zu immer größeren Betrieben, Einhalt gebietet. 

Erster öffentlicher Auftritt des Bundesverbandes Tierschutz e.V. im „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“

Berlin, 17. Januar 2014: Seit Anfang des Jahres 2014 ist der Bundesverband Tierschutz e.V. Mitglied im Bündnis Tierschutzpolitik Berlin, dem auch der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung  e.V. angehört. Im Rahmen der Großdemonstration „Wir haben es satt“  tritt das Bündnis am 18. Januar erstmals mit einem gemeinsamen Banner auf.  
Zielsetzung des „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“ ist es, auf politischer Ebene die Kräfte zu bündeln, um noch effektiver zu Lösungen bei den vielfältigen Tierschutzproblemen zu kommen.  Die zu bearbeitenden Themen hat das Bündnis in einem „Berliner Tierschutz-Programm“ zusammengefasst, das folgende Punkte beinhaltet:

 

1. Einführung einer Katzenschutzverordnung (Kastration von Freigängerkatzen)!
2. Änderung des Hundegesetzes von 2004 – Abschaffung der Rasseliste!
3. Einführung eines Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzvereine!
4. Versorgung von verletzten Wildtieren in Berlin!
5. Tierversuche abschaffen – Ersatzmethoden ausbauen!
6. Mehr tiergerechte Hundeauslaufgebiete für Berlin!
7. Wildtiere gehören nicht in den Zirkus!
8. Staatliche Unterstützung für die Tierheime!
9. Tierschutz in die Förderrichtlinie des Lottogesetzes!
10. Umfassender Schutz für alle Heimtiere – Für ein Heimtiergesetz!

 

„ Es ist gut, dass sich die seriösen Tierschutzorganisationen zusammenschließen, um die Kräfte effektiv zu bündeln. Ich bin zuversichtlich, dass das „Bündnis Tierschutzpolitik Berlin“  dem Stellenwert des Tierschutzes in der Hauptstadt weitere Bedeutung verschafft und dazu beiträgt,  dass die drängenden Tierschutzprobleme im Sinne der Tiere gelöst werden“, so Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer und Leiter des Hauptstadtbüros des Bundesverbandes Tierschutz.

 Infos unter: www.buendnis-tierschutzpolitik-berlin.de

Stoppt das Töten von Straßenhunden in Rumänien

Berlin, 11. Januar 2014: Gemeinsam mit weiteren Tierschutzorganisationen und aktiven Tierschützern protestierte der BUNDESVERBAND TIERCHUTZ e.V. gegen das barbarische Töten von Straßenhunden in Rumänien. Als Mitgliedsland der EU ist auch Rumänien aufgefordert, sich an geltendes Tierschutzrecht zu halten und statt die Straßenhunde zu töten, Kastrationsaktion durchzuführen, um einer weiteren Vermehrung der Hunde entgegen zu wirken.
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