Tierschutzsiegel

P r e s s e m i t t e i l u n g - BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. (BVT)

Dieses Jahr Neu: „Saxen-Gänse“ mit Tierschutzsiegel des BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ (BVT)

 

Gewinnung von Fleisch und Daunen im Einklang mit dem Tierschutz

 

Berlin/Wermsdorf, 06.11.2014. Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ hat schon früh erkannt, dass Skandale in der Tierhaltung die Verbraucher zwar verunsichern, aber nicht grundsätzlich vom Fleischverzehr abhalten. „Es liegt nicht in unserer Macht“, sagt der Vorsitzende des BVT, Dr. Gerd Gies, „jeden Bundesbürger zum Vegetarismus oder Veganismus zu bekehren. Aber wir können dafür sorgen, dass das Fleisch und weitere Produkte von Tieren, die angeboten werden, aus artgerechter Aufzucht stammen.“
Für mehr Tierschutz und Verbrauchersicherheit hat der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ schon 1995 die Zusammenarbeit mit der Firma. Eskildsen gesucht und zunächst die Dithmarscher Gänse mit dem Tierschutzsiegel ausgezeichnet. Kernstück der Haltungsanforderungen ist die Weidehaltung mit 15 qm Auslauf pro Gans.

2014 wurde das Gütesiegel auch für die „Saxen-Gans“, die ausschließlich auf dem Betrieb der Eskildsen GmbH in Wermsdorf gehalten wird, vergeben. „Der Betriebswirt Lorenz Eskildsen hat mit seiner Gänsezucht in Sachsen ein geschlossenes System aus Brüterei, Aufzucht und Schlachtung realisiert, wie wir es uns für die Haltung vieler Tiere in der Landwirtschaft wünschen würden“, so Dr. Gerd Gies. „Es werden aus der eigenen Gänselinie Küken auf dem Hof mit seinen weitläufigen Weideflächen aufgezogen, artgerecht in Herden gehalten und später in dem ebenfalls betriebseigenen Schlachthof schonend verarbeitet.

Ergänzend zu dem Tierschutzsiegel für das Gänsefleisch haben sich der BVT und Firmeninhaber Lorenz Eskildsen entschlossen, auch die Produktion der Gänsedaunen in die Auslobung mit einzubeziehen. “Während die meisten Daunen leider noch tierquälerisch im Ausland durch Lebendrupf gewonnen werden“, erläutert Firmeninhaber Lorenz Eskildsen, „bleibt diese Tortur den „Saxen-Gänsen“ erspart. Ihre Federn werden erst nach der Schlachtung entfernt.“

750 Gramm Gänsefleisch verzehren die Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr. Die Nachfrage nach Gänsen im Lebensmittelhandel und Restaurants steigt nach dem Martinstag am 11. November bis zur Weihnachtszeit besonders an. „Das Tierschutzsiegel des BVT gibt den Verbrauchern die Sicherheit, dass sowohl die Dithmarscher Gänse als auch die „Saxen-Gänse“ unter hohen Tierschutzanforderungen aufwachsen durften“, so Dr. Gerd Gies abschließend. „Wir verstehen diese Zusammenarbeit als Impuls zur Förderung der artgerechten Haltung von Tieren in der Landwirtschaft und als Beitrag zu mehr Transparenz in der Lebensmittelproduktion für die Verbraucher.“

Die mit dem BVT-Tierschutzsiegel ausgezeichneten Dithmarscher Gänse werden über die Handelsketten Famila, Kaufhof, Globus, Metro, Selgros und Tegut vertrieben, die „Saxen-Gans“ ist ausschließ im Hofverkauf der Gänsezucht Wermsdorf und im angeschlossenen Restaurant zu erhalten.

Hinweis: Der Martinstag am 11. November eines jeden Jahres ist der Gedenktag des Heiligen Martin von Tours. Seine Grablegung fand am 11. November 397 statt. Mit dem Martinstag verbinden sich in Mitteleuropa mehrere Bräuche, neben dem Martinszug und Martinssingen auch das Essen der Martinsgans.

Weiter Infos unter www.bv-tierschutz.de und www.eskildsen.de

Pressekontakt:
Bundesverband Tierschutz e.V.
Dr. Styrie
Büro Berlin
Alt-Heiligensee 42
13503 Berlin
Tel: +49 30 43662280
Fax: +49 30 43731316
styrie@bv-tierschutz.de

"Ditmarscher Gänse"

Mit dem Gütesieges des Bundesverbandes Tierschutz e.V. (BVT)

Produkt hinführen, das aus unserer Sicht die Anforderungen an eine artgerechte Haltung, einen sorgsamen Transport und eine fachgerechte Schlachtung erfüllen.

 

Hierzu wurden mit der Fa. Eskildsen folgende Haltungskriterien vereinbart:

 

  • Durchgängiger Nachweis der Herkunft der Tiere von einer deutschen Brüterei,
  • Küken/Gösselschlupf, Mast und Schlachtung in Deutschland
  • Mast ausschließlich in der Haltungsform „ Bäuerliche Freilandhaltung“
  • mindestens 15 m² Auslauffläche pro Gans
  • bedarfsgerechter Wechsel der Auslaufflächen zur Verhinderung zu starker Nährstoffeinträge
  • jederzeit uneingeschränkter Zugang zum Futter und Wasser, die Tränken sind so ausgelegt, dass ein vollständiges Eintauchen des Kopfes in das Wasser möglich ist.
  • artgerechte Fütterung (mind. 70% Getreide und Grünfutter).
  • maximale Herdengröße 2.000 Tiere
  • Bereitstellung von “Komfort- Bereichen“, dies sind z.B. Ruhezonen, Schattenflächen, Äsungszonen
  • schonende Verladung der Schlachttiere und tiergerechter Transport der Tiere ausschließlich in den späten Abend- und Nachtstunden durch geschultes Personal
  • geringe Transportzeiten
  • Mindestschlachtalter: Gans 20 Wochen, Junge Gans 16 Wochen
  • kontrollierte Betäubung und Tötung der Tiere
  • kein Lebendrupf
  • keine Zwangsfütterung (stopfen)
  • kein Einsatz von Leistungsförderern oder prophylaktischen Medikamentengaben
  • regelmäßige Schulung der Vertragslandwirte

 

Die „Dithmarscher Gans“ beruht auf einer eigenen Basiszucht, die auf alten Rassen aufbaut. Schwerpunkt der Zucht ist eine vitale und bewegungsfreudige, weidefähige Gans und keine Extremzucht.

Die Einhaltung der Haltungskriterien wird jährlich vom BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. stichprobenhaft durchgeführt.

 

Weitere Infos zur „Dithmarscher Gans“ finden Sie unter www.dithmarscher-gefluegel.de