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Pressemeldung

 

Wann steigt Deutschland aus dem

Tierversuchs-System aus?

BVT fordert Paradigmenwechsel von der Bundesregierung

21. April 2017, Berlin. Am 24. April wird der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche begangen. Der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) nimmt diesen Tag zum Anlass, die Bundesregierung aufzufordern, dem Vorbild der Niederlande zu folgen und ein Ausstiegskonzept aus dem Tierversuch vorzulegen.

 

"Vor zwei Jahren hat Bundesminister Christian Schmidt erklärt, langfristig aus dem tierexperimentellen System aussteigen zu wollen", sagt Dr. Jörg Styrie. Der Geschäftsführer des BVT sieht die aktuelle Entwicklung in Deutschland allerdings kritisch. "Während weiterhin Milliarden Steuergelder in Tierversuche gesteckt werden und vor allem in den Bau neuer Tierversuchslabore", so der BVT-Geschäftsführer, "können wir nicht erkennen, dass der Erforschung von Alternativmethoden (u.a. Computersimulationen, Chips, die mit menschlichen Zellen funktionieren) größeres Interesse aus der Politik entgegengebracht wird."

Im Schnitt werden pro Jahr nahezu drei Millionen Tiere in Tierversuchen eingesetzt. Welches Leid den Mäusen, Ratten, Kaninchen, Hunden, Katzen, Schweinen, Tauben, Fischen und weiteren Tierarten dabei widerfährt, ist kaum mit Worten benennbar. Als überaus grausam galten die Versuche im Bereich der Hirnforschung an Affen, an denen das Max-Planck-Institut in Tübingen trotz großer öffentlicher Kritik bis vor wenigen Tagen noch festhielt.

 

Am Mittwoch kündigte das Institut an, aus der Affenforschung auszusteigen - doch die Freude ist getrübt. Ein Affe verstarb noch während der letzten Tage im Versuch, die anderen erwartet ein düsteres Schicksal in anderen europäischen Forschungs-Einrichtungen. Alle Offerten von Tierschutzorganisationen, die Jahre gegen die grausigen Hirnversuche protestiert hatten und die Tiere in Auffangstationen unterbringen wollten, wurden von Institutsseite abgelehnt.

 

Diese erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber empfindenden Lebewesen zeigt sich gerade in diesen Tagen auch in Zürich. Zwei Hochschulen haben vor drei Jahren einen Antrag auf mehrmonatige Hirnversuche mit zwei Makaken gestellt. Beschwerden von Tierschutzorganisationen wurden von allen Instanzen, zuletzt vor wenigen Tagen vom Verwaltungsgericht im Kanton Zürich, zurückgewiesen. Die Begründung: Der mögliche Nutzen überwiege die Belastungen für die Tiere.

 

3.141 Affen mussten 2015 allein in Deutschland fürchterlichste Versuche über sich ergehen lassen, unter ihnen Giftigkeitsprüfungen, die vom Auftragslabor Covance in Münster durchgeführt werden. Doch auch in München, das gerade drei neue Tierversuchslabore in Betrieb genommen und schon ein viertes plant, sterben qualvoll Affen in der Xenotransplantation. Ihnen werden Herzen von genmanipulierten Schweinen transplantiert; die Primaten verenden jämmerlich an den Abstoßungsreaktionen.

 

"Wieder und wieder hat sich bewiesen, dass sich die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht 1:1 auf den Menschen übertragen lassen", betont Dr. Styrie. "Tierversuche sind nicht nur unzulänglich und unwissenschaftlich, sondern vor allem in höchstem Maße unethisch", so der BVT-Geschäftsführer. "Wir appellieren dringend an die Bundesregierung, einen Paradigmenwechsel zu vollziehen und - wie die Niederlande - den Ausstieg aus dem Tierversuch anzugehen."

An den drei Standorten - München, Münster und Tübingen - finden am 22. April Protestaktionen statt. Alle Infos dazu finden Sie hier

www.tag-zur-abschaffung-der-tierversuche.de/

 

Der 24. April als Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche geht auf Lady Dowding zurück. Die Britin engagierte sich besonders gegen Tierversuche für Kosmetik und wollte mit diesem Tag weltweit auf das Leid der Labortiere aufmerksam machen. 1979 wurde der Tag erstmalig begangen.

 

 

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Kanadas Schande

Die barbarische Robbenjagd wird vom Steuerzahler subventioniert!

 

Trotz internationaler Proteste geht die mörderische Jagd auf Robben in Kanada weiter. Seit Wochen werden schon die männlichen Tiere getötet, nun folgt das blutige Metzeln von Robbenbabys. Die kanadische Regierung gestattet die Jagd auf Jungtiere ab der 3. Lebenswoche! Diese über die Maßen grausame Bejagung ist umso verwerflicher, als dass es keine Märkte für Robbenfelle und Robbenfleisch gibt. Europa, die Schweiz, Russland und die USA haben den Import von Robbenprodukten verboten, China zeigt ebenfalls kein Interesse daran. Die Felle stapeln sich in Lagerhäusern, das Fleisch wird im Meer entsorgt - und die fürchterliche Jagd durch kanadische Steuergelder subventioniert.

 

Was können Sie tun?

- Boykottieren Sie Kanada als Urlaubsland

- Schreiben Sie an die Kanadische Botschafterin Marie Gervais-Vidricaire in Berlin. Fordern Sie sie auf, dafür Sorge zu tragen, dass ihr Land auf die barbarische Jagd auf Robben verzichtet. In ihrem Grußwort betont die Botschafterin die "exzellenten bilateralen Beziehungen" zwischen ihrem Heimatland und Deutschland und hebt hervor, wie attraktiv Kanada für Touristen geworden ist. Sie können einen Brief schreiben oder dem Botschaftsrat David Ehinger, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Ihren Protest mailen.

Botschaft von Kanada in Berlin

Leipziger Platz 17 in 10117 Berlin

Tel: 030 - 20 31 2 0

Fax: 030 - 20 31 21 21

brlinpa@international.gc.ca

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Zum Wildtierverbot im Zirkus

Verband Deutscher Circusunternehmen e.V.

geht in die Offensive

 

Im Januar 2017 hatte das Verwaltungsgericht Hannover entschieden, dass die Stadt Hameln Zirkusunternehmen mit Wildtieren sehr wohl öffentliche Flächen für ein Gastspiel zur Verfügung stellen müsse. Die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht hält die Begründung des VG Hannover für nicht überzeugend. Hier lesen Sie die Ausführungen http://www.djgt.de/ dazu.

 

Der BVT rät: Nutzen Sie diese Information bitte, weil der Verband Deutscher Circusunternehmen e.V. sich verstärkt mit Schreiben an Städte und Kommunen wendet und sich auf dieses Urteil beruft, um Flächen für Zirkusauftritte einzufordern. Mit der Argumentation der DIGT   können Sie den Behörden Ihres Wohnortes eine wichtige Hilfestellung leisten, Zirkussen mit Wildtieren keine Grundstücksflächen zur Verfügung zu stellen.   

 

Bitte unterzeichnen Sie, wenn Sie es noch nicht getan haben, die Petition auf change.org von Holger Friedrich für ein Wildtierverbot in Zirkussen. Über 120.000 Menschen haben es bereits unterschrieben, ca. 30.000 Unterschriften werden noch benötigt.

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Strengerer Tierschutz in Taiwan

Hunde und Katzen dürfen nicht mehr gegessen werden

 

In vielen asiatischen Ländern, so auch in Taiwan, hat der Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch eine lange Tradition. Doch Taiwans Regierung macht nun Schluss damit: Hunde und Katzen dürfen nicht mehr gegessen werden, auch der Erwerb und Besitz ihres Fleisches ist verboten. Anlass für ein strengeres Tierschutzgesetzt waren u.a. Videos von Soldaten, die im vergangenen Jahr in aller Öffentlichkeit einen Hund foltern.

 

Nun wird die Misshandlung von Tieren härter bestraft, kann sogar mit bis zu zwei Jahren Haft geahndet werden. Übrigens: In der Schweiz dürfen die eigenen Hunde und Katzen noch verzehrt werden, eine Gesetzeslücke, die, wie Tierschutzorganisationen fordern, endlich geschlossen werden muss.

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BVT begrüßt Verbandsklagerecht in Niedersachsen

Den Tieren ein Anwalt sein

 

Als achtes Bundesland führt nun auch Niedersachsen die Verbandsklage ein. Erwartungsgemäß ist die Agrarindustrie nicht begeistert, sie fürchtet Verzögerungen bei Baugenehmigungen für neue Mastställe und erwartet Einschränkungen für den Landwirtschaftsstandort Niedersachsen.

 

Die Tierschutzorganisationen freuen sich über die Entscheidung in Niedersachsen. Bislang haben Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Schleswig-Holstein ein Verbandsklagerecht eingeführt. In Nordrhein-Westfalen unterhält der Bundesverband Tierschutz mit sechs in NRW anerkannten Tierschutzverbänden das "Landesbüro Verbandsklagerecht anerkannter Tierschutzverbände in NRW".

 

"Die Tiere können nicht für sich selbst klagen und sind auf uns, die wir ihre Rechte vor Gericht vertreten, angewiesen", sagt Dr. Jörg Styrie und weist auf die wiederholten tierschutzrechtlichen Verstöße in den bundesdeutschen Mastställen hin. "Es ist bei weitem nicht so, dass wir die hohen Tierschutzstandards in Schweinemastanlagen und anderen Tierhaltungen haben , die von der Tierhalterlobby immer wieder herausgestellt werden", erklärt der BVT-Geschäftsführer. "Wir brauchen die Tierschutzverbandsklage in allen Bundesländern, um die Interessen der Tiere wahrnehmen und auf ein höheres Maß an Tierschutz hinarbeiten zu können", so Dr. Styrie abschließend.

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Kein Kaninchenbaby im Osternest

 

Bundesverband Tierschutz, 10. April 2017. Der Bundesverband Tierschutz appelliert vor Ostern an die Verbraucher, keine lebenden Tiere zum Fest zu verschenken. Mit einem Kaninchenbaby im Osternest wollen viele Eltern ihre Kinder überraschen - doch die anfängliche Freude schlägt sehr häufig schon nach kurzer Zeit ins Gegenteil um.  

 

"Kaninchen stellen hohe Ansprüche an ihre Haltungsbedingungen, die ihnen Privathalter oft nicht bieten können oder wollen", sagt der BVT-Geschäftsführer Dr. Jörg Styrie. Die handelsüblichen Käfige sind für den Daueraufenthalt der bewegungsfreudigen Tiere nicht geeignet. In den flachen, kleinen und unstrukturierten Plastik- oder Holzbehausungen können sie weder ihrem ausgeprägten Bewegungsbedürfnis nachkommen, noch annähernd ihren natürlichen Bedürfnissen folgen.

 

"Kinder sind mit der Betreuung von Tieren ohne fachkundige Anleitung (durch Eltern oder ältere Geschwister) überfordert und verlieren dann schnell die Freude an ihnen", so Dr. Styrie. Die Folge: Die „Osterhasen“ werden in den Keller oder in ein unzureichendes Außengehege verbannt, in dem sie einsam und zur Bewegungslosigkeit verdammt ihr trauriges Leben fristen. Oder sie werden verschenkt, ausgesetzt oder ins Tierheim gebracht.

 

"Wenn Kinder sich sehnlichst ein Haustier wünschen, dann sollten Eltern dem Wunsch nur dann nachkommen, wenn alle Voraussetzungen für ein artgerechtes Umfeld (Möglichkeit zur Bewegung, Beschäftigung, Kommunikation mit Artgenossen etc.) geschaffen werden können", appelliert der BVT-Geschäftsführer an Familien. Im Tierheim Wesel, das vom BVT unterhalten wird, warten viele Kaninchen auf ein schönes Zuhause.   

 

Weiter weist der Bundesverband Tierschutz vor Ostern darauf hin, dass gefärbte Eier weder aus dem Freiland- noch aus Bodenhaltung stammen, sondern von Tieren gelegt wurden, die in ausgestalteten Käfigen leben. "Kaufen Sie bitte nur Eier aus artgerechten Haltungsbedingungen und beachten Sie den Eiercode", sagt Dr. Jörg Styrie.

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Die erste Ziffer auf dem Ei steht für die Haltungsform.

0 = Biohaltung

- Im Stall werden pro qm höchstens 6 Hennen gehalten

- Stall hat Sitzstangen und ist zu mindestens 1/3 Stallfläche mit Stroh, Holzspänen oder Sand eingestreut

- Tiere haben Auslauf; jeder Henne steht mindestens 4 qm Fläche dabei zu

- Futter nur aus ökologischem Landbau

 

1= Freilandhaltung

Unterschiede zu oben nur bei diesen Punkten:

- Es dürfen 9 Hennen pro qm im Stall gehalten werden, und das Futter muss nicht Bio-Qualität aufweisen

 

2= Bodenhaltung

- Hennen leben in geschlossenem Stall. 9 Tiere auf mindestens 1qm Bodenfläche

- 1/3 eingestreute Stallfläche

- Nester auf mehreren Etagen zur Eiablage

3= Käfighaltung

- Seit 2012 EU-weit: Haltung nur noch in sog. ausgestaltetem Käfig. Die Käfigfläche muss pro Tier 0,075qm betragen, die Käfighöhe .. mindestens 50 cm

- Legenester, Einstreu, Sitzstangen

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Pressemeldung

Für mehr Tierschutz in den Ställen wird das staatliche Tierwohl-Label nicht beitragen

 

Berlin, 5. April 2017. Die Süddeutsche Zeitung und der Bayerische Rundfunk bestätigen in ihren Berichten, was der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) befürchtet hatte: Das auf Freiwilligkeit basierende Tierwohl-Label von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hält nicht, was es verspricht. So werden Medienberichten zufolge zum Beispiel für die Haltungsbedingungen von Schweinen Kriterien in der Einstiegsstufe gelten, die gerade die gesetzlichen Mindeststandards erfüllen.

 

Wie Dr. Jörg Styrie, BVT-Geschäftsführer, bereits in der aktuellen Zeitung des Verbandes (Der Tierschutz Nr.1/2017) ausführte, erwarten Tierschutzorganisationen von einem Tierwohl-Label Kriterien, die über die bisherigen Mindeststandards hinausgehen. "Wir brauchen kein Label", so der diplomierte Agrarwirt Styrie, "das die Missstände in der landwirtschaftlichen Tierhaltung unberührt lässt und sich damit als Kniefall vor der Agrarlobby präsentiert."

 

Es geht u.a. um eingepferchte Sauen in Kastenständen, Ferkel, denen die Schwänze abgeschnitten werden und erwachsene Tiere, die ohne Beschäftigung auf Vollspaltenböden stehen. "Ein Tierwohl-Label, das diese Zustände gutheißt, verdient seinen Namen nicht", sagt Dr. Jörg Styrie. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen 0,75 qm dürfen Mastschweine, so will es das Label, künftig auf einem qm stehen, eine ebenso marginale Verbesserung wie bei der Beschäftigung von Schweinen geplant.

 

Ein Stück Holz als Spielzeug und  ständiger Zugang zu Rauhfutter - "diese, im Übrigen längst in der nationalen Nutztierhaltungsverordnung bzw. EU-Richtlinie niedergelegten Kriterien, reichen nicht aus, um das Tierwohl in der Landwirtschaft wirklich voran zu bringen", kritisiert der Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz. "Wir erwarten, dass die Kriterien zur Haltung von landwirtschaftlichen Tieren über den Bestimmungen des nationalen und europäischen Rechts liegen."

 

Weiter erwartet das Tierschutzbündnis, neben dem BVT, die Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt, Vier Pfoten-Stiftung für Tierschutz, die Welttierschutzgesellschaft, PROVIEH e.V., der Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., dass alle tierischen Produkte für die Verbraucher nachvollziehbar gekennzeichnet werden. "Damit die Kunden sofort sehen kennen, unter welchen Haltungsbedingungen die Tiere gelebt haben, fordern wir die Kennzeichnung, wie sie mit dem Eier-Code bereits etabliert ist", so Dr. Styrie abschließend.     

Spendenaufruf für Tierheim Wesel

Unsere Katzen sollen ein neues Freigehege bekommen

 

Wir bauen für unsere Katzen im Tierheim ein neues Freigehege. Die voraussichtlichen Kosten für die Sanierung belaufen sich auf ca.18.000 Euro.

 

Sie setzen sich zusammen aus der Erneuerung des Fußbodens, dem Installieren von Trennwänden, Außengittern, einem Windschutz und der Ausstattung des Geheges mit Kratzbäumen und vielem mehr.

Hier geht es zum Spendenaufruf, den wir auf betterplace.org eingestellt haben. Wir danken Ihnen im Voraus ganz herzlich für Ihre Hilfe. 

Im Bild: Dr. Gerd Gies (Vors. BVT), El Yazidi (Generalsekretär ZMD), Dr. Jörg Styrie (Geschäftsf. BVT)

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Bundesverband Tierschutz trifft den Zentralrat der Muslime in Berlin

Konstruktiver Dialog zu Fragen des Tierschutzes

 

Berlin, 31.3.2017: Tierschutz ist ein weltumspannendes und damit auch interkulturelles Thema. Tiere genießen nicht nur in der westlich-christlich geprägten Welt einen hohen Stellenwert, sondern auch in den muslimischen Ländern. Diese Erkenntnis ist das Ergebnis eines informellen Gespräches, das auf Initiative des Bundesverband Tierschutz mit dem Zentralrat der Muslime in Berlin geführt wurde.  

 „In Fragen des Tierschutzes liegen wir gar nicht so weit auseinander, wie zunächst zu vermuten gewesen wäre“, stellte Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des BVT, erfreut fest. „Auch wir Muslime sind durch die Lehren des Korans und der Aussagen und Lebensweise des Propheten Mohamed, verpflichtet, sorgsam und verantwortungsvoll mit den Tieren umzugehen. Eine Grundlage, die uns verbindet und die wir in der öffentlichen Darstellung stärker nach außen kommunizieren sollten“,  bekräftigt El Yazidi, der Generalsekretär des Zentralrates der Muslime.

 

Strittig im gemeinsamen Gespräch blieb jedoch die Bewertung des betäubungslosen Schlachtens von Tieren. Während der Bundesverband Tierschutz eine Schlachtung von Tieren ohne Betäubung grundsätzlich ablehnt, weil die Tiere, wie viele wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dabei erhebliche Schmerzen erleiden, vertreten einige Mitglieder des Zentralrats die Auffassung, dass die Schächtregeln des Islams auch heute noch unverändert anzuwenden seien. 

Der Prophet Mohamed stellte nach damaliger Sicht hohe Anforderungen an den humanen Umgang mit Tieren sowie deren Tötung. So besagen die Schächtregeln u.a., dass Tiere nicht in Anwesenheit von Artgenossen getötet werden dürfen, die Atmosphäre beruhigend sein soll und ihnen Zuspruch gewährt werden muss. Demzufolge würden die Anforderungen, die bis heute an eine fachgerechte Durchführung des betäubungslosen Schlachtens gestellt würden, ebenfalls sehr hoch angesetzt, so die Argumentation von Mitgliedern des Zentralrats.

 

Doch gerade diese Voraussetzungen sieht der BVT-Vorsitzende nicht als erfüllt an. "In vielen Ländern wird industriell geschächtet", erklärte Dr. Gerd Gies. "Unter diesen Bedingungen ist weder die Einzeltötung eines Tieres möglich noch eine beruhigende, Angst-nehmende Atmosphäre  zu erwarten. Im Gegenteil erleben die Tiere in Todespanik und bei vollem Bewusstsein den Schnitt durch die Kehle." Der BVT-Vorsitzende regte mit Blick auf die moslemischen Geistlichen an, das Anliegen des Propheten, den Umgang mit Tieren so human wie möglich zu gestalten, nach jetzigen Erkenntnissen weiter zu entwickeln. Hierzu gehört die Kurzzeitbetäubung vor dem Schächtschnitt .

 

Der Zentralrat zeigte sich offen, diese hochsensible Thematik auch in seinen Gremien weiter zu diskutieren. Notwendig sei ebenfalls die Heranführung der muslimischen Jugend an den Tierschutzgedanken - ein Ansatz, den der Bundesverband Tierschutz aufgreifen wird.  "Wir sind sehr gerne bereit, mit dem Zentralrat der Muslime an einer Sensibilisierung der Jugendlichen, gleich welcher Religionsgruppen sie angehören, mitzuarbeiten", sagt Dr. Gerd Gies abschließend.

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Schwerkranken Perserkater bei Auszug in Wohnung zurückgelassen

Not-OP im Tierheim Wesel rettet Elvis hoffentlich das Leben 

 

Tierheim Wesel, 5. April 2017. Als seine Besitzer die Wohnungstür hinter sich verschließen, ahnt Kater Elvis nicht, dass sie ihn damit seinem Schicksal überlassen, gleichgültig und mitleidslos. Doch Elvis hat Glück im Unglück: Nachbarn sorgen dafür, dass der fünfjährige Perserkater befreit und ins Tierheim gebracht wird.

 

Dort ist das Team um Gabi Wettläufer schockiert über seinen Zustand: "Zuerst fiel uns nur seine äußere Verwahrlosung auf, das stark verfilzte Fell. Doch bei der näheren Untersuchung stellte sich dann sehr schnell heraus, dass er nicht nur völlig dehydriert war, sondern auch keinen Urin mehr absetzen konnte." Im Ultraschall zeigte sich die Blase gefüllt mit Harngrieß und Steinen; sie hatten die Harnröhre verschlossen - ein tierärztlicher Notfall, der bei Katern nicht selten vorkommt, weil sich die Harnröhre zur Penisspitze hin sehr verengt.

 

Drei Mal muss der Kater nun operiert werden: Der Penisamputation folgt ein weiterer Eingriff, weil sich erneut Steine in der Harnröhre ansammeln. Schließlich wird  ein Blasenkatheter gesetzt, um Steine und Grieß abließen zu lassen. Rotlichtbestrahlung, Antibiotikagabe, intravenöse Zufuhr von Nahrung - Elvis erhält im Tierheim das volle Programm. "Er ist sehr lieb und unendlich geduldig", sagt die Tierheimleiterin. "Wir wünschen ihm von Herzen, dass er diese gesundheitliche Krise meistert und danach ganz schnell ein schönes Zuhause findet."

Doch Elvis ist nicht der einzige Notfall im Tierheim Wesel - auch Monty macht dem Team große Sorgen. Monty ist eine 15 Jahre alte Podencomixhündin, die nach dem Tod ihrer Besitzerin vor wenigen Tagen ins Tierheim gebracht wurde.

 

Die Hündin sucht verzweifelt nach ihrer Bezugsperson und lässt sich kaum ablenken. Sie kommt nur selten zur Ruhe und auch nur dann, wenn sich eine Betreuerin zu ihr setzt und ihren Kopf streichelt. Monty ignoriert ihre Artgenossen, nimmt nun aber wenigstens schon langsam etwas Futter an.

 

"Monty braucht ganz dringend eine ruhige Umgebung bei liebevollen Menschen, die ihr viel Aufmerksamkeit und Zuneigung schenken. Außerdem sollte das neue Zuhause möglichst in der Nähe unseres Tierheims liegen, damit wir die notwendige  tierärztliche Versorgung der Hündin übernehmen können", umreißt Gabi Wettläufer die Voraussetzungen für eine Vermittlung.

 

Neben Hündin Monty kommen aus diesem Haushalt einer tierschutzengagierten Frau noch fünf Katzen, alle älter als zehn Jahre. Ähnlich wie Monty trauern sie sichtlich um ihr verlorenes Zuhause. Zurzeit  sind sie noch in der Krankenstation untergebracht, werden aber in den nächsten Tagen gemeinsam in ein kleines Katzenhaus umziehen.

 

Wer sich für die Notfälle im Tierheim interessiert, ist zu den Öffnungszeiten herzlich willkommen. Ebenfalls freut sich das Tierheim über Spenden für die Tierarztkosten seiner  neuen vierbeinigen Patienten.

 

Das Tierheim Wesel gehört zum Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT). Der Verband mit Sitz in Moers und Hauptstadtbüro in Berlin wurde vor 55 Jahren gegründet. Mehr Infos zu seiner Tierschutzarbeit unter: www.bv-tierschutz.de und www.tierheim-wesel.de.

   

 

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"Report Mainz" zeigt am 4. April um 21:45 im Ersten

 

Zoo Hannvover: Tierpfleger schlagen junge Elefanten

Lesen Sie dazu die Pressemeldung von "Report Mainz" zum Filmbeitrag

http://www.presseportal.de/pm/75892/3603773

 

 

Kundgebung am 25. März Gaststätte Paulsborn

 

Schluss für Hunde am Grunewaldsee?

 

Nach des Inkrafttreten des neuen Hundegesetzes in Berlin 2016 werden nun etablierte Hundeauslaufgebiete in Frage gestellt.  Aktuell geht es um den Grunewaldsee, ein bei Berliner Hundehaltern und Dogsittern beliebtes Auslaufgebiet. 

 

Am 25. März ab 11.00 findet vor der Gaststätte Paulsborn am Grunewaldsee eine Kundgebung statt. Am 1. April demonstrieren Hundebesitzer für den Erhalt der Auslaufgebiete. Ort und Zeit werden am 25. März bekannt gegeben. Wir informieren Sie auf unserer Webseite.

Foto: Marita Spitzbarth

Pressemeldung

 

Neue Vortragsreihe im Tierheim Wesel

Was Sie schon immer über Ihre Hunde und Katzen wissen wollten...

 

Tierheim Wesel, 24. März 2017. In Kürze startet im Tierheim Wesel eine informative Seminarreihe zu den Themen Gesundheit, Ernährung, Verhalten und Erste Hilfe bei Notfällen für Tierhalter.

 

Der erste von insgesamt sechs Vorträgen in diesem Jahr findet am 19. April um 18.00 Uhr im Tierheim statt. Der Referent Dr. Uwe Boffin, Tierarzt aus Hünxe, wird über Ektoparasiten bei Hunden und Katzen sprechen, zu denen Insekten (Flöhe, Haarlinge etc.) und Spinnenartige wie Zecken und Milben zählen. Diese äußeren Parasiten sind nicht nur lästig für ihre Wirte, sondern können auch gefährliche Krankheiten übertragen.

 

Wie können Tierhalter ihre Hunde und Katzen vor dem im Frühjahr verstärkt auftretenden Befall durch Zecken, Flöhe und andere Parasiten schützen und welche weiteren Maßnahmen - wie die tägliche Kontrolle von Haut und Fell - noch ergreifen? Warum manche Hunde hochallergisch auf den Speichel der Flöhe reagieren und Haarlinge besonders geschwächte und junge Tiere befallen, erklärt Tierarzt Dr. Boffin anschaulich und verständlich in seinen beiden Vorträgen. Am 19. April wird es um Flöhe gehen, im zweiten Teil um Zecken (Termin noch offen).

 

Nachfragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht und werden von unseren Referenten gerne beantwortet. Dr. Boffin behandelt seit über drei Jahren die Tiere im Tierheim Wesel und unterstützt den Träger des Tierheims, den Bundesverband Tierschutz e.V., als Beisitzer im Vorstand.

 

Im zweiten Vortrag - am 27. April um 16.00 Uhr im Tierheim - geht es um die Grundlagen tierischer Ernährung. Dieses Themengebiet wird von der Schulungsakademie des in Hamminkeln ansässigen Herstellers von Heimtiernahrung Dr.Clauder vorgestellt. Die Firma Dr.Clauder solutions for pets GmbH hat ein umfassendes Produktportfolio für Hunde und Katzen entwickelt und unterstützt seit langem das Tierheim Wesel mit Futter und Spenden.

 

Ergänzend wird beim dritten Vortrag am 24. Mai um 17.00 Uhr über Diätnahrung referiert. Bei welchen Erkrankungen, wie zum Bespiel Diabetes oder einer Beeinträchtigung der Nierenleistung, ist welches spezielle Futter angeraten? Hier erfahren die Tierbesitzer und künftigen Tierhalter viel Wissenswertes zum spannenden Thema Ernährung und außerdem noch viel mehr: Mit welchen "Tricks" kann man wählerischen Hunden das Diätfutter schmackhaft machen und wie scheinbar nie durstige Katzen zum Trinken animieren?  

 

Bitte melden Sie sich rechtzeitig im Tierheim zu den einzelnen Vorträgen an. Die Plätze sind begrenzt, darum bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zu einer Woche vor dem jeweiligen Vortragstermin. Die Teilnahme an unserer Seminarreihe ist kostenlos, das Tierheim freut sich jedoch über Spenden.

Anmeldung bitte im Tierheim Wesel unter info@tierheim-wesel.de

Weitere Infos unter www.tierheim-wesel.de und www.dr-clauder.com

Das Tierheim Wesel wird von dem Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) unterhalten. Der Verband ist mit einem Hauptstadtbüro in Berlin und einer Geschäftsstelle in Moers (NRW) vertreten. Mehr zur Arbeit des BVT, der in diesem Jahr 55 Jahre alt wird, unter www.bv-tierschutz.de

 

Bundesverband Tierschutz e.V.

Pressestelle
Claudia Lotz
Redakteurin (M.A.)
Sauerbruchstraße 11
14109 Berlin
lotz@bv-tierschutz.de
Tel: 030 - 80 58 33 38

Foto: Julia Zimmer

Andra im Glück

Nach sieben Jahren Tierheim endlich ein Zuhause

Das Tierheim Wesel freut sich: Andra, seit über sieben Jahren im Tierheim, hat seit wenigen Wochen ein schönes Zuhause gefunden. Die Vermittlung gestaltete sich u.a. deswegen so schwierig, weil Andra zu den Listenhunden zählt. Die Staffordshire-Bullterriermixhündin muss mit Maulkorb und Leine geführt werden. Überdies verlangt Wesel einen erhöhten Steuersatz von annähernd 700 Euro für das Halten von gefährlichen Hunden. Laut Rückmeldung der neuen Besitzer hat sich die acht Jahre alte Andra sehr gut eingelebt. Alles Gute für den gemeinsamen Lebensweg, wünschen der Bundesverband Tierschutz und sein Tierheim Wesel.

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Bald Schluss mit tierquälerischer Käfighaltung für Kaninchen?
EU-Parlament stimmt für Mindestanforderungen bei der Haltung

Jetzt ist die EU-Kommission gefordert: Nachdem sich das EU-Parlament für euopaweite Mindeststandards in der Kaninchenhaltung ausgesprochen hat, liegt es nun an der Kommission, einen Gesetzesvorschlag auszuarbeiten und dem Europäischen Parlament sowie dem Rat der Europäischen Union zu unterbreiten. Dass es überhaupt zu dieser Abstimmung kam, ist den jahrelangen Bemühungen des Europaabgeordneten Stefan Eck und den Tierschutzorganisationen zu verdanken. Seit langem weisen Tierschützer auf die unsäglichen Haltungsbedingungen von Mastkaninchen hin, die ihr Leben in Kleingruppen in Käfigen fristen müssen. Diese Art der Intensivhaltung steht der früheren Käfighaltung für Legehennen in nichts nach: Übereinander gestapelte Drahtkäfige, drangvoll eng, ohne Struktur, ohne Rückzugsmöglichkeit. Über 300 Millionen Kaninchen leiden in der Europäischen Union unter diesen fürchterlichen Haltungsbedingungen der Intensivmast.

Der Bundesverband Tierschutz hatte sich im Bündnis "Kaninchenmast, Nein Danke" für bessere Haltungsbedingungen stark gemacht.

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Verbandsklage in NRW bleibt bestehen

 

Am Freitag sprach sich der Landtag in NRW für den Fortbestand der Tierschutz-Verbandsklage aus.

Die CDU hatte für die Abschaffung plädiert, doch der Gesetzesentwurf fand keine Mehrheit. Mit den Stimmen der Grünen, SPD und Piraten wurde das Ansinnen der Christdemokraten, die Klagemöglichkeit anerkannter Tierschutzverbände zu kippen, zurückgewiesen.

 

Der Bundesverband Tierschutz hatte mit weiteren Tierschutzorganisationen vor dem Landtag in Düsseldorf für die Fortführung des Verbandklagerechtes protestiert. Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, zeigt sich über das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten sehr erleichtert. "Die Aufhebung des Verbandsklagerechtes wäre ein großer Rückschritt für den Tierschutz gewesen", kommentiert er das Ergebnis.  

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Online-Petition gestartet - kämpfen Sie für das Tierschutz-Verbandsklagerecht in NRW

 

Helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, dass die Tierschutz-Verbandsklage auch nach der Landtagswahl in NRW weiter bestehen bleibt. Die CDU macht sich für deren Abschaffung stark - und so richtet sich diese Petition an die SPD. Sie möge alles dafür tun, das Verbandsklagerecht in NRW zu erhalten, selbst wenn es zu einer Koalition mit der CDU kommen sollte. Nur mit dem Verbandsklagerecht können wir geltendes Tierschutzrecht durchsetzen und die Interessen der Tiere vor Gericht vertreten. Zur Petition

Dr. Jörg Styrie im Gespräch mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Sprecher für Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik, Norwich Rüße

Tierschutz-Verbandsklage in NRW

muss erhalten bleiben

 

Moers, 9.3.2017: „Tiere brauchen Rechte“ – unter diesem Slogan protestierten am 8.3.2017 zahlreiche Tierschützer vor dem Landtag in Düsseldorf. Anlass der Protestveranstaltung war die Beratung eines Gesetzentwurfes der CDU im Landwirtschaftsausschuss, mit dem die Partei das Verbandsklagerecht wieder abschaffen möchte.

 

Mit der Protestaktion machten die Tierschützer deutlich, wie wichtig der Erhalt der Verbandsklage für die Tiere ist.

 

Da Tiere für ihre Rechte nicht selber eintreten können, bietet das Tierschutzverbandsklagrecht in NRW anerkannten Tierschutzorganisationen die Möglichkeit, in bestimmten Regelungsbereichen die Schutzbedürftigkeit der Tiere gerichtlich überprüfen zu lassen. „Zur Durchsetzung des geltenden Tierschutzrechts ist das Verbandsklagerecht zwingend erforderlich“, so Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverbandes Tierschutz e.V. Diese wichtige Errungenschaft für die Tiere in NRW darf keinesfalls den populistischen Forderungen der Landwirtschaftslobby geopfert werden, die das Klagerecht als hinderlich für die Weiterentwicklung der intensiven Tierhaltung ansieht.   

 

Dass die CDU das Thema jetzt auf die Tagesordnung setzt hat nach Auffassung der Tierschutzverbände keinen sachlichen Hintergrund, sondern ist als Wahlkampfgetöse zu werten. Vor der Landtagswahl will sich die CDU Wählerstimmen bei den Landwirten sichern,  darin ist sich Styrie sicher.

Am 17. Mai wird sich der Landtag mit der Thematik beschäftigen.

 

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Auch Hummer sind leidensfähig


Verwaltungsgericht Berlin zur tierschutzgerechten Hältung von Krebstieren

Das Veterinäramt Spandau hatte vor ca. vier Jahren einem Lebensmittelgroßmarkt auferlegt, Hummer und andere Krebstiere tierschutzgerecht zu hältern. Dagegen hatte der Markt Widerspruch eingelegt, der abgelehnt wurde.

 

Danach hatte er Klage beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht, über die gestern entschieden wurde. Ja, urteilten die Richter. Auch Krebstiere sei eine Leidensfähigkeit zuzugestehen. Die Zeit bis zu ihrer Schlachtung, die Hälterung, müsse tierschutzgerecht erfolgen.

 

Der Bundesverband Tierschutz begrüßt das Urteil, so auch die Bundestierärztekammer.

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Urteil gegen Hundezüchterinnen aus Schermbeck

BVT kritisiert das viel zu geringe Strafmaß

 

13. Februar 2017. Am Freitag fand vor dem Amtsgericht Wesel der Prozess gegen die Malteser-Züchterinnen aus Schermbeck statt. Im März des vergangenen Jahres waren über 270, zum Teil schwer verwahrloste, kranke und verletzte Malteser von der Veterinärbehörde beschlagnahmt worden. 64 Hunde hatte das Tierheim Wesel, das vom Bundesverband Tierschutz unterhalten wird, aufgenommen.

 

Die 67jährige Hundezüchterin und ihre 38jährige Tochter standen am 10. Februar vor Gericht, angeklagt wegen schwerer Tierquälerei. Dennoch blieb die Richterin mit jeweils 10 und sechs Monaten Haft auf Bewährung weit unter dem erwarteten Strafmaß. "§17 des Tierschutzes sieht vor, dass die Zufügung von länger anhaltenden erheblichen Schmerzen und Leiden mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann", sagt Dr. Jörg Styrie. "Wir hätten schon ein höheres Strafmaß erwartet", zeigt sich der Geschäftsführer des Bundesverbandes Tierschutz sehr enttäuscht. Neben der Haft auf Bewährung sieht das Strafmaß dreißig Sozialstunden vor sowie ein unbegrenztes Tierhalteverbot.

 

Die fürchterlichen Haltungsbedingungen waren an den beschlagnahmten Maltesern nicht spurlos vorrübergegangen: Viele brauchten Monate im Tierheim, bis sie annähernd bereit waren, Kontakt zu Menschen zuzulassen. Auch körperlich waren die meisten aufgenommenen Hunde in sehr schlechter Verfassung: Vereiterte Zähne, lange Krallen, Hunde mit Wasserkopf und anderen neurologischen Störungen, einem Malteser musste ein Bein amputiert werden - "es dürfte jedem klar sein, dass die Vermittlung von derartigen Notfällen äußerst kompliziert ist", so Jörg Styrie.

 

Um deutlich zu machen, dass tierschutzwidriges Verhalten auch spürbare Folgen haben muss, fordert der Kreis Wesel über 60.000 Euro von den beiden Frauen zurück. Die Summe setzt sich aus den Kosten zusammen, die für den Einsatz und die Unterbringung der Hunde in den Tierheimen Wesel, Kamp-Lintfort und Straelen entstanden sind.

 

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Krasser Fall von Hundehandel in Deutschland

 

Unfassbar: Trotz 100 Anzeigen blieb das Veterinärmt untätig!

 

Gestern strahlte Stern TV (RTL, 22.15 Uhr) einen Beitrag über einen besonders perfiden Fall von Hundehandel aus. Es ging um einen angeblichen Züchter in Kreuztal bei Siegen, der Welpen aus Osteuropa als eigene Zuchthunde verkauft hatte.

 

 

Weil viele Welpen kurz nach Ankunft bei ihren neuen Besitzern lebensbedrohlich erkrankten, war der Händler bereits mehrfach angezeigt worden. Trotz über 100 Anzeigen hatte das zuständige Veterinäramt die Zustande Jahre lang gedeckt. Bei der Razzia der Polizei Hagen am 14.Dezember 2016 fanden die Einsatzkräfte katastrophalste Zustände vor: Über 100 Hunde wurden aus ihren verdreckten Gefängnissen befreit, fünf tote Hunde auf dem Gelände gefunden. Gegen die "Züchter", ein Ehepaar und dessen Tochter, ermittelt die Staatsanwalt wegen Betrugs und Bandenkriminalität. Mit beteiligt an dem Geschäft mit hilflosen Welpen war auch eine Tierärztin, gegen die nun ein Haftbefehl vorliegt.

Unter folgendem Link werden interessierten Bürgerinnnen und Bürgern wichtige, rechtliche Fragen zum Tierschutz beantwortet. Unter anderem werden folgende Themen behandelt:

  • Das Tierschutzgesetz - welche gesetzlichen Regelungen gibt es?
  • Schutz vor illegalem Tierhandel - wie erkenne ich einen seriösen Züchter?
  • Braucht mein Haustier eine Versicherung - und wenn ja, welche?
  • Verreisen mit dem Haustier - welche Einreisebestimmungen gibt es?
  • uvm.

eBook unter http://www.anwalt.org/tierrechte/.

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Neues Hochschulgesetz im Saarland

Studium ohne Tierversuche möglich

 

Das Hochschulgesetz im Saarland ermöglicht jetzt ein Studium ohne Tierversuche und bekennt sich zur Förderung von Alternativmethoden.

Die Ärzte gegen Tierversuche waren zuvor vom Wissenschaftausschuss angehört worden und hoffen nun darauf, dass das saarländische Beispiel in den anderen Bundesländern Schule machen wird. Der Bundesverband Tierschutz begrüßt diese Entwicklung sehr. Link zur Pressemeldung

 

Für eine bäuerliche Landwirtschaft, gesundes Essen und faire Strukturen

 

Anti-Agrardemo mit über 18.000 Teilnehmern

 

Am 21. Januar demonstrierten über 18.000 Menschen und 130 Landwirte mit Traktoren für eine Agrarpolitik, die Mensch, Tier und Umwelt gerechter wird. Berliner, Touristen, Tier-, Umwelt- und Naturschutzverbände sowie Initiativen aus der Landwirtschaft zogen vom Potsdamer Platz durch die Innenstadt bis zum Brandenburger Tor. Die Marschdemo "Wir haben es satt" wird in jedem Jahr parallel zur "Grünen Woche" veranstaltet und fand 2017 bereits zum siebten Mal statt. Die Teilnehmer appellierten an die Politiker,  Anreize für Bauern, die Tiere artgerecht halten und umweltschonend wirtschaften, zu schaffen. Ein Papier mit entsprechenden Forderungen wurde an das Landwirtschaftsministerium überreicht. Der Bundesverband Tierschutz war mit seinen Aktivsten vertreten.

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Pressemeldung

 

Tierschutzorganisationen fordern hohe Standards bei der

Etablierung eines staatlichen Tierwohllabels in Deutschland

 

Die Tierschutzorganisationen Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bundesverband Tierschutz, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Deutscher Tierschutzbund, PROVIEH, VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz und die Welttierschutzgesellschaft begrüßen die Absicht des Bundeslandwirtschafts-ministeriums (BMEL), ein staatliches Tierwohllabel einzuführen.

 

 

Sie fordern das Bundesministerium aber gleichzeitig auf, ein glaubwürdiges Label durchzusetzen, das Haltungsbedingungen deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard normiert. Nur so kann eine wirkliche Verbesserung für die Nutztiere in Deutschland erreicht werden. Mittelfristig fordern die Tierschützer allerdings eine obligatorische EU-Kennzeichnungspflicht für alle tierischen Produkte, analog zu der bekannten Eierkennzeichnung. Nur so können sich Konsumenten beim Einkauf tatsächlich für oder gegen ein Haltungssystem entscheiden.

 

Zusammengefasst erwarten die Tierschutzorganisationen, dass

  1. die Kriterien eines staatlichen Tierwohllabels deutlich über nationalem und europäischem Recht liegen,
  2. die ausgewählten Kriterien zu einem messbar höheren Tierschutzniveau führen,
  3. ein staatliches Tierwohllabel nur an Betriebe vergeben wird, die alle Pflichtkriterien unmittelbar erfüllen.
Foto: soylent-network.com

Pressemitteilung

 

Wegweiser ohne Lösungswege

Tierschutzorganisationen kritisieren Grünbuch

 

Berlin, 12. Januar 2017 - Die Tierschutzorganisationen Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bundesverband Tierschutz, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Provieh, Vier Pfoten – Stiftung für Tierschutz und die Welttierschutzgesellschaft kritisieren das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgestellte „Grünbuch - Ernährung, Landwirtschaft, Ländliche Räume“. Wo gesetzliche Regelungen notwendig sind und verbindliche Leitlinien geschaffen werden müssen, setzt das Ministerium weiterhin auf Freiwilligkeit und verzichtet damit auf konkrete Verbesserungen zum Wohle der Tiere in der Landwirtschaft.

 

Das am 30. Dezember 2016 als Wegweiser für die Zukunft vorgestellte Grünbuch des BMEL wird dem eigenen Anspruch nicht gerecht: Statt Leitlinien einer zukünftigen Agrarpolitik zu präsentieren, beschränkt es sich auf unpräzise Absichtserklärungen.

Zwar kündigt der Bundesminister im Grünbuch unter anderem an, eine nationale Nutztierstrategie entwickeln zu wollen, einen Bundesbeauftragten für Tierschutz zu benennen und Rahmenbedingungen für eine verbesserte Sachkunde schaffen zu wollen – allerdings fehlt hier ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung dieser Ziele.

 

Statt notwendige gesetzliche Änderungen voranzubringen, setzt das Bundesministerium weiterhin auf freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft und nimmt Abstand von gesetzlichen Regelungen. Für das BMEL liegen die entscheidenden Rahmenbedingungen für eine tiergerechte Haltung bereits vor. Christian Schmidts Primat der Freiwilligkeit ist gescheitert - ebenso wie die Chance, die mit der Entwicklung eines wegweisenden Grünbuchs einherging, so die Position der Tierschutzorganisationen. Auch das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, das seit 2015 eine fundierte Grundlage für die Ausrichtung der Tierhaltung in Deutschland bietet, findet im Grünbuch keine Beachtung.

 

Die Tierschutzorganisationen bedauern die vertane Chance des Bundesministeriums, mit dem Grünbuch eine wirkliche Verbesserung für die Tiere in der Nutztierhaltung herbeizuführen.

 

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Dringender Aufruf vom Avaaz-Team

 

Petition gegen grausamen Handel mit dem Blut trächtiger Stuten


Es klingt wie ein Horrorfilm: Hunderte trächtige Pferde werden an blutsaugende Maschinen angeschlossen — manche sind so schwach, dass sie zusammenbrechen und sterben. Doch wir können das jetzt stoppen.

 



Die industrielle Pferdefolter wird von europäischen Pharmakonzernen angetrieben, die mit dem Tierblut die Massentierhaltung noch beschleunigen wollen! Die EU hat schon gesagt, dass sie Maßnahmen erwägt, aber bislang ist nichts passiert.

Es müssen keine weiteren Pferde sterben! In nur zwei Wochen treffen sich die zuständigen Minister – machen wir der EU jetzt die Hölle heiß, indem Millionen von uns ein Ende des grausamen Pferdebluthandels fordern. Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie Freunden davon:

Hier klicken, um die Petition zu unterzeichnen

Der Tod ist nicht der einzige Horror: Manchmal wird so viel Blut abgezapft, dass es zu Schockzuständen oder Blutarmut kommen kann. Und weil nur das Blut trächtiger Stuten wertvoll ist, werden diese oft zu wiederholten Schwangerschaften und Abtreibungen gezwungen.

Die Nachfrage wird von Pharmakonzernen angetrieben. Sie verkaufen das Hormon, das im Blut trächtiger Stuten enthalten ist, an Viehzüchter, damit diese bei ihren Schweinen und anderen Tieren auf Abruf die Brunst einleiten können — ein weiterer Aspekt dieser traurigen Misshandlungsgeschichte.

Wenn wir diesen Horror jetzt mit einem riesigen weltweiten Aufruf ins Rampenlicht rücken, können wir zu einem Verbot aller Produkte beitragen, die unter Tierquälerei erzeugt werden. So erschweren wir es Konzernen weltweit, aus dieser irrsinnigen Industrie Profit zu schlagen. Unterzeichnen Sie die obige Petition und leiten Sie sie dann an Freunde und Familie weiter. Bewegen wir die EU zum Handeln.

Weitere Informationen:
Blutfarmen (Animal Welfare Foundation)
Massentierhaltung: Qualvoller Aderlass (DRadio Wissen)
Wie Pharmakonzerne mit Pferdeblut Geschäfte machen (Süddeutsche Zeitung)
Pferde-Blutfarmen sollen unter Aufsicht (Süddeutsche Zeitung)

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Verwaltungsgericht Cottbus entscheidet:

Höhere Hundesteuer für "Kampfhund-Puppys" 

 

Am 28. Dezember 2016 hatte das Verwaltungsgericht in Cottbus zu entscheiden, ob es gerechtfertigt ist, wenn schon für Welpen und Junghunde "gefährlicher Rassen" eine höhere Hundesteuer gezahlt werden muss. Viele Gemeinden besteuern die Vertreter "gefährlicher Rassen" höher als andere Hunde. Die Brandenburgerin hatte argumentiert, dass eine höhere Steuer für Hunde unter zwölf Monaten gar nicht rechtens sein könne, weil in diesem Alter noch kein Negativzeugnis möglich sei. Das VG Cottbus sah das anders und wies den Antrag zurück. Mehr zum Thema

 

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Wölfe in Deutschland

 

Nicht zum Abschuss freigegeben

 

Verschiedene Interessenverbände fordern die Jagd auf Wölfe. Doch die Tiere sind nach nationalem und internationalem Recht streng geschützt. Nun hat sich Bundesminister Christian Schmidt in die Debatte eingeschaltet und die Position der Jagdbefürworter übernommen. Die Hintergründe 

 

Aujeszkysche Krankheit (AK)

 

Erkrankte Wildschweine in Unterfranken

 

30.12.2016 Im Landkreis Haßberge gibt es einen weiteren Fall der sogenannten "Pseudowut". Die Aujeszkysche Krankheit (AK) tritt bei Haus- und Wildschweinen auf, kann jedoch auf Hunde, Katzen und Wiederkäuer übertragen werden, wenn es Kontakte zwischen erkrankten und gesunden Tieren gegeben hat. Die Viruserkrankung ist eine tödlich verlaufende Infektion des Hirnstammes und der Hirnnervenkerne.   

 

http://www.np-coburg.de/region/hassberge/hassberge/Zweites-Wildschwein-positiv-getestet;art83430,5287216

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Ist ein veganes Schnitzel ein Schnitzel?

 

Nein, sagt Ernährungsminister Christian Schmidt. Die gesamte Diskussion im Deutschlandfunk lesen Sie hier.

 

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In Tschechien boomen illegale Hundezuchtanlagen

 

Nach Recherchen von Tierschutzorganisationen werden mehrere Hundertausend Hunde in illegalen Vermehrungsanlagen im gesamten Land gehalten, um den europäischen Markt zu bedienen.

 

Weil die Veterinärbehörden oft untätig bleiben, haben Tierschützer ihre Dokumentationen nun an das Fernsehen gegeben. Politiker überlegen nun, eine Registrierungspflicht für Züchter mit mehr als fünf Hündinnen einzuführen.

 

Tierschutzorganisation halten das für nicht ausreichend. Um das erbarmungslose Geschäft mit den Hunden zu unterbinden, müssten Regeln für Zuchtbetriebe erlassen werden, die den Behörden die Möglichkeit einer effektiven Kontrolle in die Hand gäbe.   Radio Prag

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Volksinitiative der Jägerschaft hatte Erfolg:

 

Landesjagdgesetz in NRW soll erneut auf den Prüfstand

 

Der Landtag in Düsseldorf wird sich wieder mit dem Jagdgesetz befassen müssen - das hat die Jägerschaft mit einer Unterschriftenkampagne erreicht. Die Jäger halten das Gesetzgebungsverfahren von 2015 für "symbol- und machtpolitisch" geprägt und fordern "praxisorientierte Regelungen" für die Bejagung. Unter anderem kritisieren sie Einschränkungen bei der Bejagung auf Fuchs, Waschbären und Marder und halten das Verbot der Bleimunition für nicht gesetzeskonform. Das schreibt die Allgemeine Zeitung online

 

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Fast 80 Pferde in Stendal beschlagnahmt


Im Landkreis Stendal wurden im Dezember 78 Pferde beschlagnahmt. Der seit über 1,5 Jahren unter Beobachtung des Veterinäramtes stehende Besitzer hatte die Tiere u.a. mangelhaft versorgt.

Bericht des MDR


 

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BVT warnt vor "Weihnachts-Welpen-Masche"

 

14. Dezember. Für den Handel gehört die Adventszeit zu den wichtigsten, weil umsatzstärksten Wochen des Jahres. Darauf setzen auch Tierhändler und private Züchter, die auf den einschlägigen Tierbörsen im Internet ihre auffällig häufig im Dezember geborenen Hunde- und Katzenwelpen anpreisen.

 

Warum ist das so geschickt? "Wir appellieren vor jedem Weihnachtsfest an die Eltern", so Dr. Styrie, Geschäftsführer des Bundesverbandes Tierschutz, "Kinder nicht mit einem Tierbaby überraschen zu wollen." Meist sind diese Entscheidungen nicht durchdacht, wenig vorbereitet und fallen mit Weihnachten und Silvester in die völlig falsche Zeit für die Anschaffung eines Haustieres. Die Folge: Die neuen Halter sind schnell überfordert oder gelangweilt und schieben ihre Tiere wieder ab, häufig ins Tierheim.

 

"Dieser sensible Zeitraum der Abgabe um Weihnachten und Silvester der Jungtiere wird vielfach jetzt umgangen", hat Dr. Jörg Styrie beobachtet. "Laut Anzeigen haben die Hündinnen und Katzen in den ersten Dezembertagen geworfen, so dass ihre Jungen im Februar abgegeben werden könnten. " Die Anbieter würden darauf bauen, so der Geschäftsführer, dass Eltern ihren Kindern den Wunsch nach einem Haustier eher erfüllen könnten, wenn das Tierbaby nicht in den turbulenten Festtagen ins Haus kommt, sondern eben später.

 

Doch damit ändert sich nicht die Verantwortung, die mit der Aufnahme eines Hundes, einer Katze oder eines anderen Tieres einhergeht. Alle Aspekte, wie Einverständnis der gesamten Familie, persönliche, zeitliche, räumliche und finanzielle Voraussetzungen zur Haltung eines Tieres sowie die Bereitschaft, sich genügend Kenntnisse über die natürlichen Bedürfnisse von Hund, Katze und Co anzueignen, müssen immer erfüllt werden.

 

"Schenken Sie Ihren Kindern ein Sachbuch über das ersehnte Tier und ermöglichen Sie Besuche im nächsten Tierheim. So können Sie am besten ermessen, wie beständig der Wunsch Ihres Nachwuchses nach einem Tier ist. Außerdem lernen die Kinder die Schicksale der Vierbeiner kennen und erfahren, dass Tiere immer die Leidtragenden sind, wenn ihre Anschaffung spontan und unüberlegt geschah", erklärt der BVT-Geschäftsführer.

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Bettelmafia mit geliehenen Hunden

 

In München mehren sich Hinweise, dass Hunde zum Betteln gemietet oder geliehen werden können. Bei Kontrollen fiel auf, dass die Hunde der Bettelnden EU-Heimtierausweise aus der Slowakei hatten, die Personalien vjedoch nicht mit den eingetragenen Haltern übereinstimmten.

 

Bericht der Abendzeitung München

 

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Wieder Zirkus mit Tieren in Berlin

 

In Teltow gastiert Zirkus Rogall mit über 60 Tieren

 

Vom 14. Dezember bis 8. Januar 2017 gastiert der Zirkus Rogall in Teltow-Fläming. An der Lichterfelder Allee in Teltow hat der Zirkus seine Zelte aufgeschlagen. Er führt über 60 Tiere mit sich, darunter Pferde, Kamele, Lamas und Hunde. In seinem Programm wirbt er aktuell mit einer Seelöwen-Nummer.

 

Als habe es die Bemühungen um ein Wildtierverbot im Zirkus niemals gegeben, verlosen Zeitungen, wie die "Berliner Zeitung" in ihrer Ausgabe vom 9. Dezember, Freikarten. "Ich kann nicht begreifen", sagt Dr. Jörg Styrie, "dass sich heute noch Zeitungen und Unternehmen bereit erklären, für einen Zirkus Werbung zu machen. Es dürfte doch wirklich bei jedem angekommen sein, dass die Haltung von Wildtieren im Zirkus nicht artgemäß ist und darum verboten werden muss."

 

Unsere Bitte: Nutzen Sie nicht die angebotenen Freikarten, um einen Zirkus mit Wildtieren zu besuchen. Und machen Sie bitte auch den Schulen klar, dass Sie als Elternteil den Besuch von Klassen im Zirkus ablehnen. Die Präsentation von Tieren in der Manege bringt den Schülern keine Erkenntnisse übner Tiere - im Gegenteil: Es degradiert die Tiere zu Dressurnummern, die in einem artwidrigen Umfeld einzig zur Belustigung der Menschen gehalten werden.  

 

Hier gibt es Tierschutz-Geschenke

 

BVT auf 5. Hunde-Weihnachtsmarkt in Berlin

 

Am 2. Advent fand am Grunewaldsee in Berlin der Weihnachtsmarkt "Sirius-Hundestern" statt.
Wir waren auch mit einem Stand vertreten. Wer noch Geschenke zu Weihnachten suchte, fand bei uns ausgewählte Tierschutzartikel.

 

Einige Welpen und Fohlen aus Stoff haben noch kein eigenes Zuhause gefunden, außerdem haben wir noch Tassen mit zauberhaften Tiermotiven übrig. Stöbern Sie hier am besten durch unsere Bildergalerie und kaufen Sie ein Geschenk, mit dem Sie gleichzeitig Ihren Lieben eine Freude machen und Tieren helfen können.

Bestellen können Sie entweder per Mail bv-tierschutz@t-online.de

oder per Telefon unter 02841/252 44

Foto: dreamstime


 

Vogelgrippe nun auch in Brandenburg bestätigt


Nach dem Fund einer toten Möwe in Werder (Potsdam-Mittelmark) herrscht Stallpflicht für das Geflügel. Hunde müssen an die Leine, Katzen dürfen nicht ins Freie.

Aktuelle Infos

 

 

Spendenaufruf für unser Partnertierheim

Loulé in Portugal

 

Seit 2007 unterstützt der Bundesverband Tierschutz sein Partnertierheim Loulé in Portugal. Was sich in den letzten Monaten dank der Spenden getan hat, lesen Sie hier.

Foto: pixabay

 

 

 

Kommt in Berlin das Verbot von Wildtieren im Zirkus?

 

Der Tierschutz-Entwurf von Rot-Rot-Grün im Koalitionsvertrag SDP, Linke und Grüne halten folgende Tierschutzziele fest:

 

In Berlin sollen Tierversuche reduziert und Alternativmethoden gefördert werden. Befürwortet werden ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen sowie ein Verbot der Pferdekutschen für die Hauptstadt. Gleichfalls ein Verbot von Wildtieren im Zirkus und eine Reduktion des gewerblichen Handels mit Exoten auf Tierbörsen.

Das schreibt die "Morgenpost"

und das "Berlin online" .

 

Foto: pixabay

Das finden wir großartig!
Hamburger Theater nimmt keine Pelze in seiner Gardrobe mehr an


Das Theater Imperial in Hamburg ist ab sofort pelzfrei. Das heißt: Besucher können Pelze oder Mäntel und Jacken, die einen Pekzbesatz haben, nicht mehr an der Gardrobe abgeben.


Im Schauspielhaus hängt nun ein Schild, das über die neuen Bestimmungen informiert. Die Pelzindustrie "erntet" im November. Darunter versteht sie das Häuten und Töten der Pelztiere.


Wenden Sie sich an die Opern- und Schauspielhäuser in Ihrer Stadt und bitten Sie die Verantwortlichen, dem Vorbild aus Hamburg zu folgen.

Foto: pixabay

Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC)

 

Antrag auf neue Schutzzone für Wale scheitert

 

26.10.2016 20 Millionen Quadratkilometer hätten das  Schutzreservat für Wale im Südatlantik umfasst - doch der Antrag scheiterte an der fehlenden Zweidrittelmehrheit. Argentinien, Brasilien, Gabun, Südafrika und Uruguay hatten sich für die neue Schutzzone für Meeressäuger stark gemacht.

 

 

Mit 38 Ja-Stimmen, 24 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen endete die für Tier-, Natur- und Umweltschützer zutiefst enttäuschende Abstimmung. Dass die Walfangnationen hier aktive Lobbyarbeit betrieben haben, ist mehr als wahrscheinlich. 

Foto: pixabay

 

 

 

Mehr Tierschutz in der Schweiz

 

26.10.2016 Der Bund für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat am Montag eine Veränderungsordnung vorgelegt. Bis zum 7. Februar 2017 wird darüber entschieden.   

 

 

 

 

Die Kernpunkte:

- Der Transport und die oft monatelangen Lagerungsbedingungen für Krustentiere sollen verbessert werden.  Hummer, Langusten und Krabben dürften dann auch nicht mehr auf Eis gelagert werden, sondern müssten im Wasser transportiert werden.

Und sie sollen betäubt werden, bevor sie im Kochtopf sterben. Wenn die Betäubung nicht möglich ist, muss alles Notwendige unternommen werden, Schmerz, Leid und Angst zu minimieren

 

- in Streichelzoos sollen keine Fluchttiere mehr gehalten werden. Dies beträfe u.a. Küken, Kaninchen, Meerschweinchen etc.

 

- Labore, die Tierversuche durchführen, müssten künftig einen weisungsbefugten Tierschutzbeauftragten haben, der die Abläufe kontrolliert und die Vorschriften überwacht - dasselbe gälte dann auch für große Schlachthöfe

 

- Eindämmung des illegalen Hundehandels.

 

Ausführliche Informationen zu den Tierschutzplänen in der Schweiz  

Foto: pixabay

 

 

 

 

Petition gegen betäubungsloses Schlachten

 

Für ein Verbot des Schächtens ohne Ausnahmeregelungen - Helfen Sie den Tieren mit Ihrer Unterschrift

 

Zur Petition

 

 

Foto: pixabay

Katalonien muss Verbot des Stierkampfes wieder aufheben

 

BVT bedauert das Urteil des spanischen Verfassungsgerichts sehr

 

21. Oktober. 2010 hatte Katalonien beschlossen, mit der Jahrhunderte alten Tradition des Stierkampfes zu brechen und die blutige Tierquälerei in der Arena zu verbieten. Über 180.000 Menschen hatten sich für ein Verbot stark gemacht, das dann 2012 in Kraft trat.

 

Nun hat Spaniens Verfassungsgericht das Stierkampfverbot wieder aufgehoben! Die Gründe: Der Stierkampf gehöre zum "immateriellen Erbe" des Landes. Außerdem hätte Katalonien diese Entscheidung über ein Verbot gar nicht zugestanden, sondern ausschließlich der Zentralregierung in Madrid.

 

Laut Umfragen lehnen die jüngeren Generationen den Stierkampf ab, während die älteren Spanier weiter Stierkämpfe favorisieren und auch besuchen. Das Thema Stierkampf ist insofern auch ein europäisches als die Europäische Union indirekte Unterstützung für das Fortbestehen des blutigen Spektakels leistet. Zwar werden keine Agrarsubventionen für Stierkämpfe gezahlt, wohl aber Direktbeihilfen für landwirtschaftliche Flächen in den EU-Mitgliedsstaaten, die u.a. auch an Betriebe gehen, die Stiere für Kämpfe züchten.

 

Im vergangenen Jahr hatte sich eine große Mehrheit im Plenum des Europäischen Parlaments für einen Antrag ausgesprochen, der auf ein Ende der Subventionierung der Stierzucht für Stierkämpfe zielte.

In Spanien gibt es ca. 1400 registrierte Züchter, die mit nahezu 130 Millionen Steuergeldern gefördert werden. Über 30.000 Tiere sterben jährlich in den Arenen, zu Tode gemartert vor den Augen johlender Besucher von Matadoren (Quelle der Zahlen: Mannheimer Morgen, 4.11.2015).   

Foto: pixabay

 

 

Kein Handel mit Elfenbein in Europa

 

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (ENVI) fordert ein sofortiges Verbot für den Handel mit Elfenbein und Nashornhörnern. Außerdem soll der hochlukrative Schmuggel mit geschützten Arten strenger geahndet werden, so die Parlamentarier. 

 

Presse

 

Foto: Soylentnetwork

Wieder Skandal im Schweinestall

 

Stern TV über Tierquälerei

 

Gestern zeigte Stern-TV Szenen aus einem Schweinebetrieb in Merklingen, die in ein Tierschützer aufgenommen hatte. Die Bilder von den verletzten, leidenden, verwundeten oder gar schon toten Tieren wurden Kunden gezeigt, die in einem Metzgerladen Schweinefleisch von eben diesem Bauernhof gekauft hatten.

 

 

Die Kunden reagierten schockiert und erklärten, wenn sie um diese Umstände gewusst hätten, niemals das Schweinefleisch gekauft oder gegessen zu haben.

 

Gegen den Mastbetrieb, der sich bislang mit drei Qualitätssiegeln schmückte,  ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen Tierquälerei. Auch die Werbung mit den Siegeln ist dem Mäster ab sofort untersagt. Gleichfalls stellte die süddeutsche Metzgereikette, die der Landwirt mit Fleisch belieferte, die Zusammenarbeit ein.  Presse

 

Foto: Tierheim Wesel

Egon und seine Freunde ziehen aus

 

...und das neue Leben kann beginnen

Die letzten drei Malteser verlassen heute unser Tierheim in Wesel, sie werden gerade von ihren neuen Besitzern abgeholt.

264 Hunde kleinerer Rassen waren im März aus einer Zucht in Schermbeck beschlagnahmt worden, 65 Malteser hatte das Tierheim in Wesel aufgenommen.

Die vermittelten Hunde haben sich bei ihren Familien inzwischen gut eingelebt - und genau das wünschen wir nun auch den letzten Schützlingen. 

Foto: C. Lotz

Rom will Pferdekutschen verbieten lassen

 

Wann folgt Berlin?

 

77.600 Unterschriften hat Julia Maier auf change.org bislang bekommen. Sie kämpft seit über sechs Monaten mit einer Petition für ein Verbot von Pferdefuhrwerken in Berlin. Ihr Ziel sind 150.000 Unterschriften.

 

Das Leid der Kutschpferde in der Hauptstadt bewegt Berliner und Touristen. Jetzt könnte ein Verbot der Pferdekutschen in die Koalitionsverträge mit aufgenommen werden, weil sich kurz nach der Wahl der Senat und die Bezirksämter neu konstituieren müssen. Die Grünen, mit denen die SPD als Wahlgewinnerin ein Regierungsbündnis aushandeln möchte, fordern wie die Tierschutzorganisationen ein Ende für Pferdekutschen.

 

In Italiens Hauptstadt wird es in Kürze Gespräche zwischen Politik, Tierschützern und Bürgern über ein Verbot für Kutschbetriebe geben. Die Belastung für die Pferde, so die Begründung, sei zu hoch. Allein das Gewicht eines Fiakers betrage 800 Kilogramm.

 

Link zur Petition

 

BVT-Infostand in Moers


Presse berichtete über aktuelle Ringelschwanz-Kampgne

Der Bundesverband Tierschutz hat am 17. Oktober in der Innenstadt von Moers, direkt am Königlichen Hof, einen Infostand aufgebaut. Zielsetzung war, die Passanten über die aktuelle BVT-Kampagne für ein Verbot des Schwanzkupierens bei Ferkeln zu informieren.  

Der BVT ist seit 1967 in Moers ansässig und hat noch heute seine Geschäftsstelle dort.

Pressebericht

 

Foto: soylent-network.com

Protest gegen Circus Krone in Bayreuth

 

Petition gegen Wildtiere im Zirkus unterzeichnen

 

Vom 12. bis 18. Oktober gastiert Circus Krone, wiederholt in der Vergangenheit durch Tierschutzverstöße aufgefallen, in Bayreuth. Die ersten Protestveranstaltungen von Tierschützern gab es heute.

 

Circus Krone führt ungeachtet aller Diskussionen um die Artwidrigkeit einer Wildtierhaltung im Zirkus weiter eine ganze Menagerie an Wildtieren mit sich, unter ihnen Elefanten, Kamele, Zebras, Seelöwen, Pferde, ein Nilpferd und ein Nashorn. Im vergangenen Jahr gab es eine hochemotionale Abstimmung im Stadtrat von Bayreuth über ein mögliches Auftrittsverbot für Zirkusunternehmen mit Wildtieren. Die Debatte endete - nicht erwartungsgemäß - mit einer weiteren Duldung.

 

Deutschland stellt sich hinsichtlich eines Wildtierverbots im Zirkus als trauriges Schlusslicht in der EU dar: In den meisten Mitgliedsstaaten wurden generelle Wildtierverbote erlassen (u.a. Belgien, Bulgarien, Niederlande, Österreich), in anderen, wie zum Beispiel Griechenland und Zypern, das Mitführen aller Tierarten untersagt. Portugal hat ein Fortpflanzungsverbot für bestimmte Tierarten (Affen, Bären, Wale etc.) ausgesprochen und Länder wie Polen und Ungarn die Haltung von Tieren untersagt, die in freier Wildbahn geboren wurden.

Die meisten südamerikanischen Länder haben Verbote für alle Tierarten im Zirkus (Honduras, Bolivien etc.) erlassen oder explizit für Wildtiere. Panama lässt keine Zirkusunternehmen, die Wildtiere dabei haben, ins Land - und im Iran gilt seit März 2016 ebenfalls das Wildtierverbot.

 

Warum schafft Deutschland nicht, was in anderen Ländern möglich ist?

 

Mehrfach (2003, 2011, 2016) hat der Bundesrat in Entschließungsanträgen die amtierenden Bundesregierung aufgefordert, den Zirkussen zu verbieten, Wildtiere mit zu führen und zu präsentieren. Doch die Koalition macht verfassungsrechtliche Bedenken geltend - und überlässt es den Städten, kommunale Wildtierverbote zu verhängen. Derzeit haben sich weit über 60 Städte, unter ihnen Berlin (vier Bezirke), Potsdam, Düsseldorf, München, Stuttgart, dazu entschlossen.

 

Hier können Sie die Petition mitzeichnen

https://www.change.org/p/bundesweites-wildtierverbot-im-zirkus

 

Foto: soylent-network

 

 

"Eine in hohem Maße tierschutzwidrige Haltung" (Diana Plange, Berliner Fachtierärztin für Tierschutz)

 

 

Berlin, 23.09.2016.

Gestern zeigte die ARD in seinem Politmagazin Panorama (21:45 Uhr) auf, dass tierschutzwidrige Zustände in den Ställen selbst bei führenden Funktionären der Landwirtschaftsverbände an der Tagesordnung sind.

 

Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung und bestätigt, was Tierschützer seit langem kritisieren: Die Missstände in der Massentierhaltung sind ein systemimmanentes Problem und keine Ausnahmeerscheinung. 

Hier geht es zu den Beiträgen: Das Erste NDR

                                             Süddeutsche Zeitung

                                             Tagesschau

Foto: soylent-network

Tiertransporte

Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) begrüßt Vorstoß der Bundestierärztekammer

 

Die Bundestiertierärztekammer (BTK) fordert die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass der Schutz von Tieren bei internationalen Transporten sichergestellt ist.

 

Berlin, 20. September. Sie stehen Stunden, oft sogar Tage in sengender Sonne, ohne Wasser und Futter.

 

Schwere Verletzungen, Knochenbrüche, aus Schwäche verendete Tiere - Tiertransporte in Drittländer sind trotz aller Bekenntnisse für tierschutzkonforme Transportbedingungen eine Qual für die Tiere.

 

Nun hat die Bundestierärztekammer, die über 40.000 Tierärzte in Deutschland vertritt, in einem Schreiben an die Bundesregierung dargelegt, unter welchen Voraussetzungen Tiertransporte in Drittländer möglich bzw. nicht möglich sein dürften.

 

So fordert die BTK die deutsche Regierung auf, darauf hinzuwirken, dass das Europäische Übereinkommen über den Schutz von Tieren bei internationalen Transporten eingehalten werde. Es gelte darüber hinaus, die Wartezeiten an den Grenzübertritten für Tiertransporter zu vermeiden und Möglichkeiten für die Unterbringung von Tieren zu schaffen, wenn sich die Abwicklung der Formalitäten verzögere. Wichtig sei ein externes Gremium, das die Anforderungen, die das Europäische Übereinkommen zum Schutz von Schlachttieren auf dem Transport festhält, kontrolliere - und bei Verstößen, Maßnahmen einleite.

 

Gleichfalls seien die Zuchtverbände aufgefordert, ihre Tiere nicht in Drittländer transportieren zu lassen, wenn bekannt sei, dass es keine tierschutzkonforme Abwicklung an den Grenzen gäbe.

Bericht animal-health-online

 

Foto: dreamstimefree

Abschuss von Wölfen in Norwegen

 

Wolfstötungen auch in Deutschland

 

Berlin, 20.09.2016

Die Regierung von Norwegen hat angekündigt, 47 Wölfe abschießen zu lassen. Während Landwirte die Entscheidung begrüßen, laufen Tier- und Artenschutzorganisationen Sturm. Im letzten Winter wurden 68 Wölfe, die in Norwegen auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen, registriert. Der Abschuss würde 70% des Bestandes töten.

 

Doch auch in Deutschland fordern Bauern, Schafhalter und allen voran die Jagdverbände, Wölfe zu dezimieren. Inzwischen haben sich geschätzt 45 Wolfsrudel in verschiedenen Bundesländern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, angesiedelt. Die immer häufiger bekannt werdenden Vorfälle von absichtlich überfahrenen oder erschossenen Wölfen kritisiert Dr. Jörg Styrie vom Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) scharf.

 

"Wer einen Wolf erschießt oder gezielt überfährt, tötet ein Wildtier ohne Grund. Das ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz", so der Geschäftsführer. 2013 wurde ein Jäger aus dem Raum Köln zu einer Geldstraße von 3500 Euro und Abgabe seines Jagdscheines verurteilt, weil er einen Wolf im Westerwald abgeschossen hatte. 

Mehr Infos zum Thema.

Foto: Pixabay

BVT rät:

Sie werden Zeuge einer illegalen Schächtung?

 

Vom 12.-15. September wird weltweit das höchste islamische Opferfest begangen. Wenn Sie heute und in den kommenden Tagen bemerken, dass Enten, Gänse und Schafe in Kofferräumen von Autos transportiert werden oder Sie das Gefühl haben, dass Vorbereitungen für illegale Schächtungen in Ihrem Wohnbezirk ablaufen, dann wenden Sie sich umgehend an die Polizei.

Das Schächten ist in Deutschland verboten! Nur mit Ausnahmegenehmigungen können Angehörige verschiedener Religionen erreichen, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen Tiere betäubungslos schlachten dürfen. Dazu müssen sie vor der geplanten Schächtung bei der zuständigen Behörde die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung beantragen und darlegen, dass ihnen ihre Religion zwingend den Verzehr von Fleisch vorschreibt, das von Tieren stammt, die ohne Betäubung geschlachtet wurden.

Weiter müssen die Antragsteller vorweisen, dass sie die notwendige Sachkunde haben und dass das Tier ausschließlich in vorgeschriebenen bzw. zugelassenen Schlachtbetrieben geschächtet wird. Das Veterinäramt muss bei der betäubungslosen Schlachtung anwesend sein.

Was sollte Ihnen auffallen?

- Gänse, Enten, Schafe und andere Tiere, die in Hinterhöfen, in der Nähe von Restaurants, auf Firmen- oder Brachflächen ausgeladen werden, um vermutlich dort getötet zu werden

- deutlich erkennbar nicht tiergerechter Transport im Kofferraum (gefesselte Schafe, Enten, Gänsen) und grobes Entladen (Griff um den Hals, an die Kehle, in die Flügel etc.)

- es finden illegale Schächtungen auf Grundstücken statt, die Privatleute, u.a. auch Landwirte und Schafhalter, gegen Geld zur Verfügung stellen

- Sie hören aus Nachbarwohnungen, Schuppen, aus Gärten oder von Balkonen plötzlich die eindringlichen Jammerlaute von gefangenen Tieren, obwohl Ihres Wissens dort vorher kein Tier gehalten wurde.  

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Das Märchen vom "wissenschaftlichen Zweck"

Japans umstrittene Jagd auf Zwergwale

 

12. September 2016. Seit 1986 ist die kommerzielle Jagd auf Großwale verboten. Japan gehört zu den umstrittenen Nationen, die dafür eintreten, die Bejagung wieder zuzulassen. Und gleichzeitig den Ausweg gefunden hat, die Jagd auf Meeressäuger unter dem Deckmantel der Wissenschaft durchzuführen.

Dazu beruft sich die Regierung in Tokio auf eine Ausnahmeregelung in der Konvention der Internationalen Walfangkommission IWC), nach der die Jagd auf Wale zu Forschungszwecken gestattet ist. So versucht Japan seit Jahren die Weltöffentlichkeit mit angeblichen Forschungsprogrammen zu täuschen, die die Bejagung der Meeressäuger rechtfertigen sollen.

Erst im März 2016 kamen die Walfangflotten mit über 333 getöteten Tieren aus der Antarktis zurück. Ursprünglich sollten 1000 Zwergwale gefangen werden, doch musste Tokio nach einer Verfügung des Internationalen Gerichtshofes 2014 die wissenschaftlich nicht begründbare Jagd aussetzen und hatte dementsprechend in diesem Jahr die Zahl der zu bejagenden Tiere um zwei Drittel reduziert.  

Vor wenigen Tagen hat nun das Fischereiministerium erneut angekündigt, über 50 Zwergwale vor der nördlichen Hauptinsel Hokkaido fangen zu wollen.

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Pressemeldung

Zum Islamischen Opferfest

 

Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) fordert die Behörden auf, illegales Schächten strikt zu ahnden!

 

Berlin, 8. September 2016: Vom 12. September bis 15. September findet weltweit das viertägige Islamische Opferfest Idu-I-Adha (türkisch „Kurban Bayrami“) statt. In Gedenken an den Propheten Ibrahim, der bereit war, seinen Sohn Ismail an Allah zu opfern, sind nach islamischem Ritus Muslime aufgerufen, ein Schächtopfer zu bringen und das Fleisch an Bedürftige zu verteilen. Geopfert werden je nach Region Schafe, Ziegen, Rinder, Kamele und Wasserbüffel. Beim Schächten wird den Tieren bei vollem Bewusstsein, also ohne vorherige Betäubung, die Kehle durchgeschnitten, wobei die Tiere erhebliche Qualen erleiden.

 

In Deutschland ist das Schächten von Tieren grundsätzlich verboten. Es darf nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden und zwar nur dann, wenn religiöse Vorschriften den Verzehr von betäubungslos geschlachteten Tieren zwingend vorschreiben. Darüber hinaus muss deutlich gemacht werden, dass das Schächtfleisch ausschließlich an eben diese Religionsangehörigen abgegeben wird.  

 

Die Ausnahmegenehmigungen erteilen die zuständigen Veterinärbehörden - doch immer wieder kommt es vor, dass Tiere in Hinterhöfen, auf Bauernhöfen oder auf freiem Feld illegal geschächtet werden. "Wir sind leider mit der Tatsache konfrontiert, dass vor und während des Islamischen Opferfestes Schafe, Ziegen und kleinere Tiere betäubungslos geschlachtet werden, obwohl dies streng verboten ist", sagt Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT).

 

"Der Tierschutz ist in unserer Verfassung als Staatsziel verankert", hebt der BVT-Vorsitzende hervor. "In diesem Sinne fordern wir die Behörden eindringlich auf, keine Ausnahmegenehmigungen zum Schächten zu erteilen, die Kontrollen zu verschärfen und Verstöße gegen das in Deutschland geltende Schächtverbot konsequent zu ahnden". Landwirte, die Muslimen Tiere zum Schächten überlassen oder Schächtungen auf ihrem Hof zulassen, können wegen Beihilfe belangt und nach § 27 StGB mit hohen Geldbußen, bis zu 25.000 Euro, bestraft werden.

 

 "Selbst von islamischen Religionsautoritäten wird eine „In-Ohnmacht-Versetzung” der Tiere durch eine reversible Elektrobetäubung als religionskonform angesehen. Es besteht daher kein Grund, betäubungslos zu schächten", betont Dr. Gerd Gies. Die rechtlich vorgeschriebene Kurzzeitbetäubung sei überfällig.

 

"Dasselbe gilt für die dringend notwendige Deklarationspflicht von geschächtetem Fleisch", sagt der BVT-Vorsitzende. "In vielen Imbissen und Geschäften wird das Fleisch geschächteter Tiere angeboten. Kein Verbraucher kann erkennen, ob diese Tiere mit oder Betäubung geschlachtet wurden und woher das Fleisch stammt." Hier ist die Bundesregierung aufgefordert, auf die Europäische Union einzuwirken und entsprechende gesetzliche Regelungen für die EU-Mitgliedsstaaten zu erlassen.

 

Fotos: BVT

Pferdemarkt in Havelberg


BVT prangert Missstände bei der Präsentation von Tieren an


06.09.2016 Der Pferdemarkt in Havelberg (bei Wittenberge, Brandenburg) zieht jährlich Hunderttausende Besucher an. Angeboten werden auf dem vier Tage dauernden Fest u.a. Pferde, Esel, Lamas, Hundewelpen, Katzenbabys, Kaninchen, Meerschweinchen, Tauben, Nympfensittiche, Kanarienvögel und Wellensittiche. Mit einem Tierarzt begutachtete der BVT die zum Kauf angebotenen Tiere. Das Fazit erschreckend: Die Käfige für Vögel und Kleintiere waren teilweise so klein, dass die Tiere nur liegen konnten. Die meisten Käfige standen in der prallen Sonne, ohne Schutz, ohne Schatten, oft sogar ohne Trinkwasser. Einige Pferde und Esel hatten Haut- und Augenprobleme, anderen waren unterernährt. Von den ebenfalls schutzlos der Sonne ausgelieferten Pferde, Lamas und Eseln, angepflockt an Autos, Hängern oder auf großen Verkaufsarealen, hatten nicht alle Wasser, andere waren so kurz angebunden, dass sie sich nicht hinlegen konnten.


Mit der fachkundigen Begutachtung des Tierarztes wird der BVT die Veantwortlichen in Havelberg auffordern, die Bestimmungen zur Haltung und Darstellung der Tiere zu verbessern und Tierschutzverstöße auf dem Pferdemarkt konsequent zu ahnden. Wir berichten weiter.

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Ölbohrung im Wattenmeer?

 

Petition gegen drohende Zerstörung des maritimen Ökosystems

 

Der deutsche Konzern Dea will im Wattenmeer nach Öl bohren. Die Folgen für das empfindliche Ökosystems wären fatal, der Lebensraum von Millionen Vögeln, Robben und Walen bedroht. Lassen Sie es nicht zu, dass der Konzern seine Pläne umsetzen kann und unterzeichen Sie die Petition

 

https://actions.sumofus.org/a/dea-keine-oelbohrungen-im-wattenmeer/?akid=22126.1757532.m2uEAt&rd=1&source=fwd&t=2

Foto: BVT-Lotz

 

Frankfurter Rundschau über Zirkus


Dr. Jörg Styrie im Gespräch
 

Die Frankfurter Rundschau stellt in ihrem Beitrag die kontroverse Diskussion zwischen Zirkusbefürwortern und -gegnern heraus. Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, ist für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus.
http://www.fr-online.de/panorama/wildtiere-im-zirkus-eine-frage-der-haltung,1472782,34691132.html

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Initiative der Bundesumweltministerin zur stärkeren Regulierung der Massentierhaltung 

 

Gesetzespaket zur Steuerung der Tierhaltung

 

25. August 2016. Gestern hat die Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in Berlin ihr Gesetzespaket der Presse vorgestellt. Die Kernpunkte: Über eine Änderung des Baurechts will die Ministerin die Intensivierung der Landwirtschaft begrenzen. Neue Stallanlagen sollen nur dann gebaut werden dürfen, wenn die Gemeinde dem Vorhaben in einem Bauplanverfahren zustimmt. Die Anwohner werden, so das Konzept von Barbara Hendricks, künftig in den Entscheidungsprozess um neue Mastställe in der Region mit einbezogen. Wichtig auch: Die Anforderungen an die Luftreinhaltung sollen steigen. Weitere Infos finden Sie:

 

Die Eckpunkte der Initiative

 

Das sagen Tier- und Umweltschutzverbände

 

Und so sieht es der SWR

 

Foto: soylent-network

Folgt auf die Ringelschwanzprämie nun die Sauenprämie?

 

Niedersachsen weitet Prämiensystem aus

 

25. August 2016. Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer möchte ab 2017 mit einer Sauen- und Ferkelprämie weitere Anreize für Landwirte schaffen, die Haltungsbedingungen im Schweinestall zu verbessern.

In der konventionellen Schweinehaltung werden die Muttertiere mit ihren Ferkeln in Kastenständen gehalten. Die beengende Kastenkonstruktion soll ein Erdrücken der Ferkel verhindern. Wer seinen Sauen und Ferkeln mehr Platz und Bewegungsfreiheit bietet, soll ab 2017 von der Prämie profitieren können, hat Christian Meyer angekündigt. Gleichzeitig schweben ihm höhere Prämien für die Umstellung von der konventionellen auf eine ökologische Bewirtschaftung vor.   

Eine Förderung bei der Europäischen Union für das neue Prämiensystem ist bereits beantragt worden. Die EU unterstützt ebenfalls die Ringelschwanzprämie, die niedersächsische Landwirte seit 2015 beantragen können, wenn sie ihren Ferkeln nicht die Schwänze kupieren bzw. die Legehennen ihre Schnäbel behalten dürfen.

Pro Schwein mit unversehrtem Schwanz werden 16,50 Euro gezahlt, für eine Henne mit intaktem Schnabel 1,70 Euro.   

Foto: Industrieverband Heimtierbedarf IVH

 

 

 

Welche  Seniorenheime gestatten die Tierhaltung?

Fordern Sie die bundesweite Übersicht bei uns an!

 

Immer mehr Seniorenheime ermöglichen die Haltung von Hunden, Katzen und Kleintieren. Damit reagieren die Residenzen auf die Wünsche vieler Menschen, auch in fortgeschrittenem Alter nicht auf sein geliebtes Haustier verzichten zu wollen.

Der BVT hat eine bundesweite Übersicht über Seniorenheime erstellt, die laufend aktualisiert wird. Gegen eine Spende können Interessierte die Liste bei uns telefonisch anfordern: BVT-Geschäftsstelle Moers, Telefon: 02841/252 44