BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. stellt neue Testamentsbroschüre vor!

Viele Menschen scheuen sich davor, ihr Testament zu verfassen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod verschafft oft Unbehagen, und so werden die Regelungen über testamentarische Verfügungen gerne zeitlich verschoben. Dennoch bleibt die Unsicherheit darüber, was mit den eigenen Vermögenswerten nach dem Ableben geschehen soll und nicht zuletzt auch die Frage, wer sich um das hinterbliebene Haustier kümmern soll.

 

Für alle Menschen, die hier Vorsorgen treffen wollen, hat der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E. V. eine Broschüre erarbeitet, in der die wichtigsten Informationen zur Abfassung eines Testamentes übersichtlich dargestellt werden. Sie können diese Informationsschrift hier als PDF-Datei herunterladen oder als Broschüre in unserer Geschäftsstelle in Moers bestellen (Tel 02841 – 25244).



Reisen mit Tieren – bereits jetzt an die Einreisevorschriften denken!

 

 

 

Berlin, 15. Mai 2012: Rechtzeitig vor Beginn der Reisezeit macht der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. auf die Bestimmungen bei Reisen mit Tieren aufmerksam, denn schnell kann bei Nichteinhaltung die Urlaubsfahrt an der Grenze zum Nachbarland enden.

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Perversion der Kunst - An Berlins "Universität der Künste" soll ein Schaf geköpft werden

Kaum zu glauben, welche Blüten die Kunst treiben kann: Zwei Meisterschüler der japanischen Künstlerin Leiko Ikemura wollen ein Schaf unter der Guillotine sterben lassen. Das Fallbeil ist schon fertig und soll, so die Planung, in drei Wochen zum Einsatz kommen. Zeitgleich wurde von den Akteuren eine Internetseite eingerichtet, auf der die Nutzer darüber abstimmen können, ob das Schaf hingerichtet werden soll oder nicht. Am 25. April hatten bereits 380.000 Nutzer abgestimmt. Und das Erschreckende: Ewa 1/3 stimmten für die Tötung des Tieres. Selbst wenn das Schaf nicht zum Schafott geführt wird so empfindet der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. solche Aktionen als abartig und pervers.

 

Die Kunstfreiheit endet unseres Erachtens dort, wo Mitgeschöpfe beeinträchtigt, in Angst und Schrecken versetzt oder sogar getötet werden. Mit der Aufnahme des Tierschutzes als Staatsziel ins Grundgesetz ist eine Abwägung zwischen der grundgesetzlich geschützten Freiheit der Kunst und dem Tierschutz vorzunehmen. Diese sollte und muss zugunsten der Mitgeschöpfe ausfallen.

 

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. hat sich mit einem Protestschreiben an die „Universität der Künste“ gewand und kritisiert, dass solche "Kunstprojekte" nicht vorzeitig von den zuständigen und verantwortlichen Professoren und Dozenten gestoppt wurden.

 

Weitere Infos finden Sie hier .

 

Zur Abstimmung gelangen Sie hier .



 

 

Liebe Tierfreunde,

die Antwort auf unsere Anfrage bei der Universität der Künste in Berlin hinsichtlich der geplanten Tötung eines Schafes möchten wir Ihnen nicht vorenthalten. Hier die Stellungnahme der Pressestelle:

 

Sehr geehrter Herr Styrie,

 

haben Sie vielen Dank für Ihren Anruf. Wie bereits am Telefon erläutert, distanziert sich die UdK Berlin von dem Projekt „Die Guillotine“ aus grundsätzlichen Gründen, welche die Freiheit der Kunst nicht berühren.

 

Die Tötung eines Lebewesens im Rahmen einer künstlerischen Aktion würde zur sofortigen Exmatrikulation und strafrechtlichen Verfolgung der Initiatoren führen.

 

Die künstlerische Provokation allerdings, zumal eine, zu welcher die Kontextualität von Seiten der Künstler nachvollziehbar hergestellt wird, muss legitim sein. Allerdings nur, solange die umfassende Unversehrtheit eines eventuell beteiligten Lebewesens gewährleistet bleibt.

 

In diesem Sinne verfolgen wir das Projekt und die nächsten Schritte der Studenten mit höchster Aufmerksamkeit.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Claudia Assmann

Universität der Künste Berlin

Leiterin der Pressestelle

 

Postfach 12 05 44

D-10595 Berlin

T. ++49 (0)30 - 31 85 24   56

F. ++49 (0)30 - 31 85 26 35

claudia.assmann@intra.udk-berlin.de

www.udk-berlin.de

Steuergelder für Tierversuche – Ethisch nicht zu verantworten

23. April 2012. Anlässlich des internationalen Tags des Versuchstieres am 24. April mahnt der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ E.V. ein nachhaltiges Umdenken bei der Forschungsförderung an. Statt an grausamen Tierversuchen festzuhalten, bei denen im Jahr 2010 bundesweit über 2.8 Millionen Tiere verbraucht wurden, müsse endlich ein Umdenkungsprozess in Gang gesetzt und in die Erforschung alternativer Versuchsverfahren investiert werden.

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Sehr geehrte Damen und Herren,
in diesem Jahr feiert der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. sein 50jähriges Bestehen. Ein halbes Jahrhundert, in dem wir uns für notleidende Tiere eingesetzt haben. Ohne die vielen Helfer, die unseren Verband über die Jahre unterstützt haben, wären wir nicht so erfolgreich gewesen. Ihnen sei an dieser Stelle besonders gedankt.

 

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Pelzfarmen scheitern mit Klagen gegen Tierschutz

Berlin, Moers, 12.März 2012: Mit Freude hat der BUNDESDVERBAND TIERSCHUTZ E.V. dass Urteil des Verwaltungsgericht Münsters aufgenommen, wonach Pelzfarmen verpflichtet sind, die Käfige für Pelztiere deutlich zu vergrößern. Künftig müssen die Käfige für Nerze mindestens drei Quadratmeter groß sein, jedes Tier muss mindestens ein Quadratmeter Platz haben. Diese Vorschriften wurden mit einer Übergangsfrist von 5 Jahren in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung im Jahre 2006festgelegt.

 

Statt sich auf die veränderten Vorschriften einzustellen und die Käfige fristgerecht zum Dezember 2011 zu vergrößern klagten zwei Pelzfarmen aus Hörstel und Borken gegen die Verordnung. Ihre Begründung: Das Geschäft mit den Pelztieren werde für sie durch den Umbau der Käfige unrentabel. Die neuen Tierschutzvorgaben kämen somit einem Berufsverbot gleich. Das sahen die Richter am Verwaltungsgericht Münster anders und wiesen darauf hin, dass geltendes Recht auch für die Pelztierhalter gelte.

 

„Wir freuen uns über dieses wegweisende Urteil, hat es doch Signalwirkung für alle weiteren Pelzfarmen in Deutschland, die bisher den Auflagen der Tierschutzverordnung nicht nachgekommen sind“, so Prof. Astrid Funke, Präsidentin des BUNDESDVERBAND TIERSCHUTZ E.V.

Bundesverband Tierschutz kritisiert einseitige Interessensvertretung der Bundesministerin Ilse Aigner zugunsten der Geflügellobby

Berlin/Moers, 8. März 2012: Auf der gestrigen Sitzung des Ausschuss des Bundestages für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hätte eine seit langem andauernde Auseinandersetzung über die Laufzeiten der Kleingruppenhaltung von Legehennen beigelegt werden können. Zur Diskussion standen die Laufzeiten auf das Jahr 2023 bzw. in Härtefällen auf 2025 zu begrenzen. Ministerin Aigner war im letzten Jahr mit ihren Vorstellungen, die Kleingruppenhaltung bis zum Jahr 2035 zu ermöglichen, an der Ablehnung des Bundesrates gescheitert. Daraufhin wurde unter Federführung des Landes Rheinland-Pfalz und Niedersachsen ein Kompromiss mit der Laufzeit bis 2023 bzw. 2025 erarbeitet, der auch die Zustimmung der Mehrheit des Bundesrates fand.

 

Statt dem Kompromiss zuzustimmen, vertritt die Bundesregierung die Interessen der Geflügellobby, möglichst lange die Käfige für die Kleingrupppenhaltung zu nutzen. Sie begründet die Ablehnung mit angeblich verfassungsrechtlichen Bedenken. Ministerin Aigner nimmt damit in Kauf, dass ab dem 31. März 2012 statt einer bundesweit einheitlichen Lösung die Bundesländer über die Laufzeiten der Kleingruppenhaltung für Legehennen zu entscheiden haben. Zu befürchten ist ein Flickenteppich von Regelungen, der zu Lasten der Tiere geht.

 

Von Anbeginn der Errichtung der Kleingruppenhaltung kritisierte der Bundesverband Tierschutz dieses Haltungssystem als nicht tiergerecht, da die Tiere weiterhin in einem Käfig sitzen, in dem sie aufgrund des geringen Platzes und fehlender Höhe wichtige angeborene Verhaltensweisen nicht ausleben können. Selbst die Übergangsfristen bis zum Jahr 2023 sind aus Sicht des Tierschutzes kaum zu ertragen.

 

„Wir fordern Ministerin Aigner, im Sinne der Wertstellung des Tierschutzes in unserer Gesellschaft, dem Kompromiss doch noch zuzustimmen und damit zumindest ein klares Ende für ein Haltungssystem festzusetzen, das den Anforderungen des Tierschutzes nicht gerecht wird,“ so Prof. Dr. Astrid Funke, Präsidentin des Bundesverband Tierschutz.



Tierquälerei in Frauenhagen

Liebe Tierfreunde

 

Sie erinnern sich sicherlich noch an das Tierdrama in Frauenhagen, bei dem ein ortsansässiger Landwirt über Jahre seine Pferde- und Rinderherde derart vernachlässigte, dass viele Tiere auf Grund unzureichender Futterversorgung und Betreuung zu Tode kamen. Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. hatte sich im November 2011 in diesen Fall eingeschaltet und die Haltungsbedingungen vor Ort kontrolliert. Wir berichteten über diesen Fall auch auf unserer Internetseite, da das Ausmaß der Tierquälerei unfassbar groß gewesen ist. Zwar wurde der Tierhalter zu einem Tierhalteverbot verurteilt, er übereignete jedoch die Pferde- und Rinderherde einer Bekannten, die einen landwirtschaftlichen Betrieb 130 km entfernt von Frauenhagen bewirtschaftet und auf Grund der Entfernung nicht in der Lage war, eine ordnungsgemäße Tierhaltung sicher zu stellen. Auf Grund der aufgetretenen Todesfälle erstattete der BVT Strafanzeige gegen die Tierhalterin und forderte das Veterinäramt auf, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, damit eine ordnungsgemäße Versorgung der Tiere sichergestellt sei.

 

Statt einer deutlichen Verbesserung der Tierhaltung blieb es jedoch beim Status quo. In der Zeit von November 2011 bis Februar 2012 verstarben weitere Tiere auf Grund unzureichender Futter- und Wasserversorgung. Der Druck aus der Bevölkerung führte dazu, dass Anfang Februar sowohl die Rinder als auch die Pferde von Frauenhagen nach „Hessenhöhe“ einem Ort der ca. 60 km von Frauenhagen liegt, transportiert worden. Am 20. Februar 2012 kontrollierte der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. die neuen Haltungsbedingungen und war entsetzt, dass er dort die gleichen Missstände wie in Frauenhagen vorfand. Auch hier standen die Pferde auf einer völlig abgegrasten Koppel, das Wasser war gefroren und das Heu gleichfalls von einer so schlechten Qualität, dass man es nicht als Futter bezeichnen konnte. Zwar gab es vor Ort einen Offenstall, der den Tieren hätte Schutz vor Wind und Regen bieten können, wenn sie diesen hätten erreichen können. Vor diesem Stall war jedoch eine große Eisfläche die die Tiere daran gehindert hat, den Stall zu erreichen.

 

Die Rinder waren in einen Stall untergebracht worden, indem sie zwar gefüttert wurden jedoch kaum Platz hatten sich zu bewegen, geschweige denn einen eingestreuten Liegeplatz zu erreichen. Von Verbesserung der Tierhaltung war somit nichts zu erkennen.

 

Es ist für uns unbegreiflich, dass die Vollzugsbehörden scheinbar diesem Treiben weiterhin tatenlos zusehen. Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. fordert die zuständige Veterinärbehörde auf unverzüglich Tätig zu werden, damit endlich die Tiere ausreichend mit gutem Futter und Wasser versorgt werden. Es kann nicht angehen, dass die staatlichen Kontrollbehörden sich nachhaltig ihrer Aufsichtspflicht entziehen und durch Untätigkeit tierschutzwidrige Haltungsbedingungen ermöglichen. Wir werden nicht ruhen, bis hier Bedingungen geschaffen werden, die den Tieren ein artgemäßes Leben ermöglichen.

 




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Filmtipp: Tierheim Wesel in der Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ am 26. Februar 2012 um 18:15 Uhr im WDR-Fernsehen

Am kommenden Sonntag ist es soweit: Tiere aus unserem BVT-Tierheim in Wesel bekommen die große Chance, einen großem Fernsehpublikum vorgestellt zu werden. Es sind Hunde wie Bella, Fox, Chilli oder Kenzo, die seit längerem ein gutes, neues Zuhause suchen. Stellvertretend für die vielen im Tierheim befindlichen Katzen dürfen sich die Geschwister Phillip und Bruno sowie Milo und Klaus vorstellen. Und nicht zu vergessen unsere Gruppe der Meerschweinchen. Alle Tiere sind auch auf der Homepage unter www.tierheim-wesel.de zu finden.

„Wir freuen uns unendlich, dass unsere Tiere die Chance bekommen, über dieses hervorragende Format des WDR durch Claudia Ludwig vorgestellt zu werden“, so die Tierheimleiterin Gabi Wettläufer. Wie schön wäre es, wenn sich Tierfreunde von den Tieren begeistern lassen und sich für eine dauerhafte Aufnahme entscheiden würden.

 

Betroffen ist der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. über die Entscheidung des WDR, sich von der Moderatorin Claudia Ludwig zu trennen. Mit großem Engagement, Sachkunde und Einfühlungsvermögen hat sie die Sendung zum Erfolg geführt. Eine Moderation ohne sie ist für den BVT kaum vorstellbar. „Wir hoffen, dass sich der WDR nochmals besinnt und diese personelle Fehlentscheidung korrigiert“, meint Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT.

 

Die Sendung können Sie hier sehen.

ZDF WISO deckt auf: Pelztiere leiden Qualen auf deutschen Farmen

In der ZDF Sendung WISO vom 6. Februar 2012 widmete sich das Format dem Thema Pelztierhaltung. Unser Geschäftsführer, Dr. Jörg Styrie, wurde um seine Meinung gebeten.

 

Derzeit gibt es in Deutschland etwa 30 Nerzfarmen in denen etwa 400 000 Felle pro Jahr produziert werden. Seit Jahren fordert der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. ein Verbot solcher Farmen, da die Haltung und Tötung von Tieren für die Herstellung von Luxusprodukten aus ethischen Gründen unverantwortlich ist. Doch statt eines Verbotes konnte sich der Gesetzgeber nur für eine Haltungsverordnung entscheiden. Diese wurde 2006 verabschiedet und sieht eine Verbesserung der Haltung in zwei Schritten vor: Ende November musste die Fläche der Käfige auf 3 Quadratmeter vergrößert werden, 2016 ist den Tieren ein Wasserbad anzubieten. Die notwendigen Umrüstungen würden aber nicht vorgenommen.

Viele Pelztierzüchter scheuten offenbar den Aufwand, die Käfige artgerecht umzurüsten, hieß es. Die Farmbetreiber argumentierten jedoch, dass die konventionelle Haltungsform in Käfigbatterien zulässig sei, weil es sich bei Nerzen nicht um Wildtiere handele. Zudem wollen die Farmbetreiber nach Angaben des Zentralverbandes Deutscher Pelztierzüchter gegen die Tierschutz-Verordnung klagen und sie nicht umsetzen. Das ZDF berichtet, dass laut Tierschützern in mindestens acht Farmen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein die Tiere in den viel zu kleinen Käfigen gehalten würden.

Die Behörden reagieren laut Bericht sehr unterschiedlich auf die Verstöße: Einige Veterinärämter hätten Betriebe geschlossen, anderen Farmen hätten mehr Zeit zur Umrüstung bekommen. In vielen Bundesländern werde der Ausgang von Gerichtsverfahren abgewartet.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. fordert eine sofortige Vergrößerung der Gehege, wie es die Haltungsverordnung vorsieht. Sollten die Nerzhalter weiterhin untätig bleiben, müssen die Veterinärbehörden tätig werden und die Anlagen schließen!

 

Zum ZDF-Beitrag gelangen Sie hier.



Bundesverband Tierschutz bringt an die Öffentlichkeit: Todesdrama auf der Weide

Seit ca. 6 Wochen verfolgt der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. einen Fall unglaublicher Tierquälerei, und alle Bemühungen, die zuständigen Behörden zum Handeln zu bringen, scheitern.

Konkret handelt es sich um eine landwirtschaftliche Tierhaltung in Frauenhagen (Uckermark), bei der ca. 180 Rinder und etwa 80 Pferde ohne ausreichendes Futter, ohne Witterungsschutz und ohne ordnungsgemäße Tränkeeinrichtungen auf einer ca. 60 Hektar großen Weide gehalten werden.

Fast wöchentlich verenden Tiere auf dieser Weide, sie sterben an Entkräftung oder ertrinken bei dem Versuch, Wasser aus den Gräben zu trinken, die die Weide durchziehen. Innerhalb der letzten 3 Wochen sind wenigstens 8 Tiere jämmerlich verendet. Die Kadaver bleiben über Tage auf der Weide liegen und werden von Krähen angefressen.

Diese unhaltbaren Zustände sind nicht neu und den zuständigen Behörden in Prenzlau seit Jahren bekannt. Im Mai letzten Jahres verhängte der Landkreis ein Tierhalteverbot gegen den Landwirt wegen unzureichender Betreuung der Herde und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Dieser übertrug die Verantwortung für die Tiere einer Bekannten, die selber einen landwirtschaftlichen Betrieb in Lindow, ca. 130 km entfernt von Frauenhagen, betreibt. Entgegen des Tierhalteverbotes erfolgt die völlig unzureichende Betreuung der Herde aber immer noch durch den Landwirt aus Frauenhagen.

Da mehrere Gespräche mit dem Landkreis beim Veterinäramt in Prenzlau und mit dem zuständigen Dezernenten nicht den notwendigen Erfolg gebracht hat, stellte der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e. V. Strafanzeige gegen die verantwortliche Tierhalterin.

Strafanzeife gegen die Tierhalterin
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Unserers Erachtens ist eine sofortige Beschlagnahmung der gesamten Herde unabdingbar um weitere Todesfälle zu verhindern. Nur wenn die Tiere in den nächsten Tagen ausreichend Futter und sauberes Trinkwasser erhalten, kann ein weiteres Sterben der Tiere verhindert werden.

Wir fordern die Behörden auf, unverzüglich und umfänglich tätig zu werden, damit dieses Tierdrama endlich ein Ende hat.

 

25.01.2012 Informationen vom rbb

 

 

Pressemeldungen zu diesem Tierschutzfall aus der Märkischen Oderzeitung:

 

Beschwerde gegen Amtstierarzt

 

Vernachlässigte Herde - Tierarzt handelt nicht

 

Inzucht auf der Koppel

 

Todesdrama auf Frauenhagener Koppel

 

Ekel an der Sernitz

 

Zerfledderte Pferdeleichen



 

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Erfolg: Ukraine stoppt das massenhafte Hunde-Töten

17.11.11:  Erfolg:  Laut Medienberichten beendet die Ukraine das massenhafte Töten von Straßenhunden und richtet stattdessen Tierheime ein. Diese Entscheidung kam wohl nur aufgrund des weltweiten Drucks zustande.

Die Bilder aus der Ukraine schockierten nicht nur alle Tierfreunde der Welt: Um bei der Fußball-Europameisterschaft im kommenden Jahr die Besucher nicht durch streunende Hunde zu belästigen, führte die ukrainische Regierung ein herzloses Massentöten der Tiere mit fahrbaren Krematorien durch. Der Aufschrei war laut und die Ukraine hat ihn gehört. Nach der scharfen Kritik von Tierschützern sagte das Land nun ein Ende der Massentötung der Straßenhunde zu. Das Umweltministerium der Ex-Sowjetrepublik habe alle Kommunen des Landes aufgefordert, das Vergiften der Streuner einzustellen und stattdessen Tierheime einzurichten. Das berichteten Medien aus der Hauptstadt Kiew.

Auch der Bundesverband Tierschutz  hatte gegen die Massentötung vor der Fußball-EM 2012 in der Ukraine protestiert..



Meldung Spiegel Online Antibiotikastudie - Fast jedes Masthähnchen ist gedopt

 

(15.11.2011) Dass Geflügel Antibiotika erhält, ist keine Ausnahme - es ist die Regel, wie eine Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen zeigt. Mehr als 96 Prozent aller Tiere bekommen demnach die Medikamente. Der Bauernverband gelobt Besserung.

Düsseldorf - 38 Tage dauert die Mast eines Hähnchens im Schnitt. In dieser kurzen Zeitspanne erhalten die allermeisten Tiere mehr als eine Woche lang Antibiotika. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Verbraucherschutzministeriums in Nordrhein-Westfalen hervor. Im größten deutschen Bundesland wurden 96,4 Prozent der untersuchten Tiere mit den Medikamenten behandelt, wie der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Damit war weniger als jedes 25. Masthähnchen unbehandelt.

Die Feststellung wiegt schwer: Es sei eine vollständige Erhebung aller relevanten Betriebe, die Ergebnisse seien bundesweit übertragbar, sagte der Minister.

Im Durchschnitt verabreichten die Landwirte pro Zuchtdurchgang drei verschiedene Antibiotika, in der Spitze erhielten die Hähnchen bis zu acht verschiedene Mittel. Wie das Ministerium berichtet, kam es sogar vor, dass Masttiere 26 Tage lang mit Antibiotika behandelt wurden.

Bei 53 Prozent der Behandlungen bekam das Geflügel nur ein bis zwei Tage ein Medikament. Dabei sehen die Zulassungsbedingungen für bestimmte Antibiotika eine Gabe von drei bis sieben Tage vor. Der Grund: Bei zu kurzen Gaben steigt das Risiko, dass Bakterien gegen die verabreichten Mittel resistent werden. Der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht steht auch deshalb in der Kritik, weil er die Entwicklung von multiresistenten, auch für den Menschen gefährlichen Keimen fördern kann.

In 130 der untersuchten Betriebe erhielten die Hähnchen jedes Zuchtdurchgangs Antibiotika, 34 Höfe setzten sie teilweise ein. Nur auf 18 Betrieben kamen die Medikamente überhaupt nicht zum Einsatz - fünf davon waren Biohöfe. Dabei zeigte sich ein deutlicher Trend: Kleinere Betriebe mit weniger als 20.000 Tieren und Höfe mit einer längeren Mastdauer von bis zu 45 Tagen verzichteten eher auf Antibiotika.

"Wachstumsdoping oder Gesundheitsdoping"

"Jahrelang ist von der Geflügelwirtschaft und der Bundesregierung immer wieder versichert worden, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast nur die Ausnahme sei", sagte Remmel. "Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Antibiotikaeinsatz ist die Regel." Der Verbraucherschutzminister warf den Züchtern vor, womöglich gegen Recht verstoßen zu haben. "Entweder es handelt sich um Wachstumsdoping - was seit 2006 europaweit verboten ist. Oder aber das System der Tiermast ist derart anfällig für Krankheiten, dass es ohne Antibiotika nicht mehr auskommt. Das ist dann Gesundheitsdoping." Wenn die Hähnchenmast nur noch mit Antibiotika funktioniere, sei für ihn klar, dass diese Art von Massentierhaltung aus rechtlicher und ethischer Sicht keinen Bestand haben könne.

Für die Studie wurden von Februar bis Juni in 182 Betrieben in Nordrhein-Westfalen Hähnchen in insgesamt 962 Zuchtdurchgängen untersucht. Nach Angaben des Landesministeriums war es die erste Studie dieser Art in Deutschland. Laut Remmel sind die Studienergebnisse bundesweit übertragbar. "NRW ist hier kein Sonderfall, sondern steht exemplarisch."

Erste Ergebnisse der Studie waren bereits Ende Oktober bekannt geworden. In der Zwischenzeit kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) an, den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung neu regeln zu wollen und bundesweit eine Minimierung der Antibiotika-Mengen zu erreichen. Seit Anfang des Jahres wird in einer zentralen Datenbank die Arzneimittelverwendung bei Schweinen und Rindern erfasst, bei Geflügel aber bisher nicht.

Der Deutsche Bauernverband und der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft teilten mit, dass sie bereits eine Initiative zur besseren Überwachung von Antibiotika in der Geflügelzucht ergriffen hätten. Ziel sei es, den Einsatz in den kommenden fünf Jahren um 30 Prozent zu verringern. Deutsche Geflügelprodukte könnten aber trotz der Antibiotika "bedenkenlos verzehrt werden", heißt es in einer in Berlin veröffentlichten Mitteilung der Verbände. Dies sei auch vom Bundesamt für Risikobewertung bestätigt worden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurde das Bundesamt für Risikobewertung als Bundesamt für Risikokontrolle bezeichnet. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

spiegel.online.de, wbr/AFP/dpa

Stopp mit der Tötung von Straßenhunden in der Ukraine – Fair play auch für Tiere!

Berlin, 16.11.2011: Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2012 finden in der Ukraine momentan grausame Hundetötungen statt um ein „sauberes“ Stadtbild der Austragungsorte zu präsentieren. Laut Augenzeugenberichten werden freilebende Hunde in großer Anzahl vergiftet, erschossen oder gar lebendig verbrannt. Für letztere grausame Methode steht den Behörden in Lysychansk, Mariupol und anderen ukrainischen Städten ein mobiles Krematorium zur Verfügung, welches sogar im Staatsfernsehen beworben worden ist.

Der BUNDESVERBAND TIERSCHUTZ e.V. hat den Botschafter der Ukraine aufgefordert, sich unverzüglich für eine Einstellung dieser Tötungsaktion in seinem Land einzusetzen. Nicht nur, dass es unendlich grausam ist wie die Tiere getötet werden, die Tötungsaktionen führen zudem zu keiner nachhaltigen Lösung des Problems der Straßenhunde. Frei werdende Plätze werden durch nachrückende Tiere wieder aufgefüllt. Einzig breit angelegte Kastrationsaktionen mit der Widersaussetzung der Tiere an ihren angestammten Plätzen können das Problem lösen.

Unterstützen Sie uns in unserer Forderung „Fair Play auch für Tiere“ und protestieren auch Sie bei der Botschaft der Ukraine.

Adresse:
Botschaft der Ukraine, Albrechtstrasse 26, 10117 Berlin-Mitte



Tierschutz-Verbandsklage in NRW – Hoffnung auf baldige Einführung

Berlin/Moers, den 14.11.2011: Die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Nordrhein-Westfalen steht kurz bevor. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, soll das Gesetz  Anfang 2012 verabschiedet werden. Am 30.November findet noch eine Anhörung im Umweltausschuss statt, zu der der uns befreundete Bundesverband Menschen für Tierrechte eingeladen ist.

„Obwohl die Aussichten auf die erfolgreiche Einführung der Tierschutz-Verbandsklage gut stehen, müssen wir auf den letzen Metern alle Kräfte mobilisieren, denn die Gegner der Verbandsklage rüsten nochmals auf.“, so Prof. Dr. Astrid  Funke, Präsidentin des Bundesverband Tierschutz. Insbesondere die Tierversuchslobby befürchtet massive Behinderung der Tierversuchsforschung in NRW.

Um der Landesregierung den Rücken zu stärken, hat der Bundesverband Menschen für Tierrechte eine Online-Petition eingerichtet, in der die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage gefordert wird. Die gesammelten Unterschriften dieser Petition sollen rechtzeitig im Vorfeld der Abstimmung dem zuständigen Minister übergeben werden.

Bitte unterstützen Sie diese wichtige Petition: openpetition.de



Marlies Gliese – Neue Schatzmeisterin des Bundesverbandes Tierschutz

Moers, 6. November 2011: Einstimmig wurde Marlies Gliese auf der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes Tierschutz am 6. November 2011 in Moers zur neuen Schatzmeisterin gewählt. Die Wahl war notwendig geworden, da der bisherige und langjährige Schatzmeister des Bundesverbandes Tierschutz,  Konrad Neidhardt, am 9. Mai verstorben war.

Marlies Gliese ist seit über 20 Jahren im Tierschutz aktiv, Katzenhalterin und unterstützte bisher viele regionale und bundesweite Tierschutzorganisationen. Anfang des Jahres 2011 trat sie beim Bundesverband Tierschutz ein und  konzentriert seither ihre Unterstützung für unseren Verband. Als die Position des Schatzmeisters neu zu besetzen war, erklärte sie sich auf Anfrage sofort bereit, diesen wichtigen Posten zu übernehmen. Als ehemalige Sekretärin in einem großen Wirtschaftsunternehmen bringt sie ausreichende Erfahrung und wichtige Impulse für die Vorstandsarbeit mit.  Wir freuen uns über diesen Zugewinn und auf die Zusammenarbeit.



 

 

v.l.n.r.:M.Ditges, M.Gliese, Prof. Dr. A.Funke, Frau Skiendziel, Dr. J. Styrie, Herr Oesterreich, Dr. R. Lenzen