Vor 20 Jahren wurde Anton Pohlmann verurteilt

System der Legehennenhaltung vor Gericht

 

14. Juni 2016, BVT-Berlin. Am 11. Juni 1996 endete der Prozess gegen Anton Pohlmann, der zeitweise als Europas größter Eier-Produzent galt. Das Landgericht Oldenburg verurteilte den Multimillionär vor 20 Jahren wegen Tierquälerei und Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe, Zahlung von 3,1 Millionen Mark und lebenslangem Hühnerhaltungsverbot. Ein Rückblick:

Der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) hätte sich damals aufgrund der Verfehlungen Pohlmanns ein höheres Strafmaß gewünscht. "Zwei Jahre Haft ohne Bewährung wären nach dem Tierschutzgesetz durchaus möglich gewesen", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, rückblickend. "Anton Pohlmann seinen Hennen anhaltend Schmerzen und Leiden zugefügt."

Das hochgefährliche Desinfektionsmittel Virkon S im Tierfutter, illegaler Einsatz von Nikotin-Sulfat gegen Milben in seinen Hühnerställen, falsch deklarierte Eier, Haltung von Hennen unter tierschutzwidrigsten Bedingungen - die Liste von Pohlmanns Verstößen gegen das Tierschutzgesetz reißen nicht ab. Von ihm wird sein in vielen Fällen gesetzwidriges Vorgehen stets verteidigt.

Der Preisdruck in der europaweiten Ei-Produktion sei "mörderisch", sagt er und dreht skrupellos seiner erkrankten Population Luft und Wasser ab, leitet Abgase in den Stall. Sein Geflügel lebt, wie Dokumentarfilmer mit heimlichen Drehs beweisen, in überbelegten, verdreckten Käfigen. Tiere erdrücken sich im Gedränge, verdursten oder sterben an der Behandlung von Medikamenten und Ungeziefervernichtungsmitteln. Er investiere in die Region, schaffe Arbeitsplätze und agiere im Sinne seiner Tiere, wenn er sie von Milben befreie, so seine zynische Argumentation.

Tausende Kilo Nikotin werden u.a. in seinen Ställen gegen Milbenbefall versprüht - einer seiner Arbeiter dabei lebensgefährlich vergiftet. Anton Pohlmann hatte die Warnschilder von den Dosen entfernen lassen, der ahnungslose Mitarbeiter zieht sich schwerste Vergiftungen zu. "An Pohlmann wurde die Perversion des Systems deutlich", sagt Dr. Jörg Styrie. "Immer mehr Legehennen auf immer engerem Raum, um die Produktion so billig und damit effizient wie möglich zu machen."

2009 wird die Käfighaltung für Legehennen verboten und 2015 als Ausstiegstermin für die nachfolgende Käfigvariante, die Kleingruppenhaltung, festgelegt. Auch diese, wenn auch marginal größere, Käfighaltung sei mit dem Tierschutzgesetz nicht zu vereinbaren, so das Bundesverfassungsgericht im Oktober 2010. Ab 2025 werden diese Kleingruppenkäfige dann ganz verboten sein.

Während Anton Pohlmann 1996 in den USA aktiv wird und mit ähnlichen Skandalen wie in Deutschland auf sich aufmerksam macht, wird 2015 auch gegen seinen Sohn ermittelt. Stefan Pohlmann, Chef von Bayer-Ei, gerät in den Verdacht, gefährliche Lebensmittel verkauft zu haben. Ein Jahr zuvor erkrankten Hunderte Menschen in Frankreich, Tirol und Bayern an Salmonellose. Die Spur führt in seine Hühnerställe, auch hier dieselben Zustände wie einst bei seinem Vater. Überfüllte verdreckte Käfige, zwischen lebenden Legehennen die Kadaver verendeter Artgenossen.

 

 

 

Tierheimfest in Wesel voller Erfolg

Immer wieder hatte sich das Team um die Tierheimleiterin Gabi Wettläufer die Frage gestellt, ob das Wetter mitspielen würde. Unwetter mit Starkregen hatten im Kreis Wesel bis zum 2. Juni zu massiven Überflutungen geführt. Doch ab dann beruhigte sich die Lage, und am Morgen der Veranstaltung begleitete ein strahlend blauer Himmel das Tierheimfest.

Die zahlreich erschienenen Besucher konnten sich über die Tierschutzarbeit des Bundesverbandes Tierschutz informieren und an den Ständen Equipment rund um die Tierhaltung erwerben.

Die Tombola mit über 300 Preisen war einer der großen Anziehungspunkte. Die Preise werden jährlich von Unternehmen und Privatpersonen gespendet. Der Erlös, der über den Losverkauf erzielt wird, kommt direkt den Tierheimtieren zugute.

Die AndersArtigen zogen die Besucher mit einem besonderen Spaßprogramm, das Tricks und Kunststücke beinhaltete, in ihren Bann. Das Buffet, reichhaltig mit selbstgemachtem Kuchen, Grillwaren und frischen Salaten ausgestattet, begeisterte Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Es gab viele Interessentenanfragen für die Tierheimtiere, was besonders die Tierheimleiterin Gabi Wettläufer freut. Denn für Tiere ein gutes und verantwortungsvolles Zuhause bei liebevollen Menschen zu finden, ist ja das oberste Ziel der BVT-Tierschützer.

Hier finden Sie die Bildstrecke des Tierheimfestes. Darunter auch die neuen Besitzer einiger Malteser, die als Notfall im März aus einer Beschlagnahmung aufgenommen wurden. 65 verwahrloste, verstörte Hunde hatte das Tierheim Wesel damals versorgt.

Weitere Infos auf www.tierheim-wesel.de

 

Aktuelle BVT-Kampagne: Der Ringelschwanz gehört mir!

BVT kämpft für Verbot des Kupierens von Ferkelschwänzen.

 

Und so können Sie den Ferkeln helfen: Unterschreiben Sie unsere Petition an den Bundeslandwirtschaftsministrer Christian Schmidt. Jede Stimme zählt! Wir brauchen 10.000 Unterschriften - derzeit sind es knapp 4.000.

 

Hier geht es zur Petition

 

House of dogs am 11./12. Juni in Berlin

Messe für Lifestyle mit Hund

Geboten werden Vorträge, Diskussionen, Hundesport (s. Rahmprogramm). Außerdem stellen namhafte Unternehmen Hundezubehör aus, bieten Informationen rund um die Hundehaltung und Ernährung.

Alle Infos unter www.house-of-dogs.de

Samstag Rahmenprogramm
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Sonntag Rahmenprogramm
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100 Millionen "plus X" für Milchbauern

Milchgipfel in Berlin

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31. Mai 2016. In Berlin fand gestern der Milchgipfel statt, zu dem Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt führende Verbände aus der Milchwirtschaft geladen  hatte.  Die Erzeugerpreise haben sich innerhalb der letzten zwei Jahre auf 20 Cent pro Liter Milch halbiert mit dem Resultat, dass immer mehr Landwirte, über 7% allein 2015, aufgeben müssen. Ein Hilfspaket von 100 Millionen Euro "plus X" soll den Milchbauern helfen. 

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Einladung zur Konferenz „100 Prozent faire Tierhaltung. Wege zu einer Landwirtschaft mit Zukunft“ am 18. Juni 2016 in Hannover

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

 

wir laden Sie herzlich ein zur Konferenz:

 

100 PROZENT FAIRE TIERHALTUNG
Wege zu einer Landwirtschaft mit Zukunft

Datum: 18. Juni 2016, 10.30 – 17.00 Uhr
Ort: RP5 Stage, Raschplatz 5, 30161 Hannover

 

 

 

u.a. mit: Dr. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender, Christian Meyer, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen, Ulrich Löhr, Vizepräsident Landvolk Niedersachsen, Thomas Schröder, Präsident Deutscher Tierschutzbund und Friedrich Ostendorff MdB, Sprecher für Agrarpolitik.

 

Die deutsche Landwirtschaft steht unter Druck. Der richtige Zeitpunkt, um zukunftsweisende Entscheidungen zu treffen, ist jetzt: Bleiben die Weichen in Richtung Massenproduktion gestellt – auf Kosten von Umwelt, Tierwohl, Landwirtinnen und Landwirten? Oder wollen wir eine grüne Landwirtschaft, die den Tieren ein würdiges Leben und den Bauern einen auskömmlichen Lohn garantiert?

 

Wie können wir politisch umlenken und wer finanziert eine tiergerechtere Haltung? Wir stellen Ihnen unseren grünen Plan für eine Tierhaltung mit Zukunft vor und diskutieren mit Bäuerinnen und Bauern, Verbrauchern, Tierschützerinnen, Verbänden und Wissenschaft über den Umbau der Nutztierhaltung.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Tanja Busse, Autorin „Die Wegwerfkuh“.

Weitere Informationen über die Konferenz, Anmeldung und die Möglichkeiten eigene Projekte vorzustellen, finden Sie unter: www.gruene-bundestag.de/fairet…

 

Mit freundlichen Grüßen,

Infoservice der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen
Platz der Republik 1
11011 Berlin

GRUENE-BUNDESTAG.DE/
www.gruene-bundestag.de/start….

Katzen nur noch kastriert auf die Straße

Antrag der SPD Berlin-Mitte

24. Mai, Berlin. Die SPD in Berlin-Mitte heizt die Debatte um die seit Jahren geforderte Kastrations- und Meldepflicht von Katzen neu an. Ihr Antrag werde geprüft, erklärte der für Tierschutz zuständige Justizsenator Thomas Heilmann den Medien gegenüber. Man sei bereits im Gespräch, wie das Tierheim in Berlin entlastet und die Situation der zahlreichen herrenlosen Katzen verbessert werden könne.

Diskutiert wird auch, ein Kastrationsmobil einzusetzen. In dieser fahrenden Tierarztpraxis könnten wild lebende Katzen kastriert und mit einem Chip versehen werden. Wer seiner Katze Freigang gewährt, darf sie nach dem SPD-Antrag aus Mitte nur noch kastriert und gechippt auf die Straße lassen.

Noch 2014 hatte der Senat in einem offiziellen Schreiben verkündet, dass in Berlin der Wille für eine gesetzliche Kastrationspflicht fehle. Doch die zunehmende Zahl von Straßenkatzen in der Hauptstadt und die entsprechende Kostenbelastung für die Tierheime führten dazu, dass 2015 die Bereitstellung finanzieller Mittel für Kastrationsprogramme seitens der Stadt in Aussicht gestellt wurde.

Auch der Einsatz des Kastrationsmobils soll, laut Antrag der SPD in Mitte, durch Landesmittel gefördert werden.

 

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In Waldmünchen (Bayern) haben sich kürzlich die "Waldmünchener Tierfreunde" gegründet.

Der BVT wird dem eingetragenen Verein als Partner zur Seite stehen, um den Tierschutz in der Region weiter zu fördern. Schwerpunkt wird u.a. die Kastration und medizinische Versorgung herrenloser Katzen sein.

Hier lesen Sie den vollständigen Artikel

Mit dem Tierschutzgesetz vereinbar

Urteil aus Münster zur Kükentötung

23. Mai, Berlin. Die Tötung von jährlich ca. 45-50 Millionen männlichen Eintagsküken aus Zucht-Legelinien ist längst ein Politikum geworden.  Selbst wenn das Leben eines aufgezogenen Kükens aus den Mastlinien auch schon nach 35 bis 40 Tagen Mastperiode zu Ende ist, scheint in der Gesellschaft zunehmend Konsens zu bestehen, dass der Tod für ein Tage alte Lebewesen unethisch ist.
Und doch entschied das Oberverwaltungsgericht in Münster am 20. Mai, dass das Töten der Küken mit dem Tierschutzgesetz vereinbar sei, das ja für das Töten von Tieren einen "vernünftigen Grund" fordert; dieser sei im Falle der männlichen Küken aus Legelinien gegeben, so die Richter.
Sie sterben, weil sie wirtschaftlich keinen Wert haben: Männliche Küken aus Zucht-Legelinien setzen kein Fleisch an, eignen sich also nicht zur Mast - und Eier können sie naturgemäß auch nicht legen. So werden 45-50 Millionen Eintagsküken pro Jahr in Deutschland vergast, und die europäischen Mitgliedsstaaten verfahren nicht anders.
Der grüne Umweltminister Remmel hatte 2013 in seinem Bundesland Nordrhein-Westfalen die grausame Praxis des millionenfachen Tötens ab 1. Januar 2015 verbieten wollen.  Die Brütereien zogen vor Gericht, bekamen Recht, erst vor dem Verwaltungsgericht in Minden und nun die weitere Bestätigung durch das Oberverwaltungsgericht in Münster. Die Entscheidung gilt als Grundsatzurteil und wird - wie zu erwarten - von der Geflügelwirtschaft sehr begrüßt.
Dagegen reagiert der niedersächsische Landwirtschaftsminister Meyer (Grüne) schwer enttäuscht. Für ihn sei die Praxis "ethisch-moralisch verwerflich" und das Urteil aus Münster abermals die Aufforderung an den Bundesgesetzgeber, endlich ein bundesweites Verbot des Kükentötens zu erlassen. In Niedersachsen soll das Töten der Eintagsküken Ende 2017 verboten sein. Wie alle anderen Bundesländer setzt Niedersachsen seine Hoffnungen auf die Praxisreife der Geschlechterbestimmung im Ei. Das Verfahren wird von der Universität Leipzig entwickelt und soll 2017 abgeschlossen sein. Doch der Einsatz in den Brütereien soll  voraussichtlich erst 2019 möglich sein.
Eine weitere Alternative wäre das Zweinutzungshuhn. Bei dieser Züchtung legen die Hennen Eier, die Hähne setzen Fleisch an - nur die Landwirte ziehen noch nicht mit. Auch die Bruderhahn-Initiative, bei das männliche Küken aufgezogen und seine aufwendige Mast zum Teil mit dem Verkauf der Eier der "Schwestern" finanziert wird, ist offenbar für die Branche nicht lukrativ genug.      

 

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Nächste Runde für Berliner Hundegesetz

Leinenzwang für über 30 cm große Tiere

23. Mai, Berlin. Vor wenigen Tagen wurde der Entwurf des neuen Hundegesetzes vom Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses beschlossen. Wenn der Gesetzentwurf nun den Hauptausschuss passiert, könnte es sogar noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.
Das Ergebnis des vor Jahren von Justiz- und Verbraucherschutzminister Thomas Heilmann gestarteten Bello-Dialogs bleibt jedoch umstritten. So sieht der Gesetzentwurf u.a. einen generellen Leinenzwang für Hunde mit einer Schulterhöhe über 30 cm vor. Wer seinen Hund frei laufen lassen möchte, muss einen Hundeführerschein erwerben.
Kritiker fragen zu Recht, warum Hundebesitzer mit Tieren unter 30 cm Widerristhöhe von der Auflage verschont bleiben sollen. Die Bereitschaft eines Hundes zu beißen ist nicht abhängig von seiner Größe, mit Sicherheit aber von der Fähigkeit seines Besitzers auf ihn einzuwirken. Doch gerade dies, nämlich den verpflichtenden Erwerb eines Hundeführerscheins für alle Hundebesitzer, sieht der Entwurf eben nicht vor.
Ebenso umstritten die Rassehundliste, die Hunde bestimmter Rassen (Tosa Inu, American Staffordshire Terrier, Pitbull etc.) und deren Mischlinge als gefährlich einstuft. Hier argumentieren Kritiker, dass nicht die Rasse die Gefährlichkeit eines Hundes per se bedinge, sondern dass es "nur gefährliche Individuen" gäbe.
"Schuld am unkontrollierten Verhalten des Hundes ist immer der Mensch", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT. Insofern wäre ein verpflichtender Hundeführerschein für alle Hundebesitzer sinnvoll gewesen.
Weitere Eckpunkte des künftigen Hundegesetzes:
- stärke Reglementierung des Hundehandels
- Verpflichtung für alle Hundebesitzer, Kotbeutel mit sich zu führen. Wer sich nicht dran hält, muss ein Bußgeld von 30 Euro zahlen.
Schwierig wird die Kontrolle sowohl des Leinenzwangs als auch der Kotbeutelpflicht. Denn Berlin hat bekanntlich zu wenig Personal in seinen Ordnungsämtern.

Aus für Taubenhaus am Potsdamer Platz 11?

Kanadischer Investor will Dachterrasse

17. Mai, Berlin. Seit 2012 ist am Potsdamer Platz 11 ein Taubenhaus in Betrieb, das von Fachleuten hoch gelobt wird. Über 150 Tauben werden auf dem Dach des Renzo-Piano-Gebäudes versorgt, die Gelege gegen Gipseier ausgetauscht und damit die Population auf tierschutzgerechte Weise unter Kontrolle gehalten.
Nun plant ein kanadischer Investor die Voliere abzureißen, um eine Dachterrasse zu errichten. Prof. Horst Spielmann, Berlins Tierschutzbeauftragter, bezeichnet die "ersatzlose Beseitigung des Taubenhauses" im Tagesspiegel als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Außerdem liefe ein Abriss den Interessen des Potsdamer Platzes zuwider.    
Durch die Fütterung der standorttreuen Vögel im Taubenhaus kam es in den vergangenen Jahren zu einer erheblichen Reduzierung des Kots. Sabine Töpfer-Kataw, die für Tierschutz zuständige Staatssekretärin der Senatsverwaltung, hat Vermittlungsgespräche angekündigt. 

Mahnwache vor Schlachthof Tönnies in Rheda Wiedenbrück

Am 14. Mai werden über 150 Aktivisten auf das Leid der unzähligen Schlachttiere aufmerksam machen.

Die Mahnwache wird vor Europas größtem Schlachthof in Rheda Wiedenbrück ab 12 Uhr stattfinden. Unterstützer sind herzlicvh willkommen!

Alle Infos unterm 14. Mai werden über 150 Aktivisten auf das Leid der unzähligen Schlachttiere aufmerksam machen.

Die Mahnwache wird vor Europas größtem Schlachthof in Rheda Wiedenbrück ab 12 Uhr stattfinden. Unterstützer sind herzlicvh willkommen!

Alle Infos hier.

Tierschutzorganisationen im Dialog mit der Politik

Parlamentarischer Abend zur Haltung von Tieren in der Landwirtschaft

Diskussionsrunde von links: Leif Koch (WTG), Dr. Flachsbarth, Prof. Spiller, Ina Müller-Arnke (Vier Pfoten)

Hamburg / Berlin, 12. Mai 2016 –  Mehrere Tierschutzorganisationen luden vergangenen Dienstag gemeinsam zum Parlamentarischen Abend, um auf Verbesserungen in der Haltung von Tieren in der Landwirtschaft hinzuwirken. Anlass war das vor einem Jahr vorgestellte Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik (WBA) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Die Veranstaltung unter dem Motto „Ein Jahr nach dem WBA-Gutachten – Quo vadis?“ wurde von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, der Welttierschutzgesellschaft e.V., dem Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., PROVIEH – Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V. und dem Bundesverband Tierschutz e.V. organisiert. Nach Impulsvorträgen von Prof. Dr. Achim Spiller, Hauptautor des Gutachtens, und der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth, folgte eine Diskussion mit VertreterInnen der Tierschutzorganisationen über die aktuelle Situation in der Nutztierhaltung, die Resonanz bezüglich des Gutachtens und dessen Bewertung seitens der Bundesregierung.
Prof. Dr. Spiller bedauerte die bisher noch ausstehende Umsetzung der Empfehlungen: „Eine Wartezeit von 30 Jahren, wie wir es bereits bei anderen Gutachten erlebt haben, wäre hier nicht wünschenswert.“ Auch die ladenden Tierschutzorganisationen kritisierten gemeinschaftlich, dass die Regierung es versäumt habe, die aus dem Gutachten hervorgehenden Herausforderungen für eine von der Gesellschaft geforderte tiergerechtere Nutztierhaltung anzugehen und ordnungsrechtlich zu bearbeiten. Es sei höchste Zeit, neben einer Verschärfung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung auch finanzielle Anreize für eine artgemäße Tierhaltung zu normieren. Regelungen, wie zum Beispiel das Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung für Milchkühe, seien gesetzlich festzuschreiben, betonten sie. Staatssekretärin Flachsbarth stellte im Laufe des Parlamentarischen Abends wiederholt heraus, dass freiwillige Vereinbarungen Vorrang vor gesetzlichen Regelungen hätten. „Die Haltung der Gesellschaft zu Tieren hat sich gewandelt und die Bedeutung des Themas Tierschutz hat deutlich zugenommen. Allerdings wollen wir die Tierhaltung auch nicht aus Deutschland vertreiben beziehungsweise sie in Deutschland nicht unmöglich machen. Insofern können wir die Anforderungen nicht beliebig erhöhen“, so Dr. Flachsbarth.
Die Tierschutzorganisationen bewerteten den Abend als einen Erfolg. Sie konnten ihre Positionen an die Politik kommunizieren und werden sich auch weiterhin auf politischer Ebene für Verbesserungen im Tierschutz einsetzen.

Kein Ponykarussell auf Pfingstkirmes in Neuwied

BVT begrüßt Entscheidung für den Tierschutz

12. Mai, Berlin. "Es wäre großartig", sagt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT), "wenn sich immer mehr Städte gegen Ponykarussells auf Jahrmärkten und ähnlichen Veranstaltungen, wie es gerade in Neuwied geschehen ist,  aussprechen würden."
Das Stadtmarketing Neuwied (Rheinland-Pfalz) hat kürzlich bekannt gegeben, dass in diesem Jahr keine Ponys auf der Pfingstkirmes eingesetzt werden dürfen. Hintergrund waren massive Proteste im vergangenen Jahr von Tierschützern, aber auch von Besuchern. "Wir freuen uns, dass sich auch die Bevölkerung gegen den tierschutzwidrigen Einsatz von Ponys auf Jahrmärkten ausspricht", so Dr. Styrie.
Neben Lärm, Lichtreizen und der Menschenmenge leiden die Ponys in den Reitbahnen besonders unter der monotonen Bewegung auf einer Hand. Sie sind gezwungen, stundenlang in sehr engem Radius im Kreis zu laufen und ständig wechselnde Kinder auf ihrem Rücken zu dulden. Ihr Kopf ist beidseitig durch Zügel fixiert und wird eng an die Brust herunter gezogen. Diese völlig artwidrige Bewegung führt - neben der nervlichen Belastung - zu Gelenk- und Wirbelsäulenschäden.
Andernach (Rheinland-Pfalz) hat sogar per Ratsbeschluss Ponykarussells auf öffentlichen Veranstaltungen verboten - das wünschen sich die meisten Einwohner von Neuwied auch.

Tod den Brumbies

Australien will seine Wildpferde töten

3. Mai 2016. In Australien leben ca. eine Million Wildpferde, genannt Brumbies. Ein Bundesstaat macht nun Front gegen die als sehr intelligent und zäh geltenden Pferde: Die Regierung von New South Wales hat angekündigt, Tausende Wildpferde zu töten, weil sie schwere Umweltschäden verursachen sollen.
Während die Jagd-Befürworter die angebliche Zerstörung der alpinen Landschaft in der Region südwestlich von Sydney durch die Pferde beklagen, formiert sich inzwischen weltweiter Widerstand gegen die Pläne: Die "Rettet die Brumbies"-Organisation" appelliert dringend an die Regierung, die Pferde als kulturelles Erbe des Kontinents zu schützen.
Die als "angemessen" bezeichneten Maßnahmen der Regierung reichen von Einfangen über Erschießen, Geburtenkontrolle bis zur Umzäunung bestimmter Gebiete. Nach der offiziellen Zielsetzung sollen höchstens noch 600 Wildpferde in dem Nationalpark Kosciuszko am Leben bleiben dürfen. Das würde die Tötung von bis zu 6000 Tieren bedeuten.

Dr. Jörg Styrie im Interview

mit dem Bundesverband Bürohund e.V. aus Berlin

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Was muss aus Tierschutzsicht beachtet werden, damit aus Hunden "gute Kollegen" werden? Im Interview mit dem Bundesverband Bürohund e.V. erklärt Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, welche Voraussetzungen für ein harmonisches Miteinander von Zwei- und Vierbeinern im Büro gegeben sein müssen.  

Hier geht es zum Interview

Hundeverbot am Schlachtensee und Krumme Lanke

Hundebesitzer wehren sich gegen neue Regelung

29. April. Am 15. April trat das temporäre Hundeverbot am Schlachtensee und der Krummen Lanke in Kraft. Die neue Regelung sieht vor, dass selbst angeleinte Hunde auf dem Uferweg nicht ausgeführt werden dürfen. Zwei Hundehalter wehren sich mit Eilanträgen beim Berliner Verwaltungsgericht. Auch Sie können Widerspruch einlegen (s. Link am Ende des Textes).
Mit diesen beiden Eilanträgen geht die gesellschaftspolitische Diskussion um Hunde in dem beliebten Seengebiet nun in die nächste Runde.
Der Hintergrund: Im Dezember 2015 hatte ein Kläger zur Freude der Berliner Hundehalter erreicht, dass das seit Mai 2015 in Kraft getretene Hundeverbot am Schlachtensee und der Krummen Lanke wieder aufgehoben werden musste. Das Bezirksamt hatte sich bei seinem Verbot nämlich darauf berufen, dass Hunde nicht an öffentlich gekennzeichnete Badestellen mitgenommen werden dürften. Doch der Uferweg sei gar nicht als öffentliche Badestelle anzusehen, argumentierte das Gericht im Dezember im Sinne des Klägers.
Für das diesjährige Verbot zog das Bezirksamt eine andere Grundlage heran, nach der die Uferwege in der Zeit vom 15. April bis 15. Oktober selbst für Hunde an der Leine tabu seien. Profitieren sollen davon, so das Bezirksamt, Familien, ältere Menschen, Badende und Jogger.
Die Berliner Schnauzen hatten sich auch im vergangenen Jahr für die Aufhebung des Hundeverbots stark gemacht und bieten auf ihrer Homepage einen vorgefertigten Widerspruch an. Deadline ist der 8. Mai 2016.
 

Zum Widerspruch geht es hier

 

 

Über 90.000 Menschen fordern mittels Petition ein Verbot für Pferdekutschen in Berlin. Auch der BVT setzt sich seit langem für ein Verbot ein. Hier lesen Sie den vollständigen Artikel zum Thema.

Erstes Tierschutz-Festival in der Kulturbrauerei

Initiatoren freuen sich über Erfolg

24. April 2016. Das erste Tierschutz-Festival im Szeneviertel Prenzlauer Berg in Berlin war ein voller Erfolg. Am 23. April hatten das Bündnis Tierschutzpolitik, bei dem der BVT Mitglied ist, und der Deutsche Tierschutzbund zu dem Großereignis anlässlich in der Kulturbrauerei geladen. Anlass war der Internationale Tag des Versuchtieres.
Prominent besetzte Talkrunden, u.a. mit dem Tierschutzbeauftragten Berlins, Professor Horst Spielmann, und einigen tierschutzpolitischen Sprechern der Berliner Abgeordnetenfraktionen zu diversen Tierschutzthemen bildeten den Rahmen der  Veranstaltung.


Teesy, Balbina, Berge und Okan Frei wechselten sich auf der Bühne ab und heizten die optimale Stimmung weiter an. An den Ständen, die vegane und vegetarische Leckerbissen für Mensch und Hund anboten, bildeten sich Schlangen, aber auch die Infostände der Tierschutzorganisationen erfreuten sich reger Nachfrage.
Der BVT hatte Unterschriftenlisten zu seiner aktuellen Kampagne "Der Ringelschwanz gehört mir!" ausgelegt, die sich Seite um Seite mit Unterstützern füllten. Eine junge Studentin brachte es auf den Punkt: "Wenn so mit Tieren umgegangen wird, damit wir sie essen können - essen und nutzen wir eben kein tierisches Produkt mehr."

Forschung ohne Tierversuche – verliert Deutschland den Anschluss?

Zum Weltaktionstag gegen Tierversuche

von links: Podiumsdiskussion mit Wissenschaftsjournalist Andre' Tonn (rbb Inforadio), Prof. Lauster (TU Berlin), Dr. Landsiedel (BASF), Dr. Daneshian (Uni Konstanz)

Das Bündnis Tierschutzpolitik hat gestern, 21. April 2016, in der Urania eine Podiumsdiskussion zu Tierversuchen veranstaltet. Der Wissenschaftsjournalist Andre' Tonn (rbb Inforadio Berlin) moderierte den Abend und führte durch die anschließende Podiumsdiskussion mit Dr. Robert Landsiedel, Prof. Roland Lauster und Dr. Mardas Daneshian. Hintergrund der Veranstaltung ist der Internationale Tag des Versuchstieres, der jährlich am 24. April begangen wird.
Die von Brigitte Jenner, Vorstand im Tierschutzverein Berlin, eröffnete Veranstaltung war sehr gut besucht. Prof. Spielmann, der Tierschutzbeauftragte von Berlin, nahm als einer der ersten Stellung zu den Vorträgen der Wissenschaftler und entfachte eine rege Podiumsdiskussion.  
Der BVT war im Vorraum mit einem Infostand vertreten, den Ehrenamtliche des Verbandes ausgerichtet hatten. Vielen Dank für die Unterstützung.  

 

Zu den Podiumsteilnehmern:

 

Präsentation:
Toxikologische Prüfung von Chemikalien ohne Tierversuche – Erfolge, Hürden und Chancen
Dr. Robert Landsiedel – Leiter der Einheit Toxikologische Kurzzeit-Prüfungen bei der BASF SE in Ludwigshafen; seine Einheit führt regulatorische Toxizitätsprüfungen durch und forscht an der Entwicklung neuer Alternativmethoden. Dafür erhielt er 2013 den Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

Präsentation:
Multi-Organ-Bioreaktor im Chipformat – ersetzt Tierversuche!
Prof. Dr. Roland Lauster – Leiter des Fachgebiets Medizinische Biotechnologie der Technischen Universität Berlin. Langfristig werden mit diesem Chip alle menschlichen Daten zur Aufnahme und Verteilung von Substanzen im Körper, ihrem biochemischen Um- und Abbau, ihrer Ausscheidung und mögliche schädliche Auswirkungen erfasst.

 

Faktencheck:
Vergleiche der Förderungen von Alternativen in Deutschland – Europa – USA
Dr. rer. nat. Mardas Daneshian – Akademischer Angestellter an der Universität Konstanz, Fachbereich Biologie, Koordinator und Geschäftsleiter des „Center for Alternatives to Animal Testing-Europe“ Berater des EU Parlaments im Rahmen des STOA-Programms für „Life Sciences and Human Well-Being“.

 

Unterstützung für private Kaninchen-Auffangstation in Uslar

BVT hilft mit Spende für Kastration

22. April 2016. Vor drei Jahren hat eine engagierte Tierfreundin im niedersächsischen Uslar eine Auffangstation für Kaninchen gegründet. Mit sehr viel persönlichem Engagement hat die Mutter einer Tochter neben ihrem Beruf die Station für Kleintiere in Not aufgebaut.
Neben der Suche nach einem neuen Zuhause für Kaninchen & Co werden alle Tiere tierärztlich untersucht, entwurmt, eine Behandlung gegen Kokzidien durchgeführt und die Böckchen kastriert.
Mit 200 Euro hat sich nun der Bundesverband Tierschutz an den Kastrationskosten für fünf männliche Kaninchen beteiligt. Die Leiterin der Auffangstation hat sich sehr gefreut, weil die Kastration die Tiere weniger krankheitsanfällig macht und gleichzeitig ihre Vermittlungschance erhöht.
Seit Bestehen der Station konnte die Tierfreundin über 150 Kaninchen und andere Kleinnager in ein gutes Zuhause vermitteln. Doch sie ist weiterhin und sehr dringend auf Spenden angewiesen: Die Zahl der zu kastrierenden Böckchen ist ständig hoch, weil es immer wieder Neuzugänge gibt und jede Kastration erst einmal finanziert werden muss.
Wer helfen möchte (gerne auch mit Übernahme einer Patenschaft), informiert sich bitte hier auf der Homepage der Auffangstation und hier beim Facebookauftritt.

Katzennotfall in unserem Tierheim in Wesel - Neues Zuhause gesucht!

Vor einigen Monaten hat unser Tierheim in Wesel mehrere Perserkatzen aus einem Notfall aufgenommen.
Dieser schneeweiße Kater wartet noch auf Menschen, die ihm ein schönes Zuhause schenken möchten. Bis dahin nimmt er weiter seine Beschützerrolle über seine Gefährtinnen wahr. 
Nähere Infos zu den Tieren erhalten Sie im Tierheim Wesel.

 

Aktionsbündnis Agrarwende und brandenburgische Regierungsfraktionen schließen Kompromiss - Volksentscheid gegen die Massentierhaltung ist damit vom Tisch

12. April 2016. Am gestrigen Montagabend einigten sich das Aktionsbündnis Agrarwende und die Regierungsfraktionen Brandenburgs auf einen Kompromiss. Damit wird es keinen Volksentscheid über die Massentierhaltung geben.
Der Kompromiss sieht geringere bzw. gar keine Förderungen für große Mastanlagen vor und grundsätzlich höhere Tierschutzstandards ab 2017. Dazu zählt u.a. der Verzicht auf das Kupieren der Schnäbel bei Geflügel und der Schwänze bei Ferkeln mit Übergangsfristen bis 2018. Ebenso soll der Antibiotika-Einsatz in den Ställen reduziert werden.
Das Volksbegehren konnte sich mit seiner Hauptforderung nach einem hauptamtlichen Tierschutzbeauftragten durchsetzen, nicht jedoch mit dem als unabdingbar erachteten Klagerecht für Tierschutzverbände. Die Koalition hatte diese Forderung mit dem Argument zurückgewiesen, ein Klagerecht könne Investitionen in alte Stallanlagen verhindern.  
Die erzielte Einigung wird nächste Woche im Landtag beraten. Erwartet wird die mehrheitliche Zustimmung der Abgeordneten.

Bis zu 200.000 Euro Strafe für Tierquäler

Bald strengeres Tierschutzgesetz in Luxemburg

12. April 2016.
Das Großherzogtum Luxemburg will noch in diesem Jahr den Gesetzentwurf für ein deutlich verschärftes Tierschutzgesetz umsetzen. Die seit 2014 geplante Reform sieht vor, Tierquälerei weitaus stärker zu sanktionieren als bisher.
So können für Verstöße gegen das Tierschutzgesetz bis zu 200.000 Euro Strafe fällig werden; bisher waren es 5.000 Euro. Haftstrafen sollen nun bis zu drei Jahren (vorher sechs Monate) möglich sein. Daneben sind schärfere Kontrollen und administrative Sanktionen, wie zum Beispiel die Beschlagnahmung von Tieren, vorgesehen.
Begründet wird die Notwendigkeit des reformierten Tierschutzgesetzes mit dem veränderten Stellenwert, der Tieren heute in der Gesellschaft zugestanden wird. So werde das Tier nicht als Gegenstand, sondern als Lebewesen mit einer ihm innewohnenden Sensibilität und Würde angesehen.

Elefant & Co im Zirkus

Tierschutzrechtliche Verstöße in Berlin

Die Abgeordnete Claudia Hämmerling (Grüne) erbat in einer schriftlichen Anfrage an den Senat Auskünfte über tierschutzrechtliche Verstöße in Zirkusunternehmen.

Die Antwort der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz (hier im pdf) ist sehr aufschlussreich. Sie gibt nicht nur Einblick in die Zahl der Verstöße, die bei Kontrollen in Zirkusbetrieben in Berlin festgestellt wurden, sondern zeigt auch, wie Wild- und Haustiere in fahrenden Unternehmen nach wie vor leiden. Vom Einsatz des Elefantenhakens über ganztägige Anbindehaltung bis zur mangelhaften Unterbringung von Großkatzen in schlecht belüfteten Transportwagen ist an Mängeln alles dabei, was Tierschutzorganisationen seit langem als systemimmanentes Problem im Zirkus kritisieren.

 

Hier können Sie die Fragen und Antworten nachlesen

Schriftliche Anfrage
s17-18087.pdf
PDF-Dokument [169.9 KB]

Tierheim Loulé in Portugal weiterhin dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen!

Der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) unterstützt seit Jahren das Tierheim Loulé in Portugal mit Spendenaufrufen. 2015 konnten dem Tierheim 9.560 Euro an zweckgebundenen Spenden zur Verfügung gestellt werden. Da die portugiesischen Tierschützer wegen des Spendenrückgangs im eigenen Land dringend auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen sind, bitten wir auf diesem Weg, Tierfreunde in Deutschland um Unterstützung. Das Tierheim in Loulé versorgt ca. 500 Tiere ohne öffentliche Unterstützung.
Warum Ihre Hilfe jetzt so wichtig ist
Das Tierheim, 1983 von der aus Deutschland nach Portugal ausgewanderten Tierfreundin Lieselotte Clauberg-Kranendonk eröffnet, erhält keine öffentlichen Zuschüsse. Die Versorgung der durchschnittlich 500 Tiere, hauptsächlich Hunde, daneben auch Katzen, Pferde und Esel, wird schwerpunktmäßig durch (deutsche) Privatspenden ermöglicht. Doch reichten die finanziellen Mittel kaum aus, um Futter- und Tierarztrechnungen für die Tiere zu bezahlen.
Zu den laufenden Kosten gehören neben Futter, Tierarzt, Medikamenten und Operationen auch Aufwendungen für Strom, Wasser, Müllabfuhr und natürlich die Entlohnung der Mitarbeiter und Handwerker. Immer öfter müssen die Helfer allerdings auf ihren Lohn bzw. die Begleichung der Rechnung verzichten oder zumindest sehr lange warten.
Der Träger des Tierheims ist der von Liselotte Clauberg-Kranendonk 1981 gegründete Verein "Associcao dos Amigos dos Animais Abandonades" (Verein der Freunde verlassener Tiere). Der Verein hilft nicht nur Tieren durch Aufnahme und Versorgung, sondern geht auch konsequent Missständen nach und befreit Tiere aus Notsituationen. Der Tierschutz in Portugal hat leider noch keinen großen Stellenwert im Bewusstsein der Bevölkerung - umso wichtiger sind engagierte Menschen mit Vorbildfunktion, die sich für Tiere stark machen.
Und so können Sie den Tieren helfen
- Spenden Sie projektbezogen (für Futter, Medikamente)
- Übernehmen Sie eine Patenschaft für einen Hund
- Besuchen Sie das Tierheim in Portugal und überzeugen sich von der Arbeit der Tierfreunde
- Nutzen Sie Ihren Urlaub an der Algarve und arbeiten Sie ehrenamtlich im Tierheim mit
 
Die Tierheim-Adresse lautet
Das Tierheim "Canil de Sao Francisco Assis" liegt außerhalb des Städtchens Loulé und ca. 10 Kilometer nördlich von Faro, der Hauptstadt der Algarve.
 
TIERHEIM IN LOULÉ
"Canil de Sao Francisco Assis"
Anschrift
Associcao dos Amigos dos Animais Abandonados
"Canil de Sao Francisco Assis"
Liselotte Clauberg-Kranendonk
Campina de Baixo
8100 Loulé
Zur facebook-Seite gelangen Sie hier.
Tel.
+351-91-976 56 00
+351-289-416 862
Fax
+351-289-397 300
E-Mail

Bitte spenden Sie unter dem Stichwort an diese Bankverbindung:
Bundesverband Tierschutz e.V.
IBAN: DE95 3545 0000 1224 0151 70
BIC: WELADED1MOR
Betreff: Spende Tierheim Loulé
Wir leiten Ihre Spenden umgehend an das Tierheim weiter.
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Haftstrafe für Welpenhändler - Erfolg für den Tierschutz

Symbolfoto

21. März 2016. 13 Monate Haft ohne Bewährung und zwei Jahre Berufsverbot - dieses Strafmaß verhängte vor wenigen Tagen das Landgericht Darmstadt gegen ein Ehepaar, das seit über zehn Jahren ungeimpfte und kranke Welpen über das Internet verkauft.
Die Angeklagten saßen bereits mehrfach wegen Betrugs vor Gericht, nachdem viele der angebotenen Welpen kurz nach dem Verkauf bei ihren neuen Besitzern erkrankten oder sogar verstarben. Doch obwohl das Paar aus Seligenstadt immer wieder angezeigt und auch zu Geldstrafen verurteilt wurde, zogen sie ihr skrupelloses Geschäft weiter durch. Reue oder Mitleid mit den Welpen oder den Geschädigten zeigten sie in keinem Verfahren.  
Im November 2015 wurden die Welpenhändler erstmalig von einer Seligenstädter Richterin zu 15 Monaten Haft ohne Bewährung und einem fünf Jahre währenden Zucht- und Handelsverbot belegt. Dagegen legte das Ehepaar Berufung ein und erhielt nun im Landgericht Darmstadt ein annähernd gleich hohes Strafmaß. Allerdings hat das Paar auch nach diesem Urteil die Möglichkeit in Revision zu gehen, dieses Mal vor dem Oberlandesgericht Frankfurt.  

Thüringens Betriebe starten Pilotprojekt: Ferkel sollen Ringelschwänze behalten

 

 

14 Betriebe beteiligen sich in Thüringen an einem Pilotprojekt. Die Landwirte testen, ob sie auf das Kupieren der Schwänze bei Ferkeln verzichten können. Dafür bieten sie ihren Tieren mehr Platz und Beschäftigung und erhalten im Gegenzug vom Land eine Bezuschussung, ähnlich wie es derzeit in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen praktiziert wird.

 

Den Presseartikel dazu können Sie hier lesen.

Bundesrat will Wildtiere im Zirkus verbieten

Abstimmungserfolg für hessische Initiative

18. März. Heute  stimmte der Bundesrat über das Verbot bestimmter Wildtiere im Zirkus ab - und unterstützte im Ergebnis die Initiative aus Hessen. "Nun wird die Bundesregierung bereits zum dritten Mal aufgefordert,  der Wildtierhaltung in Zirkusunternehmen einen Riegel vorzuschieben", so Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des Bundesverband Tierschutz e.V.
Der BVT setzt sich seit langem dafür ein, dass Elefanten, Nashörner, Bären, Affen und weitere wild lebende Tierarten nicht mehr von Zirkussen mitgeführt werden dürfen. "Das Wildtierverbot im Zirkus ist seit Jahren überfällig", kommentiert der BVT-Geschäftsführer die erneute Aufforderung des Bundesrates an die Bundesregierung, einem bundesweiten Verbot nicht länger im Weg zu stehen.
Es ist wissenschaftlich belegt und auch für die Bürger laut Umfragen immer mehr als nachvollziehbar, dass Wildtiere in fahrenden Unternehmen nicht artgerecht leben können.  Abgesehen von den eingeschränkten Sozialkontakten und der im Zirkusalltag fast unterbundenen Bewegungsmöglichkeit leiden Elefanten & Co unter den häufigen Transporten in engen Käfigwagen und zu kleinen Gehegen.
"Der BVT begrüßt das Engagement aus Hessen sehr und hofft inständig, dass die Bundesregierung nun ihrem Auftrag nachkommt und dem Beispiel anderer Länder folgt, in denen Wildtiere im Zirkus bereits der Vergangenheit angehören", so Dr. Styrie abschließend.

Aktualisierung vom 19. März: Küken dürfen weiter getötet werden

Küken wollen leben - Im Bundestag geht es heute um die Kükentötung

Fotonachweis: soylent-network.com

17. März. 40 bis 50 Millionen Küken werden jährlich getötet, weil die männlichen Tiere der Legehennenrassen naturgemäß keine Eier legen und zu langsam Fleisch ansetzen.
Dass diese Praxis höchst unethisch und mit dem Tierschutzgesetz kaum vereinbar ist, scheint mittlerweile parteiübergreifender Konsens. Doch nur Bündnis 90/Die Grünen fordern rigoros ein Verbot, während die CDU davor warnt. Die Begründung: Bei einem Alleingang Deutschlands würde die Ei-Produktion in andere EU-Staaten verlagert werden, die weiter auf die Kükentötung setzten und damit die Kosten für die Aufzucht der männlichen Tiere sparen.
Die Bundesregierung hofft, dass das millionenfache Schreddern und Vergasen der männlichen Küken dann der Vergangenheit angehört, wenn die Technik der Geschlechtsbestimmung im Ei marktreif ist. Derzeit wird an einem solchen Verfahren geforscht. Ziel ist es, die Eier, aus denen männliche Küken schlüpfen auszusortieren, bevor die Küken schlüpfen.
Unabhängig von der technischen Entwicklung der Geschlechtsbestimmung im Ei will der niedersächsische Landwirtschaftsminister den Ausstieg aus der grausamen Routine. Bis Ende 2017 soll die entsprechende Sondergenehmigung der Kükentötung auslaufen, danach wäre die Praxis verboten.
Neben der Geschlechterbestimmung im Ei wird auch auf die Zucht von sogenannten Zweinutzungshühnern gesetzt. Bei dieser Rasse werden die männlichen Nachkommen nicht getötet, sondern gemästet. Allerdings legen die weiblichen Tiere weniger Eier als die hochspezialisierten Rassen, und die Männchen legen langsamer an Gewicht zu. Für das Gros der Landwirte ist die Zucht der Zweinutzungshühner unter den derzeitigen Marktbedingungen nicht lukrativ. Anders viele ökologisch orientierte Landwirte: Sie versuchen mit Initiativen wie "Bruder Hahn" die Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren und Zweinutzungsrassen auf dem Markt zu etablieren.

Für ein Wildtierverbot im Zirkus - Bundesrat stimmt morgen ab

Fotonachweis: soylent-network.com

17. März. Am morgigen Freitag stimmt der Bundesrat über eine Initiative ab, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, bestimmte Wildtierarten im Zirkus zu verbieten.
Der Vorstoß dazu kommt aus Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz.
Schon 2003 hatte der Bundesrat auf Initiative Hessens in einem Entschließungsantrag die Regierenden in Berlin aufgefordert, das Mitführen wild lebender Tiere in Zirkusunternehmen zu untersagen. Abermals forderte die Mehrheit der Bundesländer 2011 ein Wildtierverbot im Zirkus - bis heute kommt die Bunhdesregierung diesem Ersuchen nicht nach.
Nun rückt das Wildtierverbot mit der Abstimmung am 18. März im Bundesrat noch einmal in greifbare Nähe.

Hier lesen Sie die Entschließung des Bundesrates zum Wildtierverbot
Entschließung des Bundesrates zum Verbot[...]
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Pressemeldung  - 270 Hunde aus Zucht in Schermbeck beschlagnahmt

Tierheim Wesel nimmt über 60 Tiere auf

8. März 2016, Tierheim Wesel. Als das Veterinäramt Gabi Wettläufer über die angekündigte Beschlagnahmung einer Hundezucht in Schermbeck  informiert, sagt die Tierheimleiterin umgehend ihre volle Unterstützung zu. Und so ziehen 65 Hunde, überwiegend Malteser und andere kleine Rassen, in das Tierheim ein.
"Wir waren schockiert, als wir die Hunde sahen", beschreibt Gabi Wettläufer den ersten Eindruck der vernachlässigten Zuchthunde.  Die Tiere waren so verfilzt, dass einige ihre Augen nicht schließen konnten und andere sich nur mühsam auf den Hinterbeinen bewegten. Das ineinander verwobene Fell hatte die Vorderläufe wie Fesseln umschlossen.
Die Bilanz: Sechs Hunde müssen bei ihrer Ankunft intensiv tiermedizinisch versorgt und 61 Hunde komplett geschoren werden. Unter den geretteten Tieren sind auch mehrere vier bis fünf Wochen alte Welpen.   
Die Hundezucht in Schermbeck stand schon länger unter behördlicher Beobachtung. Die Tiere wurden nach Hinweisen unter schlechtesten Bedingungen gehalten. Doch sobald das Kreisveterinäramt Kontrollen durchführte, bekamen die Beamten nur wenige ausgesuchte Zuchthunde zu Gesicht. Die anderen Tiere wurden im Haus verborgen gehalten, so dass die ungefähre Zahl der Hunde bis zur richterlichen Durchsuchung am 3. März weitgehend offen blieb. 270 Hunde wurden dann von 17 Mitarbeitern des Kreises Wesel aus ihren düsteren Verstecken im Keller und auf dem Dachboden befreit.
Nach derzeitigem Erkenntnisstand wird gegen die Hundezüchter ein Verfahren eingeleitet. Ihnen werden Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zur Last gelegt und ein Verbot der Hundehaltung und -betreuung angestrebt.
Inzwischen haben sich die Welpen, Hundemamas, werdende Mütter und Rüden im Tierheim Wesel eingelebt. Bei einigen müssen die Zähne saniert werden, bei anderen die Krallen, aber das Wichtigste steht ihnen nun in den kommenden Wochen bevor: Nämlich die Vermittlung zu liebevollen Menschen, die bereit sind, einem Hund das zu geben, was er braucht: ein schönes Zuhause auf Lebenszeit.
Träger des Tierheims Wesel ist der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT).  Der Verband  hat sein Tierheim in den vergangenen zwei Jahren umfassend renoviert und wird im April seinen neuen Tierarztraum einweihen. Wer sich für einen Schützling aus der fatalen Hundezucht interessiert oder mit einer Spende helfen möchte,  wendet sich bitte an das Tierheim Wesel oder informiert sich vorab unter der Homepage

www.tierheim-wesel.de

 

Es gibt die Möglichkeit einer Patenschaft bzgl. der OP-Kosten für die beschlagnahmten Hunde. Alle Infos hier.

Verbandsklagerecht in Niedersachsen

7. März 2016. In Niedersachsen ist der Weg für ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzorganisationen frei gemacht worden: Am 2. März verabschiedete das Kabinett in Hannover einen entsprechenden Gesetzentwurf.
Damit wird Niedersachsen das achte Bundesland sein, das den "Tieren eine Stimme gibt", wie der Landwirtschaftsminister Christian Meyer sagte. Bremen hat seit 2007 das Verbandsklagerecht eingeführt, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und das Saarland folgten 2013, Schleswig-Holstein 2014 und Baden-Württemberg 2015.
Erwartungsgemäß protestierte die Tiernutzer-Lobby vehement gegen den Gesetzentwurf. Der niedersächsische Bauernverband, der niedersächsische der Geflügelwirtschaftsverband sowie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) lehnen den Vorstoß aus Hannover ab. Begründung: Das Verbandsklagerecht "bringe Tierschutzorganisationen in eine Position, die einer Aufsichtsbehörde gleich" komme.
Dr. Jörg Styrie, Geschäftsführer des BVT, begrüßt das Signal aus Niedersachsen. "Durch das Verbandsklagerecht erhält der im Grundgesetz verankerte Tierschutz ein sicheres Fundament."

Erschreckende Zunahme - BVT warnt vor illegalem Welpenhandel in Berlin

3. März 2016. Sie stehen vor Bahnhöfen, Geschäften, in Fußgängerzonen und auf Märkten: illegale Hundehändler in Berlin. Vor wenigen Tagen wurde in Spandau am Bahnhof ein Mann beobachtet, wie er zwei Hundebabys verkaufte. Zitternd vor Kälte saßen die viel zu früh von der Mutter getrennten Tiere auf ihrer Unterlage, bis sie für wenig Geld den Besitzer wechselten. Zukunft ungewiss.  
Der BVT warnt inständig vor Mitleidskäufen und bittet Passanten, umgehend die Polizei zu verständigen, wenn ihnen eine Person beim Verkauf von Welpen auf der Straße oder an anderen Orten auffällt. Weil hinter den einzelnen Verkäufern meist eine straff durchorganisierte Gruppe von illegalen Hundehändlern steht, ist es so immens wichtig, die Polizei einzuschalten.
Die Welpen werden in der Regel mit sechs Wochen oder jünger angeboten. Das "Kindchenschema" erhöht die Bereitschaft der Menschen, dem Hundebaby zu helfen. Doch so wird der Kreislauf von Angebot und Nachfrage weiter belebt. Die Hunde stammen meistens aus osteuropäischen Massenzuchten und wachsen unter schlechtesten Haltungsbedingungen auf. Ohne Papiere, Impfungen, Chip oder Entwurmung werden Welpen aller Rassen und Mischlinge im Internet angeboten - und noch immer lassen sich viel zu viel Käufer über den günstigen Preis verführen.
"Meistens sind diese Welpen sehr krank", erklärt Dr. Styrie vom BVT. "Weil die Tiere so früh von ihrer Mutter getrennt werden, kann sich kein leistungsfähiges Immunsystem entwickeln." Die Folge: Die Welpen sind enorm anfällig für Infektionen und erkranken oft schon wenige Tage, nachdem sie bei ihren neuen Besitzern angekommen sind. Wenn das Geld für den Tierarzt fehlt, landet der kleine Hund schnell im Tierheim oder wird verantwortungslos weitergereicht.
"Die Welpen konnten durch die frühe Trennung außerdem kein korrektes Sozialverhalten von Mutter und Wurfgeschwistern erlernen. Dieses Erfahrungsdefizit führt meist zu großen Problemen im Umgang mit Artgenossen", warnt der BVT-Geschäftsführer. Die Tierheime sind in diesen Fällen die Leidtragenden: Denn oft werden die schlecht oder gar nicht sozialisierten Hunde einfach ins Tierheim abgeschoben.


http://www.stern.de/tv/massenhandel-mit-welpen--das-skrupellose-geschaeft-mit-kranken-hundebabys-6711398.html

In NRW geht Essen mit seiner Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen mit gutem Beispiel voran

2. März 2016. In Essen müssen freilaufende Katzen kastriert und registriert werden - das beschloss der Stadtrat nun einstimmig. Damit gehört Essen zu den Vorreitern in Nordrhein-Westfalen, die sich für die Pflicht zur Kastration und Registrierung von Freigängern einsetzen.
Der BVT begrüßt den Verordnungserlass aus Essen sehr und hofft, dass sich weitere Städte und Kommunen anschließen werden. In Moers unterhält der Verband sein Tierheim, das - wie alle Tierheime bundesweit - immer mehr herrenlose, geschwächte Katzen versorgen muss. Auch Moers hat noch keine Verordnung erlassen, die Katzenbesitzer verpflichten würde, ihr freilaufendes Tier kastrieren und registrieren zu lassen. Der BVT tritt seit Jahren dafür ein, dass die Kastration und Registrierung von Katzen bundesweit geregelt wird.

Dritte Bundesratsinitiative für ein Wildverbot im Zirkus - BVT begrüßt erneuten Vorstoß aus Hessen  

2003 hatte Hessen seine erste Bundesratsinitiative für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus gestartet. Acht Jahre später folgte der zweite Vorstoß aus Hamburg, dem sich die meisten Bundesländer anschlossen. Doch die Aufforderung an die Bundesregierung läuft bis heute ins Leere. Nun startet Hessen über seine zweite Bundesratsinitiative einen neuen Versuch, bestimmte Wildtierarten im Zirkus bundesweit verbieten zu lassen.

 

Weil die Regierungskoalition dem Bundesratsbeschluss der Länder in der Vergangenheit nicht nachkam, gehen die Kommunen und Städte eigene Wege: Sie verweigern den Zirkusunternehmen die Auftritts-Genehmigung in ihrem Zuständigkeitsbereich.

 

Jetzt sind die Bundesländer erneut aufgefordert, den Antrag aus Hessen zu unterstützen. Während sich Deutschland so überaus schwer mit einer gesetzlichen Regelung tut, haben bereits mehrere europäische und außereuropäische Staaten ein generelles Wildtierverbot erlassen.

 

Der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) begrüßt den Vorstoß aus Hessen sehr. Der Verband fordert seit langem, das Mitführen von Tieren im Zirkus zu verbieten.

 

Hintergrund zum Thema:

In jedem Frühjahr endet für die Zirkusunternehmen ihr Aufenthalt im Winterquartier. Sie gehen wieder auf Tournee und präsentieren ihre mitgeführten Wildtiere in der Manege. Obwohl jedem Menschen klar sein dürfte, dass hinter den "Kunststücken" von Elefant, Löwe, Tiger & Co weniger Freiwilligkeit denn eine brutale Dressur steckt, sind diese unwürdigen und artfremden Zurschaustellungen gängiger Alltag.

 

Wissenschaftliche Gutachten belegen seit langem, dass die Haltung exotischer Wildtiere in Zirkusunternehmen niemals artgerecht sein kann. Unterbringung, Fütterung, Haltungsstrukturen und Versorgung widersprechen so eklatant den natürlichen Bedürfnissen der Tiere, dass viele von ihnen frühzeitig verenden. Viele europäische Länder haben daher aus gutem Grund die Haltung von Wildtieren im Zirkus verboten.

 

Elefanten, Bären, Großkatzen, Menschenaffen, Giraffen, Robben, Flusspferde, aber auch Lamas, Kamele, Dromedare sowie Pferde stellen Ansprüche an Haltung, Pflege oder Transport, die unter den reisenden Bedingungen eines Zirkus nicht erfüllt werden können. Um die Tiere gemäß § 2 Tierschutzgesetz ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend zu ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterzubringen, bedarf es großer, strukturierter Freigehege mit Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten, Wasserbecken zum Schwimmen und Tauchen und ausreichend Platz.

 

Isoliert, unterernährt, eingesperrt – und krank an Körper und Seele

Im Zirkusalltag leben die meisten Tiere in einfachen Transportwagen mit kleinen vergitterten Veranden und Wasserbecken, die ihnen weder ein Umdrehen noch ein Untertauchen erlauben. Einzelhaltung für hoch soziale Tiere, Ketten- und Anbindehaltung für bewegungsfreudige Arten sind an der Tagesordnung.

 

Wissenschaftliche Untersuchungen, Fachgutachten und die Erfahrungen von Amtsveterinären und Tierschützern bestätigen, dass insbesondere Wildtiere unter den Bedingungen eines wandernden Zirkusunternehmen leiden. Unter diesen Umständen ist es das einzig Sinnvolle, die Haltung bestimmter Wildtierarten, wenn nicht sogar sämtliche Tierhaltung, im Zirkus zu verbieten,

 

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz

Bei jeder zweiten Kontrolle in 2011 wurden Verstöße gegen Haltungsanforderungen für Tiere festgestellt. Dies teilte die Bundesregierung 2014 auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen mit. Was allerdings mit Tieren geschieht, deren Haltung nicht überprüft wurde, mag man sich kaum vorstellen.

BVT-Vorsitzender Dr. Gies trifft Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer auf der Grünen Woche

Foto: Kai Horstmann

Berlin, 16. Januar 2016. "Das ist eine wichtige Kampagne; ich wünsche viel Erfolg", sagte der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer zu Dr. Gerd Gies. Der Vorsitzende des Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) besuchte auf der Grünen Woche den Stand des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Halle 20.

Der BVT hatte einen Tag vorher seine Kampagne "Der Ringelschwanz gehört mir!" gestartet, um die Bürger über dieses weitgehend unbekannte Thema zu informieren. Kern der Kampagne ist eine Petition an den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, in der er aufgefordert wird, das Abschneiden der Ringelschwänze bei Schweinen zu verbieten.

Landwirtschaftsminister Meyer begrüßte auch deswegen die BVT-Kampagne, weil sie seine eigenen Anstrengungen in Niedersachsen untermauert. In Niedersachsen können Landwirte seit dem 1.12. 2015 eine Prämie von 16,50 Euro beantragen, wenn sie die Ringelschwänze ihrer Ferkel unangetastet lassen. Allerdings wird die sogenannte Ringelschwanzprämie nur gezahlt, wenn mindestens 70% des Schweinebestandes des Antragstellers unversehrte Schwänze aufweist.

Für seinen "Tierschutzplan Niedersachsen", der neben dem Verzicht des Schweineschwanzkupierens weitere Haltungsverbesserungen bei landwirtschaftlich genutzten Tieren vorsieht, überreichte Dr. Gerd Gies dem Landwirtschaftsminister ein Stoffschwein als Symbol für die gemeinsame politische Zielsetzung hinsichtlich des Schweinewohls. Selbstverständlich hat dieses Schwein einen Ringelschwanz und ist damit der Hoffnungsträger für seine lebenden Artgenossen.

Die Petition können Sie hier mitzeichnen: www.ringel-schwanz.de

Kampagnenstart zur Grünen Woche 15.01.2016

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Und hier gelangen Sie zur Petition, gegen das betäubunglose Abschneiden der Ringelschwänze bei Schweinen.

 

Pressemitteilung - Bundesverband Tierschutz e.V.

Startschuss für Kampagne "Der Ringelschwanz gehört mir"! gefallen (Fotomaterial vorhanden)

Bundesverband Tierschutz hat heute seine Kampagne für ein Verbot des Schwanzkupierens bei Ferkeln gestartet und dazu ein Infomobil durch Berlin geschickt

Berlin, 15.01.2016. Zeitgleich mit der Eröffnung der Grünen Woche hat der Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT) seine Kampagne "Der Ringelschwanz gehört mir!" direkt vor der Messe gestartet. Für die in die Messehallen strömenden Besucher war die Aktion vor dem auffälligen Infomobil, das plakativ auf das Ferkelleid in den Schweineställen verweist, ein absoluter Hingucker.

 

"Kaum ein Verbraucher weiß", erklärte Dr. Gerd Gies, Vorsitzender des BVT, den Medienvertretern und hinzugetretenen Messebesuchern den Hintergrund der Kampagne, "dass den Ferkeln der Ringelschwanz abgeschnitten wird." Das Ungeheure dabei: Dieser brutale Akt, ohne Betäubung durchgeführt, geschieht routinemäßig in der konventionellen Schweinehaltung, bundesweit und verstößt gegen geltendes EU-Recht und das deutsche Tierschutzgesetz.

So wird Millionen Ferkeln in Deutschland "vorsorglich" der Schwanz kupiert, damit sie sich, gestresst durch die artwidrigen Bedingungen in der industriellen Schweinemast, nicht an den Ringelschwänzen ihrer Artgenossen verbeißen. "Das ist ein fortgesetzter Rechtsverstoß, den wir nicht länger hinnehmen können und dürfen", bekräftigte Dr. Gies.

Ziel der Kampagne ist die Umsetzung des geltenden EU-Rechts. "Mittels einer Petition fordern wir den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, das Abschneiden der Ferkelschwänze bundesweit zu verbieten - und zwar ohne Ausnahmeregelungen und Sonderwege", stellte der BVT-Vorsitzende klar.

Weil das Thema so dringlich ist, schickt der Verband zwei Tage lang ein Kampagnenmobil durch die Hauptstadt. Wie schon heute wird auch am morgigen 16. Januar ein Infomobil durch die Innenstadt, das Regierungsviertel und weitere Stadtbezirke fahren und die Berliner über die Kampagne informieren.

 

Auf der BVT-Kampagnenseite http://www.ringel-schwanz.de kann die Petition schon jetzt unterzeichnet und einzelne Kampagnen-Elemente bestellt werden. Dazu gehören u.a. ein weithin sichtbarer Aufhänger für Türen oder Fahrradlenker, der für die Beteiligung an der Petition wirbt.

 

Das Infomobil ist am 15. und 16. Januar von 9.00 Uhr bis 17. 00 Uhr in ganz Berlin unterwegs.

 

Fotomaterial: https://www.dropbox.com/sh/2fqb00um4xja1dj/AAByOjKI59CuEXs3MeAWgCkBa?dl=0

Quelle: Bundesverband Tierschutz e.V.

 

Pressekontakt:

Dr. Jörg Styrie

Geschäftsführer Bundesverband Tierschutz e.V. (BVT)

Tel: 030-43 66 22 80 und mobil 0172-47 69 539 (styrie@bv-tierschutz.de)